iPhone: Fünf Datenschutz-Einstellungen, die jeder Nutzer prüfen sollte
23.01.2026 - 21:43:12
Anlässlich des europäischen Datenschutztags richten sich die Blicke auf die Privatsphäre-Einstellungen im iPhone. Apple genießt zwar einen guten Ruf beim Datenschutz, doch die Standardkonfiguration bietet nicht das maximale Schutzniveau. Mit wenigen gezielten Anpassungen in den Einstellungen können Nutzer ihre digitale Privatsphäre deutlich stärken. Besonders für Neueinsteiger ist die Vielzahl an Optionen oft überwältigend. Der Fokus auf fünf zentrale Bereiche schafft eine solide Basis.
App-Berechtigungen: Die Kontrolle über sensible Daten zurückgewinnen
Die wahrscheinlich mächtigste Datenschutzfunktion des iPhones ist die granulare Kontrolle über App-Berechtigungen. Unter „Datenschutz & Sicherheit“ findet sich eine zentrale Übersicht aller Apps, die Zugriff auf sensible Daten wie Standort, Kontakte, Fotos, Mikrofon oder Kamera anfordern. Eine regelmäßige Überprüfung dieser Liste ist essenziell.
Die Empfehlung lautet: Standortzugriff sollte nur „Bei Verwendung der App“ und nicht „Immer“ erteilt werden – es sei denn, es ist absolut notwendig. Für Apps ohne klaren Grund für eine Standortermittlung, wie einfache Spiele oder Texteditoren, ist „Nie“ die richtige Wahl. Gleiches gilt für Mikrofon und Kamera: Werden sie für die Kernfunktion der App nicht benötigt, sollte der Zugriff entzogen werden. So verhindern Nutzer, dass Apps im Hintergrund unerkannt Daten sammeln.
Apple-Fachchinesisch macht Ihnen das Leben schwer? Dieses Gratis-iPhone-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe in klaren Worten – inklusive Aussprachehilfen und kurzen Erläuterungen zu Einstellungen wie App-Berechtigungen, App-Tracking, App Privacy Report und Diebstahlschutz. Mit praktischen Tipps und Schritt-für-Schritt-Hinweisen finden Einsteiger schneller die passenden Optionen und schützen die eigene Privatsphäre ohne Rätselraten. Lieferung als PDF direkt in Ihr Postfach. In 10 Minuten iPhone-Sprache verstehen – Lexikon jetzt gratis anfordern
App-Tracking: Die Werbeindustrie ausbremsen
Eine Schlüsselfunktion neuerer iOS-Versionen ist die App-Tracking-Transparenz. Sie zwingt Apps, explizit um Erlaubnis zu bitten, bevor sie Nutzeraktivitäten über Apps und Websites anderer Unternehmen hinweg verfolgen dürfen. Diesen Prompt kann man direkt ablehnen.
Die globale Steuerung erfolgt unter „Einstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „Tracking“. Hier lässt sich der Schalter „Apps erlauben, um Tracking zu bitten“ komplett deaktivieren. Bleibt er aktiv, zeigt eine Liste alle Apps an, die Tracking beantragt haben – und erlaubt eine individuelle Freigabe oder Sperre. Diese eine Einstellung schränkt die Fähigkeit von Datenbrokern massiv ein, detaillierte Profile für personalisierte Werbung zu erstellen.
App Privacy Report: Verborgene Datensammler aufdecken
Für tiefere Einblicke in das Verhalten von Apps ist der App Privacy Report ein unverzichtbares Werkzeug. Einmal aktiviert, protokolliert er sieben Tage lang, wie oft Apps auf private Daten wie Standort, Fotos, Kamera oder Mikrofon zugreifen. Der Report zeigt auch, mit welchen Web-Domänen Apps kommunizieren – und deckt so potenziellen Drittanbieter-Datenaustausch auf.
Aktiviert wird er unter „Einstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „App Privacy Report“. Die Auswertung nach einiger Nutzung kann Augen öffnen: Kontaktiert ein simples Spiel zahlreiche unbekannte Domains? Dann ist eine Überprüfung der Berechtigungen oder sogar eine Deinstallation ratsam.
Stolen Device Protection: Der Schutz bei Diebstahl
Eine kritische Sicherheitsfunktion, die jeder iPhone-Nutzer aktivieren sollte, ist der Diebstahlschutz. Eingeführt mit iOS 17.3, fügt sie eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, falls das Gerät gestohlen wird und der Dieb auch die Geräte-PIN kennt. An unbekannten Orten erfordert sie für sensible Aktionen – wie das Ändern des Apple-ID-Passworts – eine biometrische Authentifizierung per Face ID oder Touch ID.
Für besonders kritische Änderungen gilt zudem eine einstündige Sicherheitsverzögerung. Aktiviert wird der Schutz unter „Einstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „Diebstahlschutz“. Trotz ihrer Bedeutung hat ein signifikanter Teil der Nutzer diese Funktion noch nicht eingeschaltet.
Safari: Privates Surfen im Netz absichern
Der Webbrowser ist ein Haupttor zum Internet. Safari bietet unter „Einstellungen“ wichtige Datenschutz-Optionen. Zwei der effektivsten sind „Website-übergreifendes Tracking verhindern“ und „IP-Adresse verbergen“.
Die erste Option limitiert die Fähigkeit von Werbetreibenden, Nutzer über verschiedene Websites hinweg zu verfolgen. Die zweite maskiert die persönliche IP-Adresse vor bekannten Trackern. Für noch mehr Privatsphäre kann zudem Face ID oder Touch ID zum Öffnen privater Tabs erforderlich gemacht werden. Diese Einstellungen schaffen ein deutlich sichereres Surf-Erlebnis.
Ein grundlegender Schritt für die Sicherheit bleibt jedoch: das Betriebssystem aktuell zu halten. Software-Updates schließen regelmäßig kritische Sicherheitslücken, die sonst ausgenutzt werden könnten.
PS: Sie wollen Ihre Privatsphäre auf dem iPhone sofort verbessern? Das kostenlose iPhone-Lexikon liefert nicht nur die wichtigsten Begriffs-Erklärungen, sondern auch konkrete, praxisnahe Hinweise zu App-Berechtigungen, Safari-Privatsphäre und dem App Privacy Report. Ideal als Nachschlagewerk beim Durchgehen der Einstellungen – leicht verständlich und ohne Fachchinesisch. Über 455 Leser bewerten das Lexikon mit 4,7/5. Jetzt kostenloses iPhone-Lexikon sichern

