China, ETF

iShares EM ex China ETF: 4,20% Erholung nach Wochensturz

11.06.2026 - 21:05:01 | boerse-global.de

Trotz Wochenverlusten investieren Großanleger gezielt in den Ex-China-ETF. Technologiewerte aus Taiwan und Südkorea treiben die Erholung an.

Emerging Markets ohne China: Starke Käufe trotz Kursrutsch
China - Geschäftsleute aus verschiedenen Schwellenländern betrachten einen sich erholenden Aktienchart, der eine moderate Erholung anzeigt. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Märkte für Schwellenländer befinden sich im Zwiespalt. Während die iShares MSCI Emerging Markets ex China ETF am Donnerstag mit 98,14 USD und einem Tagesplus von 4,20 Prozent von einer kräftigen Erholung zehrte, steht das Papier auf Wochensicht deutlich unter Druck — minus 3,48 Prozent in sieben Tagen.

Der Grund für die Volatilität: Investoren sortieren sich neu. Fonds fließen um, geopologische Risiken belasten, die Zinsaussichten bleiben unklar.

Institutionelle Investoren handeln gegensätzlich

Aktuelle Pflichtmitteilungen zeigen ein gemischtes Bild. Myriad Asset Management Advisors LLC akquirierte 478.308 Anteile. Die Position ist nun das zweitgrößte Investment der Firma — 10,7 Prozent des gesamten Portfolios liegen in diesem ETF.

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Andere Anleger gehen einen anderen Weg. Hughes Financial Services verkaufte im vierten Quartal 27.438 Anteile und reduzierte das Engagement auf 51,59 Millionen USD. Ein Minus von 3,7 Prozent. Gleichzeitig stieg etwa Financiere des Professionnels Fonds d investissement inc. neu ein — Volumen: rund 6,69 Millionen Dollar.

Die gemischte Signale sind kein Wunder. Denn der ETF schließt gezielt chinesische Werte aus. Das verändert sein Risikoprofil grundlegend.

Konzentration auf Taiwan, Südkorea und Indien

Statt auf den gesamten MSCI-Emerging-Markets-Index setzt der Fonds auf Technologie-Titel aus Taiwan, Südkorea und Indien. Genau diese Konzentration macht den ETF aktuell attraktiv. Während der breite Index unter Kapitalabflüssen leidet — vor allem aufgrund geopolitischer Spannungen in Nahost und schwächelnder US-Konjunkturdaten —, bleibt die Ex-China-Variante vergleichsweise stabil.

Das Niveau bleibt aber verhalten. Der ETF notiert 5,80 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 104,19 US-Dollar. Das Rekordhoch wurde am 1. Juni erreicht. Mittlerweile liegt der RSI bei 53,3 — neutral, weder überkauft noch überverkauft.

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Fundamentaldaten als Gegengewicht

Zwischen März und Mai 2025 floss zuletzt Kapital aus den Schwellenländern ab. Die Abflüsse betrafen auch die Ex-China-Titel. Trotzdem halten viele Anleger an ihrer Überzeugung fest: Die Gewinnaussichten der Schwergewichte in der Index-Zusammensetzung — insbesondere Halbleiter- und Finanzwerte — sind intakt.

Die Richtung des ETF dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden. Drei Faktoren sind entscheidend: der US-Dollar, die Leitzinsentwicklung in den Kern-Schwellenländern und die Investitionsausgaben der Tech-Industrie.

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