JEMA Aktie: Juristisches Tauziehen
24.03.2026 - 13:25:18 | boerse-global.deJEMA navigiert derzeit durch eine kritische Phase. Während der Investmentfonds versucht, die Altlasten seiner eingefrorenen russischen Vermögenswerte zu verwalten, rücken neue Gerichtstermine in Moskau und London in den Fokus. Diese juristischen Auseinandersetzungen überschatten die laufende Neuausrichtung auf die breitere EMEA-Region.
Milliardenforderungen und Londoner Urteile
Am Montag fand eine Anhörung im Fall Sberbank statt, bei der es um Forderungen in Höhe von rund 830.000 USD geht. Weitaus gewichtiger ist jedoch der Rechtsstreit mit der VTB Bank. Hier steht eine Forderung von 439,5 Millionen USD im Raum. Das Berufungsverfahren vor dem russischen Kassationsgericht wurde auf den 16. April verschoben.
In London erzielte JEMA hingegen einen Teilerfolg: Ein Einspruch der VTB Bank gegen eine gerichtliche Verfügung wurde abgewiesen. Dies verpflichtet die Bank theoretisch dazu, bestimmte russische Klagen in dreistelliger Millionenhöhe innerhalb einer zweiwöchigen Frist zurückzuziehen.
Dividenden und Aktienrückkäufe
Trotz der juristischen Hürden setzt der Fonds seine Ausschüttungspolitik fort. Am 20. März wurde eine Dividende von 0,6 Pence pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025 ausgezahlt. Zudem erhielt der Vorstand auf der Hauptversammlung die Ermächtigung, bis zu 14,99 % der eigenen Anteile zurückzukaufen. Damit will das Management den deutlichen Abschlag des Aktienkurses zum Nettoinventarwert (NAV) adressieren. Allerdings räumte das Unternehmen bereits ein, dass die aktuelle Marktliquidität solche Maßnahmen erheblich erschwert.
Die wichtigsten Kennzahlen und Termine
- Sberbank-Klage: 830.183 USD (Anhörung am 23. März 2026)
- VTB-Bank-Klage: 439,5 Mio. USD (Berufung am 16. April 2026)
- Dividende: 0,6 Pence pro Aktie (Auszahlung am 20. März 2026)
- NAV: ca. 64,84 Pence pro Aktie (Stand Mitte März 2026)
- Wertberichtigung: 99 % auf lokale russische Aktien
Die Bewertung der russischen Bestände bleibt problematisch. Da an der Moskauer Börse weiterhin keine verwertbaren Marktdaten vorliegen, hält JEMA an einer massiven Wertberichtigung für lokale Aktien und Hinterlegungsscheine fest. Der liquide Teil des Portfolios konzentriert sich derweil auf diversifizierte Titel aus Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 16. April. Der Ausgang des Berufungsverfahrens vor dem russischen Kassationsgericht wird maßgeblich darüber entscheiden, wie JEMA mit seinen verbliebenen russischen Werten langfristig verfahren kann.
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