Ivy-Lee-Methode: 100 Jahre alte Technik besiegt Entscheidungsmüdigkeit
15.01.2026 - 18:42:12
Eine über 100 Jahre alte Tagesplanungs-Technik erlebt ein Comeback. Die Ivy-Lee-Methode hilft Wissensarbeitern heute, der mentalen Erschöpfung durch ständige Entscheidungen zu entkommen. Ihre Stärke liegt in radikaler Einfachheit.
Die moderne Arbeitswelt mit ihrer Flut an Aufgaben und Informationen führt oft zu Entscheidungsmüdigkeit. Dieser Zustand mentaler Erschöpfung lässt die Qualität unserer Beschlüsse im Laufe des Tages sinken. Die alte Methode setzt genau hier an: Sie zwingt zur Priorisierung und entlastet unser Gehirn.
Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1918 zurück. Der Stahlmagnat Charles M. Schwab bat den Berater Ivy Lee um eine Produktivitätslösung für seine Manager. Das Ergebnis überzeugte Schwab so sehr, dass er Lee damals 25.000 US-Dollar zahlte – ein Vermögen.
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Die Methode selbst ist simpel und folgt einem täglichen Ritual in fünf Schritten:
* Notieren: Am Ende des Arbeitstages schreibt man die sechs wichtigsten Aufgaben für den Folgetag auf.
* Priorisieren: Diese sechs Punkte werden nach Wichtigkeit sortiert.
* Fokussieren: Am nächsten Tag arbeitet man ausschließlich an Aufgabe eins, bis sie erledigt ist.
* Abarbeiten: Anschließend geht es in der festgelegten Reihenfolge weiter.
* Übertragen: Nicht geschaffte Aufgaben wandern auf die neue Liste für den übernächsten Tag.
Der psychologische Trick gegen den leeren Akku
Warum wirkt diese simple Liste so gut? Jede Entscheidung, ob groß oder klein, kostet mentale Energie. Ist dieser „Entscheidungs-Muskel“ am Abend erschöpft, treffen wir schlechtere Wahl.
Die Ivy-Lee-Methode umgeht dieses Problem elegant. Die wichtigste Entscheidung – was als Erstes zu tun ist – trifft man bereits am Vorabend. Das spart morgens wertvolle Willenskraft und schützt vor dem lähmenden „Wo fange ich nur an?“. Die Begrenzung auf sechs Punkte verhindert das Gefühl der Überforderung.
Warum sie heute besser funktioniert denn je
In einer Welt des Multitasking und der Push-Benachrichtigungen ist ihr größter Vorteil der erzwungene Fokus. Sie macht aus einem Arbeitstag eine Abfolge von konzentrierten „Single-Tasking“-Sessions. Das steigert nicht nur die Qualität der Arbeit, sondern sorgt auch für ein befriedigendes Gefühl der Vollendung.
Anders als komplexe Systeme wie „Getting Things Done“ kommt sie ohne aufwändige Kategorisierungen aus. Gerade dieser Minimalismus macht sie zum perfekten Werkzeug gegen die digitale Überflutung. Die Liste lässt sich problemlos in jede moderne Task-App übertragen und täglich anpassen.
Kann eine Idee aus der Stahl-Ära den Schlüssel für die digitale Arbeitswelt halten? Die anhaltende Popularität der Methode zeigt: Zeitlose Prinzipien wie Priorisierung, Fokus und Disziplin gewinnen im Informationszeitalter nur noch mehr an Bedeutung.
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