Japan und Großbritannien treiben Offshore-Windkraft gemeinsam voran
04.04.2026 - 23:01:09 | boerse-global.deJapanische Industriegiganten und britische Ingenieurskunst verbünden sich, um die globalen Ziele für erneuerbare Energien zu erreichen. Neue Partnerschaften und Millionenaufträge sollen die technischen Hürden bei schwimmenden Windparks überwinden und die Lieferketten stärken. Für beide Nationen ist diese Allianz ein entscheidender Schritt, um ihre ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele für 2030 zu schaffen.
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Schwimmende Windkraft: Forschung trifft auf Industrie
Ein Meilenstein der internationalen maritimen Zusammenarbeit: Der japanische Schiffbauriese Japan Marine United (JMU) und die britische University of Strathclyde haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Das Ziel ist klar: Die Entwicklung von schwimmenden Offshore-Windturbinen (FOWT) zu beschleunigen und zu standardisieren.
Während fest am Meeresboden verankerte Windkraftwerke bereits kommerziell etabliert sind, stellt die schwimmende Technologie noch eine große logistische und wirtschaftliche Herausforderung dar. Die Kooperation soll JMUs „JadeWind“-Schwimmtechnologie verfeinern und für den großflächigen Einsatz in kommenden staatlichen Ausschreibungen fit machen. Großbritanniens Vorreitererfahrung mit schwimmenden Windparks soll dabei für zuverlässigere und kostengünstigere Turbinendesigns sorgen.
Lieferketten wachsen: Britischer Spezialist erhält Millionenauftrag
Die Verzahnung der Lieferketten zeigt konkrete Ergebnisse. Der britische Anbieter Tekmar Group sicherte sich Anfang April zwei Verträge im Wert von umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro für ein Offshore-Windprojekt in Japan. Geliefert werden Kabel-Schutzsysteme der neuesten Generation – unverzichtbar für die Langlebigkeit der Unterwasser-Stromleitungen.
Dieser Auftrag unterstreicht den Trend: Japans Offshore-Markt, der derzeit über etwa 253 MW operative Leistung verfügt, expandiert rapide. Japanische Entwickler setzen zunehmend auf etablierte europäische Zulieferer, um technische Risiken bei neuen Projekten zu minimieren. Für Tekmar ist es eine Bestätigung ihrer integrierten Ingenieursdienstleistungen.
Japanische Investoren setzen auf die Nordsee
Die Zusammenarbeit geht über Technologietransfer hinaus. Japanische Energie-Konzerne verstärken ihr Engagement im britischen Markt massiv. Das Joint Venture JERA Nex bp – eine Partnerschaft des japanischen Kraftwerksbetreibers JERA mit dem Energiekonzern bp – erwarb Anfang 2026 einen Großteil des „Mona“-Windparks in der Irischen See von der deutschen EnBW. Das Projekt hat ein Potenzial von bis zu 1,5 GW.
Parallel dazu treibt der japanische Mischkonzern Sumitomo Corporation sein britisches Portfolio voran. Für den „Five Estuaries“-Windpark mit bis zu 1.080 MW erhielt das Unternehmen Ende 2025 die endgültige Genehmigung. Sumitomo hat insgesamt rund 8,8 Milliarden Euro für saubere Energie und Infrastruktur in Großbritannien bis 2035 zugesagt.
Eine strategische Allianz mit globaler Strahlkraft
Hinter der Dynamik steht ein formelles Kooperationsabkommen beider Regierungen aus dem Jahr 2025. Es zielt darauf ab, Handelshemmnisse abzubauen und technologische Synergien zu nutzen. Die Partnerschaft soll globale Investitionen in die für die Energiewende kritischen Offshore-Industrien lenken.
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Fachverbände beider Länder arbeiten bereits daran, Technologiestandards zu harmonisieren und Lieferketten zu diversifizieren. Das soll die Kosten für schwimmende Windprojekte weltweit senken. Für Japan, das bis 2030 auf 10 GW Offshore-Leistung kommen will, ist britisches Know-how in Projektmanagement und Unterwassertechnik unverzichtbar. Großbritannien wiederum braucht japanisches Kapital, um sein eigenes Ziel von 60 GW bis 2030 zu erreichen.
Der Blick nach vorn: Ausschreibungen entscheiden über Tempo
Die kommenden Monate werden von der Umsetzung bereits vergebener Projekte geprägt sein. In Japan stehen nach der dritten Ausschreibungsrunde große Bauvorhaben wie „Aomori South“ (615 MW) an, bei denen britische Zulieferer eine wichtige Rolle spielen dürften.
In Großbritannien wird die für Ende 2025/Anfang 2026 erwartete siebte Ausschreibungsrunde (AR7) richtungsweisend für die nächste Projektgeneration sein. Der geplante „Clean Industry Bonus“ soll dabei nachhaltige Lieferketteninvestitionen genau wie die jüngsten JMU- und Tekmar-Deals belohnen. Die Synergie aus japanischer Industriemacht und britischer Pioniererfahrung könnte so zum Blaupause für die internationale Energiewende werden.
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