Jost Werke Aktie: Kapitalspritze im Höhenflug
25.02.2026 - 09:54:20 | boerse-global.deGerade noch auf Rekordhoch, schon folgt die Kapitalerhöhung: Jost Werke nutzt die starke Kursentwicklung für frisches Geld. Die Anleger reagieren mit Zurückhaltung – ist die Verwässerung der Preis für künftiges Wachstum?
Am Dienstagabend verkündete der Nutzfahrzeug-Zulieferer die Pläne: Das Grundkapital soll um bis zu zehn Prozent auf 16,39 Millionen Euro steigen. Rund 1,49 Millionen neue Aktien werden ausschließlich institutionellen Investoren angeboten. Der Clou: Das Timing ist perfekt gewählt. Erst vor wenigen Tagen erreichte die Aktie mit 67,80 Euro ein neues Allzeithoch.
Die Reaktion ließ nicht auf sich warten. Auf Tradegate sackte der Kurs am Dienstagabend um acht Prozent ab. Am Mittwoch verlor das Papier auf XETRA zeitweise weitere 3,82 Prozent auf 62,90 Euro. Der Grund ist offensichtlich: Kapitalerhöhungen verwässern den Anteil der Altaktionäre und bedeuten zusätzliches Angebot am Markt.
Bruttoerlös von 93 Millionen Euro
Am Mittwochmorgen folgten konkrete Zahlen. Der Platzierungspreis wurde auf 62,13 Euro je Aktie festgelegt – ein spürbarer Abschlag zum jüngsten Rekordhoch. Der Bruttoerlös beläuft sich damit auf rund 93 Millionen Euro. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2025 voll gewinnberechtigt.
Die Zulassung zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse soll am 27. Februar 2026 erfolgen. Der offizielle Handelsbeginn ist für den 2. März angesetzt, gleichzeitig mit der Lieferung an die Investoren.
Offensive im Off-Highway-Geschäft
Wofür braucht Jost Werke das frische Kapital? Das Management formuliert es klar: Die Mittel sollen die finanzielle Flexibilität erhöhen, um im Rahmen der Strategie "Ambition 2030" weitere Übernahmen zu stemmen. Besonders interessant: Der Fokus liegt auf dem Off-Highway-Bereich, also Anwendungen in der Landwirtschaft und Bauindustrie.
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Die Strategie ist nicht neu. Bereits 2025 integrierte das Unternehmen mit der Übernahme von Hyva einen wichtigen Mitspieler. Diese Akquisition zahlte sich aus und stärkte das Portfolio spürbar. Nun will Jost Werke nachlegen. Ziel ist ein ausgewogeneres Umsatzprofil zwischen On-Highway (Transport) und Off-Highway sowie eine höhere Profitabilität und Widerstandsfähigkeit.
Mit über 6.500 Mitarbeitern und Standorten in mehr als 35 Ländern ist der Konzern global aufgestellt. Die Marktführerschaft bei Sattelkupplungen, Stützwinden und landwirtschaftlichen Frontladern bietet eine solide Basis für weiteres Wachstum durch gezielte Zukäufe.
Die Kapitalerhöhung sendet eine klare Botschaft: Das Management sieht attraktive Gelegenheiten und will handlungsfähig bleiben. Ob sich die Verwässerung für die Altaktionäre auszahlt, hängt davon ab, wie erfolgreich künftige Übernahmen integriert werden können. Die bisherige Erfolgsbilanz stimmt jedenfalls zuversichtlich.
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