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iShares MSCI Global Semiconductors ETF: 4,04% Sprung

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 13:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der iShares MSCI Global Semiconductors ETF steigt um vier Prozent und macht einen Teil der jüngsten Verluste wett. Quartalszahlen großer Tech-Konzerne treiben die Erholung an.

Chip-ETF erholt sich: Deutlicher Kurssprung nach Verlustserie
Abstrakte Darstellung von Mikrochips und Leiterplatten mit einem subtilen aufsteigenden Diagramm, das Wachstum in der Halbleiterindustrie symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Chip-Aktien erholen sich am Dienstag deutlich – und der iShares MSCI Global Semiconductors ETF profitiert davon in vollem Umfang. Das Papier springt um 4,04 Prozent auf 17,80 Euro. Damit macht der Fonds einen Teil der Verluste wett, die ihn in den vergangenen 30 Tagen fast 17 Prozent gekostet haben.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Diese Woche legen mehrere Technologie-Schwergewichte ihre Quartalszahlen vor. Anleger positionieren sich neu, bevor die großen Namen der Branche ihre Prognosen zu Investitionen und Nachfrage offenlegen.

Erholung auf breiter Front

Die Rally beschränkt sich nicht auf einen Markt. US-Futures auf den Nasdaq-100 zogen vor Handelsbeginn um 1,3 Prozent an, angetrieben von Halbleiterwerten. Noch deutlicher fiel die Bewegung in Asien aus, einer Region, die im Portfolio des ETFs stark vertreten ist.

Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 1,7 Prozent. In Südkorea und Taiwan legten die Leitindizes sogar um mehr als 2,5 Prozent zu. Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing zählten zu den größten Kurstreibern. Südkoreas KOSPI gewann am Morgen zusätzlich über 2 Prozent, getragen von Halbleiterwerten.

Diese regionale Stärke wirkt sich direkt auf den iShares-Fonds aus. Er hält bedeutende Positionen in asiatischen Auftragsfertigern und Speicherherstellern, ergänzt um US-amerikanische Chipdesigner.

Earnings-Woche als Taktgeber

Die Erholung fällt in eine Phase erhöhter Unsicherheit. Neue US-Zölle gegenüber Kanada und Spannungen im Nahen Osten belasten die Stimmung zusätzlich. Am Montag waren die Kurse noch unter dem Eindruck steigender Spannungen zwischen den USA und dem Iran gefallen.

Nvidia lieferte am Dienstag einen positiven Impuls. Die Aktie zog vor Handelsbeginn an, nachdem der KI-Chiphersteller eine Beteiligung am Neocloud-Anbieter Nebius bekanntgegeben hatte. Die Technologie-Euphorie half, Sorgen über Handelspolitik und den Iran-Konflikt zumindest teilweise auszugleichen.

Taiwan Semiconductor Manufacturing bleibt dabei der Wackelkandidat unter den Schwergewichten. Der Auftragsfertiger hatte Anfang des Monats starke Zahlen und eine angehobene Prognose für 2026 vorgelegt – die Aktie fiel dennoch um fast 7 Prozent. Anleger sorgen sich um steigende Investitionsausgaben und Margendruck, die das Umsatzwachstum überschatten. Diese Schwankungen bei TSMC waren in den vergangenen Wochen ein zentraler Belastungsfaktor für global aufgestellte Chip-Fonds wie diesen.

Volatilität bleibt hoch

Trotz des Kurssprungs am Dienstag zeigt sich: Die Nervosität im Sektor ist noch nicht verschwunden. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität des ETFs liegt bei 68,03 Prozent – ein Wert, der die heftigen Ausschläge seit dem Sommer-Ausverkauf widerspiegelt.

Der Fonds notiert weiterhin 17,31 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 21,52 Euro vom 22. Juni. Andere Chip-ETFs zeigten am Dienstag ein ähnliches Bild: Der iShares Semiconductor ETF legte um 2 Prozent zu, der VanEck Semiconductor ETF folgte einem vergleichbaren Erholungsmuster. Das unterstreicht, wie eng globale Chip-Positionen mittlerweile über verschiedene Fondsanbieter hinweg korreliert sind.

Die kommenden Tage dürften über die weitere Richtung entscheiden. Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass sowohl der Nasdaq-100 als auch der Philadelphia Semiconductor Index überverkauft sind. Ob die Erholung trägt, hängt maßgeblich davon ab, welche Signale die Großkonzerne bei ihren Investitionsausgaben und ihrer Nachfrage-Einschätzung in dieser Woche senden.

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