Intervallfasten: Erfolg liegt wohl an Kalorien, nicht am Timing
13.02.2026 - 01:19:11Intervallfasten bleibt populär, doch eine neue Studie stellt seine Wirkung infrage. Deutsche Forschende fanden heraus: Die gesundheitlichen Vorteile verschwinden, wenn die Kalorienmenge gleich bleibt. Steht die beliebte Methode vor einem Imageverlust?
Die jüngste ChronoFast-Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und der Charité Berlin liefert ernüchternde Ergebnisse. Bei übergewichtigen Probandinnen zeigten sich nach zwei Wochen Intervallfasten keine relevanten Verbesserungen bei Blutzucker oder Entzündungswerten – solange die Energiezufuhr konstant blieb.
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Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Der entscheidende Faktor für Gewichtsverlust und Stoffwechselgesundheit ist die reine Energiebilanz. Das Fastenfenster selbst scheint weniger wichtig zu sein als bisher angenommen.
Wie Intervallfasten wirklich funktioniert
Die Methode ist simpel: Phasen des Essens wechseln sich mit Phasen des Fastens ab. Die populärsten Modelle sind:
* 16:8-Methode: Acht Stunden Essen, 16 Stunden Fasten pro Tag.
* 5:2-Diät: An fünf Tagen normal essen, an zwei Tagen die Kalorien stark reduzieren.
Der große Vorteil für viele Anwender: Der strukturierte Rhythmus hilft oft unbewusst, insgesamt weniger Kalorien zu sich zu nehmen. Das ist laut der neuen Studie wohl der eigentliche Grund für den Erfolg – und nicht das Timing der Mahlzeiten.
Für wen ist die Methode riskant?
Auch wenn Intervallfasten für gesunde Erwachsene als unbedenklich gilt, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestimmte Gruppen ausdrücklich davor:
* Kinder und Jugendliche
* Schwangere und Stillende
* Menschen mit Essstörungen oder bestimmten Vorerkrankungen
Eine Studie an Mäusen lieferte einen alarmierenden Hinweis: Bei Heranwachsenden könnte Intervallfasten die Entwicklung insulinproduzierender Zellen stören und den Stoffwechsel langfristig schädigen. Die Übertragbarkeit auf Menschen ist zwar unklar, doch Experten raten zur Vorsicht.
Der Weg zum dauerhaften Abnehmerfolg
Die neue Forschung entzaubert Intervallfasten nicht komplett. Es bleibt ein praktisches Werkzeug, um ein Kaloriendefizit zu erreichen. Der feste Essensrhythmus kann ein besseres Gefühl für Hunger und Sättigung schaffen.
Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist aber nicht die gewählte Diätform, sondern eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung, die sich dauerhaft durchhalten lässt. Die DGE sieht in Intervallfasten vor allem einen möglichen Einstieg in eine bewusstere Ernährung – weniger eine Dauerlösung.
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