Ivanhoe Mines Aktie: 60 Megawatt Solaranlage Q3 2026
04.06.2026 - 12:25:02 | boerse-global.deIvanhoe Mines investiert massiv in erneuerbare Energien – mitten in der Demokratischen Republik Kongo. Der kanadische Kupferproduzent baut am Standort Kamoa-Kakula eine eigene Solaranlage mit Batteriespeicher. Das Ziel: unabhängiger werden von Diesel, günstiger produzieren und langfristig die Kosten senken.
Erneuerbare als Wettbewerbsvorteil
Die Bauarbeiten für die erste Ausbaustufe laufen planmäßig. Bereits im dritten Quartal 2026 soll eine Kapazität von 60 Megawatt ans Netz gehen. Bis Ende 2027 plant das Unternehmen, die Leistung auf 120 Megawatt zu verdoppeln. Solange die Anlage nicht vollständig läuft, sichert Diesel die Produktion – die Vorräte seien ausreichend, so das Management.
Die Investition ist strategisch. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff für die Energiewende. Wer günstig und zuverlässig produzieren kann, sichert sich langfristige Abnahmeverträge. Ivanhoe setzt hier auf einen klaren Kostenhebel: günstiger Solarstrom statt teurer Import-Diesel.
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Analysten bleiben zurückhaltend
Die Aktie notiert aktuell bei 7,72 Euro – ein Plus von 0,82 Prozent im Tagesverlauf. Seit Jahresbeginn liegt das Papier allerdings 22,55 Prozent im Minus. Der Kurs hat sich vom 52-Wochen-Tief bei 6,24 Euro zwar erholt, bleibt aber 38 Prozent unter dem Januar-Hoch von 12,51 Euro.
RBC Capital-Analyst Sam Crittenden bewertet die Aktie mit "Hold" und einem Kursziel von 15,00 Kanadischen Dollar. Das durchschnittliche Analystenziel liegt bei umgerechnet rund 14,09 CAD. Die Stimmung ist vorsichtig positiv – aber nicht euphorisch.
Mit einer erwarteten Gewinnwachstumsrate von 32,9 Prozent pro Jahr und einem hohen Insideranteil von 11,7 Prozent gilt Ivanhoe als einer der vielversprechenden Werte an der Toronto Stock Exchange. Der RSI von 54,3 signalisiert derweil eine neutrale Marktlage.
Ausblick
Für 2026 peilt das Unternehmen eine Kupferproduktion zwischen 290.000 und 330.000 Tonnen an. Ob die Solarinvestitionen die Kosten tatsächlich nachhaltig senken, wird sich mit der Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe im Herbst zeigen. Bis dahin bleibt der Fokus auf der operativen Stabilität – und den Kupferpreisen am Weltmarkt.
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