Intesa, Sanpaolo

Intesa Sanpaolo Aktie: 2,3-Milliarden-Rückkauf ab Juli

30.06.2026 - 20:58:29 | boerse-global.de

Die italienische Großbank leitet ein 2,3 Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm ein und treibt die Übernahme der Konkurrentin MPS voran.

Intesa Sanpaolo startet milliardenschweren Aktienrückkauf
Intesa - Abstrakte, atmosphärische Szene, die den europäischen Bankensektor darstellt, mit stabilen und zuversichtlichen Finanzen. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo bereitet einen milliardenschweren Aktienrückkauf vor. Die Papiere legten am Dienstag um 2,12 Prozent auf 6,02 Euro zu. Knapp vier Prozent fehlen noch zum 52-Wochen-Hoch von 6,25 Euro.

Das von der EZB und den Aktionären im April genehmigte Programm startet Anfang Juli. Die Bank will bis zu 800 Millionen eigene Aktien zurückkaufen und anschließend einziehen. Das Volumen liegt bei 2,3 Milliarden Euro.

Der Rückkauf läuft über einen unabhängigen Vermittler an der Mailänder Börse. Die Bank hat den Kurs auf maximal zehn Prozent über dem Vortagesreferenzpreis begrenzt. Pro Handelstag sind maximal 25 Prozent des durchschnittlichen Mai-Volumens erlaubt — rund 13,57 Millionen Aktien. Das Programm soll bis Ende Oktober laufen, mit einer Pause im September für Mitarbeiteraktienpläne.

Mitarbeiter erhalten Aktien

Parallel zum Rückkauf startete Intesa die neuen Langfrist-Incentivprogramme LECOIP und PSP 2026–2029. Die Mitarbeiter erhalten 14,33 Millionen Gratisaktien und 14,07 Millionen Matching-Shares. Hinzu kommen 141,99 Millionen vergünstigte Aktien zur Zeichnung. Insgesamt umfassen die Kapitalerhöhungen rund 1,15 Prozent des Grundkapitals. Die CET1-Quote der Bank sinkt dadurch um 23 Basispunkte.

Wechsel im Vorstand

Paola Angeletti gibt ihren Posten als Chief Sustainability Officer auf — mit sofortiger Wirkung. CEO Carlo Messina übernimmt die Rolle interimistisch ab morgen. Angeletti bleibt Chefin des Innovationszentrums und der Tochter Siref.

Übernahme von MPS im Fokus

Intesa treibt parallel die geplante Übernahme der Monte dei Paschi di Siena voran. Die italienische Wettbewerbsbehörde bestätigte den Eingang des 30,6 Milliarden Euro schweren Dossiers. Eine erste Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.

Die Transaktion sieht vor, 635 Filialen von MPS an Unipol zu übertragen, die dann in die BPER integriert werden sollen. Unipol hat für Ende Juli eine außerordentliche Hauptversammlung angesetzt. Dort soll eine 2,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme beschlossen werden.

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