JOMO 2026: Vom Trend zur digitalen Schutzstrategie
31.01.2026 - 13:22:12Die Freude am Verpassen ist der Lifestyle-Trend dieses Winters. JOMO – die „Joy of Missing Out“ – avanciert für Millionen zur unverzichtbaren Strategie gegen digitale Überlastung. Aktuelle Daten aus Reisebranche und Tech-Sektor belegen: Der bewusste Verzicht auf ständige Erreichbarkeit definiert den Start ins Jahr.
Analog 2026: Das „Dumbphone“ als Statussymbol
Eine der auffälligsten Entwicklungen ist die Renaissance des einfachen Mobiltelefons. Die sogenannte „Analog 2026“-Bewegung wird maßgeblich von der Generation Z vorangetrieben. Sie tauscht Smartphones gegen „Dumbphones“ ein, die oft nur Telefonie und SMS beherrschen.
Dieser Rückzug ist kein Nischenphänomen mehr. Der Begriff „Dumbphone“ verzeichnete bereits im Vorjahr einen Anstieg des Suchinteresses um über 300 Prozent. Weltweit wurden 2024 rund 1,1 Milliarden dieser Basisgeräte abgesetzt. Wer es sich leisten kann, offline zu sein, demonstriert heute Autonomie – das simple Handy wird zum paradoxen Statussymbol.
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Reisewende: „Readaways“ und „Farm Charm“ boomen
Die Tourismusbranche reagiert massiv auf das Bedürfnis nach digitaler Stille. Der kürzlich veröffentlichte „Unpack ’26“-Report der Expedia Group identifiziert klare JOMO-Trends. Reisende suchen gezielt Rückzugsorte statt Instagram-Hotspots.
Im Fokus stehen sogenannte „Readaways“ – Urlaube, die primär dem Lesen gewidmet sind. Laut Expedia-Daten geben 91 Prozent der Reisenden an, solche Trips zu suchen. Parallel dazu boomt der „Farm Charm“: Das Interesse an Urlauben auf dem Bauernhof oder in ländlicher Abgeschiedenheit schnellt in die Höhe. Vrbo verzeichnet einen Anstieg entsprechender Erwähnungen in Bewertungen um 300 Prozent.
Deutschland: Digital Detox als Massenphänomen
In Deutschland ist der Wunsch nach digitaler Abstinenz tief verwurzelt. Daten des Digitalverbands Bitkom zeigen, dass „Digital Detox“ für viele Bundesbürger fester Bestandteil der Jahresplanung ist. Regelmäßig gab über ein Drittel der Deutschen an, bewusst eine digitale Auszeit nehmen zu wollen.
Experten wie Dr. Sebastian Klöß vom Bitkom betonen: Es geht selten um komplette Technikverweigerung. Im Vordergrund steht die Reflexion des eigenen Nutzungsverhaltens. Der Trend geht weg vom radikalen „Steckerziehen“ hin zu gezielten Pausen für die mentale Gesundheit.
Von der Angst zur Freude: Ein kultureller Wendepunkt
Der Wandel von FOMO zu JOMO markiert einen bedeutenden psychologischen Wendepunkt. Dominierte im letzten Jahrzehnt die Angst, etwas zu verpassen, so setzt sich 2026 die Erkenntnis durch: Die wahre Lebensqualität liegt oft im bewussten Verpassen.
Diese Entwicklung hat ökonomische Folgen. Unternehmen passen ihre Angebote an und schaffen „funkloch-garantierte“ Erlebnisse. Tech-Konzerne stehen unter Druck, Funktionen zur Bildschirmzeit-Begrenzung als zentrales Feature zu integrieren. Die Prognosen für 2026 sind klar: Es ist das Jahr der Erholung für das nervliche System.
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