JinkoSolar Aktie: Grade 1 für Tiger Neo 3.0
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 22:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de
JinkoSolar setzt ein Zeichen im Wettbewerb um die effizienteste Solartechnik. Die Module der Serie Tiger Neo 3.0 erhielten offiziell das „Grade 1“-Zertifikat des chinesischen Prüfzentrums CPVT. Diese Auszeichnung ist mehr als eine reine Formsache für das Marketing.
Neue Standards in China
Hintergrund sind verschärfte nationale Effizienzregeln für die Photovoltaik-Branche in China. Wer die neuen Grenzwerte unterschreitet, darf seine Produkte dort künftig weder produzieren noch verkaufen. Die Tiger-Neo-Module erreichen eine Leistung zwischen 650 und 670 Watt. Damit übertreffen sie die geforderte Einstiegshürde von 630 Watt deutlich.
Parallel dazu nutzt das Unternehmen eine verbesserte Bifazialität von bis zu 85 Prozent. Dieser Wert beschreibt, wie effektiv die Rückseite eines Moduls reflektiertes Licht in Strom umwandelt. Bei den Spitzenmodellen führt dies zu einem Leistungsplus von rund 100 Watt auf der Rückseite. Ein spezielles Design soll zudem Ertragseinbußen durch Schatten minimieren.
Technik gegen den Kursverfall
Trotz der technischen Fortschritte bleibt die Lage für Aktionäre angespannt. Die Aktie stieg am Mittwoch zwar um 2,20 Prozent auf 13,94 Euro. Seit Jahresbeginn steht jedoch ein sattes Minus von über 41 Prozent in den Büchern.
Der Titel notiert damit fast 50 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom November 2025. Das Unternehmen lieferte bis zum ersten Quartal 2024 zwar bereits über 230 Gigawatt an Modulleistung aus. Dennoch belastet das schwierige Marktumfeld die Bewertung massiv.
Die nächste Generation
JinkoSolar blickt indes bereits auf den nächsten Entwicklungsschritt. Die kommende Serie Tiger Neo 5.0 befindet sich in der Planung. Das Management strebt hier eine Nennleistung von bis zu 700 Watt an.
Das Ziel für die neuen Module ist ein Wirkungsgrad von 25,8 Prozent. Damit will der Konzern seine Marktführerschaft bei der TOPCon-Technologie festigen. Ob die technologische Dominanz ausreicht, um den langfristigen Abwärtstrend der Aktie zu brechen, hängt nun von der Profitabilität der neuen Modulgeneration ab.
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