Intuit Aktie: Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic
26.05.2026 - 05:57:40 | boerse-global.deIntuit verzeichnet starke Quartalszahlen und hebt die Prognose an. Doch die Börse reagiert mit einem heftigen Ausverkauf. Was steckt hinter der Diskrepanz?
Das Softwareunternehmen baut weltweit rund 17 Prozent der Stellen ab. Betroffen sind etwa 3.000 Mitarbeiter, allein in Kalifornien und Nevada 655 Beschäftigte. Auch die Tochter Credit Karma muss 117 Stellen in Oakland streichen. Die Standorte Reno und Woodland Hills werden geschlossen.
CEO Sasan Goodarzi begründet den Schritt mit einer strategischen Neuausrichtung. Das Unternehmen setzt künftig noch stärker auf Künstliche Intelligenz. Komplexität solle reduziert werden, um schneller zu wachsen.
KI-Offensive mit OpenAI und Anthropic
Intuit geht dazu Partnerschaften mit den führenden KI-Entwicklern OpenAI und Anthropic ein. Genutzt wird unter anderem das Claude Agent SDK. Ziel ist es, Produkte wie TurboTax Live und QuickBooks tiefer mit KI zu durchdringen.
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Ab August soll ein verbrauchsabhängiges Preismodell für KI-Dienste eingeführt werden. Das dürfte neue Umsatzpotenziale erschließen.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Im dritten Fiskalquartal erzielte Intuit einen Umsatz von rund 8,5 Milliarden Dollar. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 12,80 Dollar über den Erwartungen.
Für das Gesamtjahr 2026 hebt das Unternehmen die Prognose an. Der Umsatz soll zwischen 21,34 und 21,37 Milliarden Dollar liegen, das bereinigte Ergebnis je Aktie zwischen 23,80 und 23,85 Dollar. Einmalige Restrukturierungskosten von 300 bis 340 Millionen Dollar sind einkalkuliert.
Der Markt quittierte die Ankündigung zunächst mit einem Kursrutsch von fast fünf Prozent. Seitdem hat sich die Abwärtsbewegung beschleunigt. Insgesamt verlor die Aktie über 20 Prozent. Gestern schloss sie bei 275,50 Euro. Das sind knapp 49 Prozent weniger als zu Jahresbeginn und 57 Prozent unter dem Niveau von vor zwölf Monaten.
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Parallel zum Stellenabbau schloss Intuit ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm über 12,57 Milliarden Dollar ab. Auch die Dividende wurde um 15 Prozent auf 4,80 Dollar je Aktie angehoben.
Ob der Ausverkauf an den Märkten damit bereits eingepreist ist, bleibt vorerst offen. Die erhöhte Prognose spricht für Zuversicht im Management. Die KI-Wende braucht jedoch Zeit – und Zeit kostet an der Börse Vertrauen. Mit 275,50 Euro notiert die Aktie nur gut vier Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief.
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