IRS, Phishing-Angriffen

IRS warnt vor neuen Phishing-Angriffen mit 2000-Dollar-Mythos

06.02.2026 - 01:52:12

US-Steuerbehörde warnt vor einer neuen Betrugswelle, bei der Kriminelle mit einem erfundenen 2000-Dollar-Bonus sensible Daten abgreifen. Die Zahlung existiert nicht, die Bedrohung ist jedoch real.

Washington D.C. – Mit Beginn der Steuererklärungssaison 2026 warnt der US-Fiskus eindringlich vor einer neuen Woche raffinierter Phishing-Betrügereien. Kriminelle nutzen ein hartnäckiges Gerücht über eine angebliche Direktzahlung von 2000 Dollar, um sensible Daten ahnungsloser Steuerzahler zu stehlen.

Die Behörden stellen klar: Eine staatliche Zahlung in dieser Höhe existiert nicht. Das Gerücht sei eine Erfindung, die von unseriösen Online-Portalen und missverstandenen politischen Debatten aus dem Jahr 2025 befeuert werde. Die Betrüger nutzen die Aufmerksamkeit um diese nicht-existente Zahlung für eine Flut gefälschter E-Mails, SMS und Social-Media-Posts. Die Bedrohung ist besonders akut, da Millionen Amerikaner ihre Steuererklärung für 2025 vorbereiten – eine Hochphase für Finanzbetrug.

So funktioniert der 2000-Dollar-Mythos

Die Beharrlichkeit des Gerüchts erklärt sich aus einer Mischung aus veralteten Informationen und geschickter Manipulation. Die Summe erinnert an frühere, echte Konjunkturhilfen, was die aktuellen Falschmeldungen für viele glaubwürdig erscheinen lässt. Auf Plattformen wie Facebook und YouTube kursieren Beiträge mit offiziell wirkenden IRS-Logos und KI-generierten Stimmen, die Authentizität vortäuschen.

Anzeige

Steuer- und Finanz-Phishing nutzt gefälschte Links, dringende Betreffzeilen und nachgeahmte Behördenseiten, um Kontodaten und Bankzugänge zu stehlen. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket erklärt in vier klaren Schritten, wie Sie verdächtige E-Mails, SMS und Social-Media-Nachrichten zuverlässig erkennen, Links prüfen und Beweise sichern. Enthalten sind praktische Checklisten für E-Mail, SMS und mobile Links sowie Formulierungsbeispiele zum Melden an Behörden. Anti-Phishing-Paket jetzt kostenlos herunterladen

Tatsächlich hat der Kongress kein entsprechendes Gesetz verabschiedet und das Finanzministerium keine Mittel bereitgestellt. Ohne diese Genehmigungen besitzt der IRS keine rechtliche Grundlage für solche Auszahlungen. Die Verwirrung wird durch separate, legitime Steuergutschriften wie die Earned Income Tax Credit noch verstärkt. Die Gerüchte sind rein spekulativ und werden aktiv für kriminelle Zwecke missbraucht.

Die Masche der Cyberkriminellen

Die Betrüger spielen mit der falschen Hoffnung auf die 2000 Dollar. Ihre Hauptmethode sind unaufgeforderte Nachrichten, in denen Empfänger ihre nicht-existente Zahlung „beanspruchen“ oder „verifizieren“ sollen. Diese Nachrichten erwecken oft mit drängenden Betreffzeilen wie „Aktion erforderlich für Ihre 2000-Dollar-Zahlung“ Dringlichkeit.

Die gefälschten Nachrichten enthalten Links zu Webseiten, die das offizielle IRS-Portal nachahmen. Dort werden Opfer aufgefordert, hochsensible Daten wie Sozialversicherungsnummern, Bankverbindungen und Passwörter einzugeben. Mit diesen Informationen begehen die Täter dann Identitätsdiebstahl, melden gefälschte Steuererklärungen an oder plündern Konten. Die Kampagnen werden immer raffinierter und nutzen offiziell wirkende Logos und Aktenzeichen.

Warnsignale: So erkennen Sie Steuerbetrug

Der IRS und Cybersicherheitsexperten betonen die klaren Kommunikationswege der Behörde. Der IRS kontaktiert Steuerzahler in erster Linie per physischer Post. Er bittet niemals per E-Mail, SMS oder Social Media um persönliche oder finanzielle Daten.

Steuerzahler sollten auf diese Alarmzeichen achten:
* Unaufgeforderte Kontaktaufnahme: Jede unerwartete Nachricht vom IRS zu einer Erstattung ist ein großes Warnsignal.
* Drohungen oder Versprechungen: Betrüger setzen auf Druck, drohen mit rechtlichen Schritten oder locken mit sofortigen hohen Erstattungen.
* Anfragen nach persönlichen Daten: Der IRS fragt niemals PINs, Passwörter oder detaillierte Finanzdaten per E-Mail oder SMS ab.
* Verdächtige Links und Anhänge: Klicken Sie keine Links in unaufgeforderten Nachrichten an. Ein Blick auf die Link-Adresse zeigt oft eine nicht-staatliche Webseite.
* Unübliche Zahlungsmethoden: Der IRS verlangt niemals Zahlung via Geschenkkarten, Überweisungen oder Kryptowährung.

Analyse: Eine riskante Steuersaison

Die aktuelle Steuererklärungssaison ist besonders heikel. KI-gestützte Tools ermöglichen Betrügern, überzeugende Deepfakes und gefälschte Inhalte zu erstellen. Laut einer Studie aus 2025 gab fast die Hälfte aller Amerikaner an, bereits betrügerische Nachrichten von angeblichen Steuerbehörden erhalten zu haben.

Der Erfolg des 2000-Dollar-Betrugs liegt in der Ausnutzung finanzieller Not. Für Familien und Senioren, die mit hohen Lebenshaltungskosten kämpfen, ist das Versprechen unerwarteten Geldes ein starker Köder, der die Vorsicht schwinden lässt. Die Täter verstehen diese Psychologie und passen ihre Kampagnen für maximale emotionale Wirkung an.

Ausblick: Wachsam bis zum 15. April

Mit näher rückendem Abgabetermin am 15. April wird die Häufigkeit solcher Betrugsversuche voraussichtlich zunehmen. Steuerzahler sollten äußerste Vorsicht walten lassen und sich ausschließlich auf offizielle Quellen verlassen. Die beste Anlaufstelle ist die offizielle Webseite IRS.gov, die man direkt im Browser aufrufen sollte.

Bei verdächtigen Nachrichten gilt: Nicht antworten, keine Links anklicken, keine Anhänge öffnen. Der IRS bittet darum, Phishing-Versuche per E-Mail an phishing@irs.gov weiterzuleiten. Eine Beschwerde bei der US-Handelsaufsicht FTC ist ebenfalls empfehlenswert. Nur mit Information und Wachsamkeit können Steuerzahler ihre Daten schützen und sicherstellen, dass ihre Erstattungen nicht in die Hände von Kriminellen gelangen.

Anzeige

PS: Gerade Seniorinnen und Senioren sowie stark belastete Haushalte sind häufiger Zielscheibe für solche Betrugsmaschen. Das Anti-Phishing-Paket erklärt die psychologischen Tricks der Täter, zeigt, wie Sie Absender und Links prüfen, und liefert Vorlagen zum sicheren Weiterleiten verdächtiger Nachrichten an Behörden. Ideal zum Teilen mit Familie und Bekannten, um gemeinsam geschützt zu bleiben. Jetzt Anti-Phishing-Guide kostenlos anfordern

@ boerse-global.de