JD Sports: Einkaufen per KI-Chat mit einem Klick
12.01.2026 - 18:51:12Der Sportartikel-Riese JD Sports revolutioniert den Online-Handel: Kunden in den USA können ab sofort direkt in KI-Chats wie Microsoft Copilot einkaufen – ohne die App zu verlassen. Diese wegweisende Integration von generativer KI in den Checkout-Prozess markiert den Startschuss für den sogenannten „agentic commerce“, bei dem KI-Assistenten zu persönlichen Einkäufern werden.
Herzstück der Neuerung ist eine Partnerschaft mit dem Headless-Commerce-Anbieter commercetools und dem Zahlungsdienstleister Stripe. JD Sports nutzt als erster Händler die neue Agentic Commerce Suite (ACS). Diese Technologiebrücke verbindet KI-Chatbots direkt mit den Warenwirtschaftssystemen des Unternehmens. Fragt ein Nutzer in Microsoft Copilot nach einem Produkt, erhält er sofort Informationen zu Verfügbarkeit und Preis von JD Sports und kann den Kauf mit Stripe abschließen. Der Rollout beginnt bei Copilot, weitere KI-Plattformen sollen folgen.
Ziel ist es, Reibungsverluste zu eliminieren. Aus einer konkreten Produktanfrage in der KI wird unmittelbar ein Verkauf. JD Sports erschließt sich damit einen neuen, hochgradig zielgerichteten Vertriebskanal, der dem Nutzungsverhalten einer digitalen Generation entspricht.
Passend zum Trend der KI‑Integration: Seit dem Inkrafttreten der EU‑KI‑Verordnung gelten neue Pflichten für Anbieter und Nutzer von KI‑Systemen – von Kennzeichnung über Risikoklassen bis zu umfangreicher Dokumentation. Gerade Händler, die KI‑gestützte Kaufprozesse starten, sollten wissen, welche Anforderungen jetzt auf sie zukommen. Ein kostenloses Umsetzungs‑E‑Book erklärt praxisnah Kennzeichnungspflichten, Übergangsfristen und konkrete To‑dos für Entwickler und Betreiber. KI‑Verordnung: Gratis‑Umsetzungsleitfaden herunterladen
Strategischer Fokus auf den US-Markt und junge Käufer
Die Entscheidung, den Service zuerst in den USA zu starten, unterstreicht die Bedeutung dieses Marktes. Nordamerika ist mit rund 40 Prozent des globalen Umsatzes das größte Einzugsgebiet von JD Sports. Vor allem aber reagiert das Unternehmen auf das Verhalten seiner Kernzielgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Diese Generation nutzt KI-Assistenten bereits intensiv für Produktrecherchen. Indem JD Sports den Kaufknopf direkt in diese Gespräche einbettet, will es den Umsatz im Moment der Inspiration generieren.
Wettlauf um die KI-Handelsplattform der Zukunft
Die Ankündigung von JD Sports ist ein klares Signal: Der Handel via KI-Chat wird praktische Realität. Für Händler verschiebt sich der Fokus von der Suchmaschinenoptimierung (SEO) hin zur „Generative Engine Optimisation“ – also der Optimierung für entdeck- und kaufbare Produkte in Konversations-KIs.
Damit tritt JD Sports in direkte Konkurrenz zu anderen Großhändlern. Google hat bereits ähnliche Partnerschaften, etwa mit Walmart, für seinen Gemini-Chatbot angekündigt. Der Wettlauf um Präsenz auf diesen neuen Plattformen ist eröffnet. Er könnte den traditionellen E-Commerce-Verkehr von Suchmaschinen nachhaltig verändern. Experten sind sich einig: Händler, die früh integrieren, bauen Loyalität und Marktanteile in diesem neuen Ökosystem.
Globale Expansion geplant
Nach dem Start in den USA plant JD Sports, die KI-Kaufoption noch 2026 auf Großbritannien und Europa auszuweiten. Die Unternehmensführung will die Integration bereits diese Woche auf der Fachmesse „Retail’s Big Show“ in New York demonstrieren. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie der letzten 18 Monate.
Die Branche wird genau beobachten, wie Verbraucher diese neue Art des Shoppens annehmen. Der Erfolg von JD Sports könnte den Trend zu KI-integriertem Handel in der gesamten Retail-Branche massiv beschleunigen.
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