JinkoSolar, Aktie

JinkoSolar Aktie: Tiefster Stand seit einem Jahr

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 07:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Aktie von JinkoSolar fällt auf den tiefsten Stand seit einem Jahr. Branchenweite Überkapazitäten und fallende Modulpreise setzen das Unternehmen massiv unter Druck.

JinkoSolar Aktie: Talfahrt setzt sich mit Jahrestief fort
Moderne Solarpark-Anlage bei Sonnenuntergang als Symbol für die Solarindustrie Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

JinkoSolar kämpft mit dem tiefsten Stand seit einem Jahr. Die Aktie rutschte am Freitag zeitweise auf 13,00 Euro ab. Dieser Rückgang markiert den vorläufigen Höhepunkt einer monatelangen Talfahrt.

Branche unter Druck

Der gesamte Sektor leidet unter einem massiven Überangebot. Weltweit stehen Kapazitäten von über 1.000 Gigawatt einer Nachfrage von höchstens 600 Gigawatt gegenüber. Die Preise für Solarmodule auf den europäischen Spotmärkten verharren deshalb bei rund 0,12 Euro pro Watt.

Kleinere Hersteller verkaufen ihre Bestände oft unter den Produktionskosten. Das belastet die Margen der großen Branchenvertreter wie JinkoSolar erheblich. Parallel dazu versucht das Unternehmen, sich aus der Abhängigkeit vom reinen Modulgeschäft zu lösen.

Strategiewechsel zum Speichergeschäft

Das Management setzt verstärkt auf integrierte Speicherlösungen für Gewerbe und Industrie. Neue Pakete kombinieren die Tiger Neo 3.0 Technologie mit flüssigkeitsgekühlten Batteriesystemen. Ein KI-gesteuertes Energiemanagement soll zusätzliche Erlöse sichern.

Ziel dieser Strategie sind höhere Margen abseits der volatilen Spotpreise. Technologisch bleibt der Konzern führend und meldete zuletzt einen Wirkungsgrad-Rekord von fast 35 Prozent für Perowskit-Tandemzellen. An der Börse verpufften diese Nachrichten bisher jedoch wirkungslos.

Technische Warnsignale

Die Aktie nähert sich mit einem RSI von 34,8 dem überverkauften Bereich. Trotz dieser statistischen Chance auf eine Gegenbewegung bleibt der Trend abwärts gerichtet. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt aktuell fast 20 Prozent.

Anleger blicken nun auf die Marke von 13,00 Euro. Hält diese Unterstützung nicht, droht technisch eine weitere Verschärfung der Lage. Erst eine spürbare Marktbereinigung bei den weltweiten Kapazitäten dürfte den Druck auf die Aktie nachhaltig lindern.

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