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iShares Global Clean Energy ETF: 7,71 Prozent Einbruch nach US-Arbeitsmarktdaten

06.06.2026 - 13:25:02 | boerse-global.de

Starke US-Arbeitsmarktdaten lösen Zinsängste aus und lassen den iShares Global Clean Energy ETF um 7,7 Prozent einbrechen.

iShares Clean Energy ETF: Schwerer Einbruch nach US-Jobdaten
Global - Ein zersplitterter Bildschirm mit einem roten, nach unten zeigenden Pfeil vor verschwommenen Solarpanels und Windturbinen, der einen Rückgang des Clean Energy ETF symbolisiert. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der iShares Global Clean Energy ETF hat am Freitag eine schwere Woche mit einem heftigen Schlusspunkt beendet. Der Kurs fiel um 7,71 Prozent auf 21,32 US-Dollar. Über die gesamte Woche summiert sich das Minus auf 9,55 Prozent. Auslöser ist ein Arbeitsmarktbericht, der fast doppelt so stark ausfiel wie erwartet.

Starkes Signal der Fed – und ein harter Tag für Wachstumswerte

Die US-Wirtschaft schuf im Mai 172.000 neue Stellen. Ökonomen hatten nur mit der Hälfte gerechnet. Die Folge: An den Märkten keimten sofort neue Zinsängste auf. Statt auf baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve setzen Anleger plötzlich auf weitere Straffungen.

Das traf besonders zinssensible Wachstumssektoren. Der Nasdaq verzeichnete seinen schwersten Tagesverlust seit April 2025. Auch die Technologie- und Halbleiterwerte gaben massiv nach. Die Verluste griffen auf den gesamten Bereich der Erneuerbaren Energien über. Viele Unternehmen dort leiden unter steigenden Kapitalkosten.

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Einzelwerte im freien Fall

Innerhalb des Clean-Energy-Kosmos fielen die Verluste besonders heftig aus. Enphase Energy verlor am Freitag 14,5 Prozent. NuScale Power gab sogar 12,6 Prozent nach. Weltweit vernichtete die Verkaufswelle bei Technologie- und KI-Werten über eine Billion Dollar Marktkapitalisierung.

Anleger flüchteten indes in defensive Sektoren: Versorger, Basiskonsumgüter und Gesundheitswerte legten zu. Der Clean-Energy-Sektor mit seiner höheren Volatilität fand dagegen keinen Halt in der breiten Risikoscheu.

Technische Signale uneindeutig

Die annualisierte 30-Tage-Volatilität des ETFs liegt bei 39,61 Prozent. Das ist ein hohes Niveau. Der RSI von 48,1 Punkten deutet auf eine neutrale Zone hin – weder überkauft noch überverkauft. Über die letzten 30 Tage steht der ETF praktisch bei null Veränderung. Die jüngste Wochenperformance zeigt jedoch, wie empfindlich der Sektor auf makroökonomische Verschiebungen reagiert. Ob die Talsohle erreicht ist, hängt vor allem von der weiteren Entwicklung der US-Konjunkturdaten ab.

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