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iShares High Yield ETF: Milliarden-Abflüsse

14.03.2026 - 06:03:53 | boerse-global.de

Geopolitische Spannungen und Zinserwartungen führen zu massiven Abflüssen aus US-Hochzinsfonds. Die Renditen steigen, während Investoren auf die Fed-Entscheidung warten.

iShares High Yield ETF: Milliarden-Abflüsse - Foto: über boerse-global.de
iShares High Yield ETF: Milliarden-Abflüsse - Foto: über boerse-global.de

Der Markt für US-Hochzinsanleihen steht unter Stress. In der Woche bis zum gestrigen Freitag flossen rund 1,65 Milliarden US-Dollar aus entsprechenden Fonds ab – das ist der höchste Wert seit vergangenem Oktober. Vor allem die Eskalation im Nahen Osten sorgt dafür, dass Investoren Sicherheit suchen und riskantere Kreditpapiere meiden.

Geopolitik und Zinsen belasten

Die Unsicherheit spiegelt sich direkt in den Kursen wider. Steigende Energiepreise und die geopolitische Lage dämpfen den Appetit auf Anleihen von Unternehmen mit geringerer Bonität. Parallel dazu kletterte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf 4,28 Prozent, was den Druck auf festverzinsliche Wertpapiere zusätzlich erhöht.

Der iShares Broad $ High Yield Corp Bond UCITS ETF, der den ICE BofAML US High Yield Constrained Index abbildet, weist aktuell eine durchschnittliche Endfälligkeitsrendite von etwa 6,84 Prozent auf. Damit spiegelt der Fonds die allgemeine Verschiebung der Renditekurve nach oben wider.

Struktur und Kosten im Fokus

Trotz der Marktturbulenzen bleibt das Instrument für viele Marktteilnehmer aufgrund seiner Kostenstruktur relevant. Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,20 Prozent pro Jahr bietet der ETF einen effizienten Zugang zum US-Hochzinsmarkt. Durch ein optimiertes Sampling-Verfahren hält der Fonds über 1.900 Einzelpositionen.

Ein wesentliches Merkmal des zugrunde liegenden Index ist die Kappungsgrenze von zwei Prozent pro Emittent. Diese Regelung verhindert Klumpenrisiken und sorgt für Liquidität in einem Marktsegment, das in Phasen allgemeiner Risikoaversion oft vor Herausforderungen steht.

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Blick auf die US-Notenbank

Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den kommenden Mittwoch. Am 18. März 2026 wird die US-Notenbank Federal Reserve ihre nächste Zinsentscheidung bekannt geben. Zwar wird allgemein erwartet, dass die Zinsen in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent stabil bleiben, doch die aktualisierten Wirtschaftsprognosen der Notenbanker gelten als entscheidender Wegweiser.

Besonders der sogenannte „Dot Plot“ und die Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell stehen im Fokus. Da die energiegetriebene Inflation den Spielraum für Zinssenkungen einschränkt, preisen Anleger für das laufende Jahr 2026 bereits einen vorsichtigeren Kurs der Währungshüter ein. Davon wird maßgeblich abhängen, wie sich die Risikoaufschläge für Hochzinsanleihen im zweiten Quartal entwickeln.

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