Johns Hopkins: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
16.02.2026 - 13:09:12 | boerse-global.deEine neue Studie zeigt: Kurzes, gezieltes Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit kann das Demenzrisiko noch nach 20 Jahren deutlich reduzieren. Forscher der Johns Hopkins Medicine legten diese Woche beeindruckende Langzeitdaten vor.
Die Analyse belegt, dass bereits fünf bis sechs Wochen eines spezifischen Speed-of-Processing-Trainings ausreichen. Bei diesem Training müssen Nutzer visuelle Informationen auf einem Bildschirm immer schneller identifizieren. Die Teilnehmer, die es absolvierten, wiesen zwei Jahrzehnte später ein um 25 bis 29 Prozent geringeres Demenzrisiko auf.
Warum Gedächtnistraining nicht ausreicht
Die Studie verglich verschiedene Methoden. Während Gedächtnis- und Logikübungen kurzfristig halfen, blieb der langfristige Schutz gegen Demenz aus. Nur das Geschwindigkeitstraining zeigte durchschlagende Wirkung.
Der Schlüssel liegt in der Transferleistung: Die gesteigerte Verarbeitungsgeschwindigkeit hilft im Alltag – beim Autofahren oder beim Erfassen komplexer Situationen. Dies stimuliert und schützt das Gehirn dauerhaft. Besonders wirksam waren kurze Auffrischungssitzungen in den Folgejahren.
Der biologische Beweis: Ein zehn Jahre jüngeres Gehirn
Untermauert werden die Daten durch bahnbrechende Ergebnisse der McGill University. Neurologen fanden mittels PET-Scans den biologischen Nachweis: Spezifisches digitales Training beeinflusst das cholinerge System direkt.
Nach einem zehnwöchigen Programm stieg die Funktion des Neurotransmitters Acetylcholin auf das Niveau zehn Jahre jüngerer Menschen. „Diese chemische Verjüngung liefert die physiologische Erklärung für die statistischen Daten“, so Experten. Es ist der erste Nachweis, dass eine nicht-medikamentöse Intervention eine solche neurochemische Umkehrung bewirken kann.
Der nächste Trend: Bewegung plus Denken
Aktuelle Forschungen der ETH Zürich weisen auf einen weiteren effektiven Weg hin: Exergames. Das sind Videospiele, die durch körperliche Bewegung gesteuert werden.
Bei Senioren mit ersten Demenzanzeichen führte ein zwölfwöchiges Programm zu einer Volumenzunahme im Hippocampus – dem Gedächtniszentrum. Die gleichzeitige Aktivierung von Körper und Geist scheint stärkere Effekte zu erzielen. Schon kurze Einheiten von 24 Minuten mehrmals pro Woche verbesserten die exekutiven Funktionen und die Gangsicherheit.
Was bedeutet das für den Markt?
Die neuen Daten beschleunigen den Übergang von simplen „Brain Games“ zu evidenzbasierten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Versicherer dürften die Ergebnisse mit großem Interesse verfolgen. Eine Risikoreduktion um ein Viertel durch kostengünstige Software könnte die Pflegesysteme massiv entlasten.
Verbraucherschützer warnen jedoch: Nicht jedes Kreuzworträtsel hilft. Die Wirksamkeit ist eng an das Design der Übungen geknüpft – insbesondere an die adaptive Schwierigkeit und den Fokus auf Geschwindigkeit.
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Wohin geht die Reise?
Die Zukunft liegt in der Personalisierung. Entwickler arbeiten an Programmen, die KI nutzen, um das cholinerge Potenzial in Echtzeit zu analysieren und Übungen millisekundengenau anzupassen. Die Vision: Gehirntraining so präzise zu dosieren wie ein Medikament.
Die Botschaft dieser Woche ist klar. Die Evidenz, dass wir unsere kognitive Gesundheit aktiv schützen können, war noch nie so stark.
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