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Intesa Sanpaolo: 73,11 Millionen Aktien zurückgekauft

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 03:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach der Ablehnung des Milliardenangebots durch MPS fokussiert sich Intesa Sanpaolo auf Aktienrückkäufe und starke Analystenbewertungen.

Intesa Sanpaolo: Aktienrückkauf trotz gescheiterter MPS-Übernahme
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Nach der formellen Ablehnung der milliardenschweren Übernahmeofferte durch den Konkurrenten Monte dei Paschi di Siena (MPS) rückt bei Intesa Sanpaolo wieder das operative Geschäft und die Kapitalrückführung in den Fokus. Während der Verwaltungsrat von MPS das Gebot über 30,6 Milliarden Euro als zu niedrig zurückwies, zeigen sich Analysten unbeeindruckt und verweisen auf die fundamentale Stärke des italienischen Branchenführers. Am Dienstag schloss die Aktie bei 6,38 Euro und notiert damit lediglich 0,28 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,39 Euro.

Widerstand bei Übernahmeplänen für Monte dei Paschi

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat das Board von MPS das unaufgeforderte Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo am 16. Juli 2026 offiziell abgelehnt. Zur Begründung hieß es, die Prämie von 12,5 Prozent liege deutlich unter dem Marktdurchschnitt von rund 30 Prozent. Zudem stufte MPS die prognostizierten Synergien in Höhe von 2,9 Milliarden Euro als zu hoch gegriffen ein.

Um wettbewerbsrechtliche Bedenken im Falle einer Fusion auszuräumen, hatte Intesa Sanpaolo bereits die Veräußerung von etwa 635 Filialen an Unipol und BPER in Aussicht gestellt. Da MPS nun jedoch alternative Fusionsgespräche mit der Banco BPM prüft, bleibt die weitere Entwicklung bis zur Veröffentlichung der Halbjahreszahlen von MPS am 6. August abzuwarten. Die Aktionäre von Intesa Sanpaolo sollen am 10. September auf einer Hauptversammlung über die Strategie beraten.

Fortschritte beim milliardenschweren Aktienrückkauf

Parallel zu den M&A-Aktivitäten treibt die Bank ihr Kapitalrückführungsprogramm voran. Im Zeitraum vom 13. bis zum 17. Juli 2026 erwarb das Institut über den Vermittler BNP Paribas weitere 36,724 Millionen eigene Aktien. Dies entspricht etwa 0,21 Prozent des Grundkapitals. Der Durchschnittspreis lag bei 6,3160 Euro pro Aktie, was einem Gegenwert von rund 231,95 Millionen Euro entspricht.

Seit dem Start des Programms am 6. Juli hat Intesa Sanpaolo damit bereits 73,11 Millionen Aktien zurückgekauft. Insgesamt wurden bisher 457,63 Millionen Euro investiert, womit rund 0,41 Prozent des Kapitals eingezogen wurden. Ziel der Maßnahme ist die Annullierung der Anteile, um den Gewinn pro Aktie für die verbleibenden Anteilseigner zu steigern.

Positive Analystenbewertungen und technologische Vorreiterrolle

Trotz der Unruhe um die MPS-Offerte bewerten Experten die Aussichten der Bank optimistisch. Die Analysten von Jefferies stufen den Wert weiterhin mit „Buy“ und einem Kursziel von 7,20 Euro ein. Sie erwarten für das zweite Quartal 2026 starke Ergebnisse der italienischen Banken mit einem Anstieg der Nettozinserträge um 3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei Intesa Sanpaolo dürfte sich zudem die Neubewertung der Beteiligung am Raumfahrtunternehmen SpaceX positiv im Handelsergebnis niederschlagen.

Zusätzlich stärkt das Institut seine Marktposition durch Innovationen und Auszeichnungen. Die Investmentbanking-Sparte IMI CIB unter Leitung von Mauro Micillo wurde von Euromoney als beste Investmentbank Italiens des Jahres 2026 geehrt. Darüber hinaus wurde die Digitaltochter Isybank von der Europäischen Zentralbank als einer von 36 Zahlungsdienstleistern für das Pilotprojekt des digitalen Euro ausgewählt, das ab der zweiten Jahreshälfte 2027 getestet werden soll. Auch im Bereich der Nachhaltigkeit setzt die Bank Akzente und unterstützt etwa das Unternehmen Maniva S.p.A. mit einem Kredit über 8 Millionen Euro bei Investitionen in Kreislaufwirtschaft und Photovoltaik.

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