Irland, Filmproduktionen

Irland lockt Filmproduktionen mit neuen Steueranreizen

07.04.2026 - 11:10:29 | boerse-global.de

Irlands Steuerbehörde konkretisiert Richtlinien für die Section 481-Förderung. Höhere Gutschriften für mittelgroße Kinofilme und neue Anreize für Dokumentationen und Visual Effects sollen den Boom der Branche fortsetzen.

Irland lockt Filmproduktionen mit neuen Steueranreizen - Foto: über boerse-global.de

Die irische Steuerbehörde hat die Richtlinien für ihre millionenschweren Filmförderungen aktualisiert. Die klaren Regeln für 2026 sollen vor allem mittelgroße Kinofilme und Dokumentationen beflügeln – und den Rekordboom der Branche weiter anheizen.

Rekordsummen und klare Regeln für 2026

Mit einem Rekord-Investitionsvolumen von 544 Millionen Euro im Jahr 2025 ist die irische Film- und Fernsehbranche auf einem Höhenflug. Jetzt schafft die Steuerbehörde mit finalisierten Richtlinien für die Section 481 Steuergutschrift Planungssicherheit für die neue Produktionssaison. Die Updates, die diese Woche veröffentlicht wurden, konkretisieren die Umsetzung mehrerer neuer Anreize. Dazu zählt die „Scéal Uplift“ genannte Förderung für mittelgroße Kinofilme. Ziel ist es, Irlands Position als globaler Standort für High-End-Produktionen zu festigen und gleichzeitig die heimische Independent-Szene zu stärken.

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40 Prozent Förderung für mittelgroße Kinofilme

Herzstück der Neuerungen ist die „Scéal Uplift“. Sie bietet eine erhöhte Steuergutschrift von 40 Prozent für Spielfilmprojekte mit förderfähigen Ausgaben unter 20 Millionen Euro. Das sind acht Prozentpunkte mehr als der Standardsatz von 32 Prozent. Doch die Förderung ist an Bedingungen geknüpft: Der Film muss für den Kinostart produziert werden und in mindestens einer Schlüsselposition – etwa Regie, Kamera oder Drehbuch – mit einer Person aus Irland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum besetzt sein.

Branchenkenner sehen darin eine strategische Antwort auf steigende Produktionskosten. Die nun vorliegende Klarstellung soll Produzenten helfen, Finanzierungsrunden abzuschließen und so einen Schub für mittelgroße Projekte in der zweiten Jahreshälfte 2026 auslösen.

Neue Chancen für Dokumentationen und Visual Effects

Neben Spielfilmen werden nun auch unscripted Produktionen wie Dokumentationen und Reality-TV gefördert. Der entsprechende Steuervorteil von 20 Prozent ist seit Januar 2026 in Kraft und auf maximal 15 Millionen Euro pro Projekt gedeckelt. Die Mindestausgaben liegen bei 250.000 Euro Gesamtkosten, wovon die Hälfte in Irland anfallen muss.

Ebenfalls in den Startlöchern steht ein spezieller Anreiz für Visual Effects (VFX). Ab 2026 können Produktionen, die mindestens eine Million Euro für VFX-Arbeiten in Irland ausgeben, dafür eine Gutschrift von 40 Prozent erhalten. Diese gezielten Förderungen zeigen einen differenzierten industriepolitischen Ansatz: Hochwertige Nischen wie VFX werden ebenso gestärkt wie bisher unterrepräsentierte Formate.

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Nachhaltigkeit und regionale Verteilung als Zukunftsthemen

Mit dem Wachstum rücken auch Compliance und Nachhaltigkeit in den Fokus. Die aktualisierten Richtlinien betonen den „Industry Development Test“. Produktionsfirmen müssen darlegen, wie ihr Projekt zur Entwicklung des irischen AV-Sektors beiträgt – etwa durch Ausbildungsinitiativen oder die Förderung von Diversität. Auch grüne Produktionspraktiken werden immer öfter zur Förderbedingung.

Die derzeitigen Steueranreize sind bis mindestens Ende 2028 von der EU-Kommission genehmigt. Diese langfristige Sicherheit ist ein entscheidender Standortvorteil für aufwändige Serien und internationale Großproduktionen. Die aktuelle Produktionsliste für 2026 umfasst bereits 87 Projekte. Die nächste große Debatte dürfte die regionale Verteilung der Fördermittel sein. Während der Großteil der Produktionen im Raum Dublin-Wicklow angesiedelt ist, wächst der politische Druck, Anreize für andere Landesteile wie Munster oder Connacht zu schaffen, um die wirtschaftlichen Vorteile gerechter zu verteilen.

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