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Johnson & Johnson Aktie: Zukauf trifft Kursziel-Bestätigung

Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 16:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

J&J überzeugt mit Gewinnsprung, kauft Wirbelsäulen-Spezialisten und hält an der 100-Milliarden-Umsatzmarke fest.

Johnson & Johnson: Zukauf und Kursziel-Bestätigung nach Quartalszahlen
Abstrakte Darstellung des Pharma- und Medizintechniksektors, die strategisches Wachstum und Stabilität vermittelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Johnson & Johnson liefert nach den Quartalszahlen gleich den nächsten Beleg für die eigene Wachstumsstrategie: Während Analysten das Zahlenwerk noch verdauen, sichert sich die MedTech-Sparte DePuy Synthes einen Spezialisten für Wirbelsäulenimplantate. Zwei Nachrichten, ein roter Faden – J&J baut dort aus, wo es am meisten wehtut, der Konkurrenz.

Guggenheim bleibt bei "Buy"

Guggenheim hat sein Kursziel von 270 US-Dollar nach den Zweitquartalszahlen bestätigt und die Kaufempfehlung bekräftigt. Der Umsatz von 25,3 Milliarden Dollar blieb zwar hinter der eigenen Schätzung von 25,48 Milliarden Dollar zurück, übertraf aber den Marktkonsens von 25,0 Milliarden Dollar deutlich. Beim Gewinn je Aktie lag Johnson & Johnson mit 2,90 Dollar sowohl über der Guggenheim-Prognose von 2,87 Dollar als auch über dem Konsens von 2,85 Dollar.

Getragen wurde der Umsatzerfolg von der Sparte Innovative Medicine, während das MedTech-Geschäft die Erwartungen verfehlte. Höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie geringere sonstige Erträge wurden durch niedrigere Herstellungskosten und reduzierte Forschungsausgaben ausgeglichen. Guggenheim zählt Johnson & Johnson weiterhin zu den bevorzugten Werten im Large-Cap-Biopharma-Segment und sieht durch neue Produkteinführungen wie Icotyde, Inlexzo, Tecvayli und Talvey Potenzial für beschleunigtes Wachstum in den kommenden Jahren. Die Herausforderungen im Abiomed-Geschäft dürften laut Guggenheim im Fokus des anstehenden Earnings Calls stehen.

DePuy Synthes stärkt Wirbelsäulen-Portfolio

Parallel zur Zahlenvorlage hat die MedTech-Tochter DePuy Synthes die Übernahme von Expanding Innovations bekanntgegeben. Das Unternehmen hat sich auf expandierbare Implantate für Wirbelsäulenoperationen spezialisiert – eine Technologie, die ohne Schrauben auskommt und das Risiko eines postoperativen Implantat-Kollapses reduzieren soll. Zum Portfolio zählen die X-PAC-Systeme für transforaminale und laterale lumbale Fusionen.

Die Technologie soll künftig in das bestehende TriALTIS-Spine-System sowie die VELYS-Plattform für digitale Chirurgie integriert werden. Für DePuy Synthes ist der Zukauf ein gezielter Schritt in einem der am schnellsten wachsenden Segmente der Wirbelsäulenchirurgie – und ein Signal, dass J&J trotz der schwächeren MedTech-Quartalszahlen an der Sparte festhält.

Mit dem laufenden Wachstum in Innovative Medicine und gezielten Zukäufen im MedTech-Bereich verfolgt Johnson & Johnson weiter das Ziel, erstmals einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar zu erreichen. Wie stark die neue Spine-Akquisition dazu beiträgt, dürfte sich frühestens in den kommenden Quartalsberichten zeigen.

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