International Trauma Questionnaire wird zum globalen Standard
18.02.2026 - 08:50:04 | boerse-global.deEine Welle neuer Studien bestigt den International Trauma Questionnaire (ITQ) als führendes Diagnose-Tool. Der Fragebogen erfasst präzise posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und die komplexe PTBS (kPTBS) nach den aktuellen WHO-Kriterien.
Die jüngsten Validierungsstudien aus verschiedenen Ländern belegen: Der ITQ ist nicht nur zuverlässig, sondern funktioniert auch kulturübergreifend. Das festigt seinen Status als Schlüsselinstrument für Klinik und Forschung weltweit.
Der ITQ bildet die Diagnosekriterien der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) ab. Er gliedert sich in zwei Hauptteile:
* PTBS-Symptome: Hier werden Wiedererleben, Vermeidung und ein anhaltendes Gefühl der Bedrohung abgefragt.
* Störungen der Selbstorganisation (DSO): Dieser Teil erfasst Probleme in der Affektregulation, ein negatives Selbstbild und Beziehungsschwierigkeiten ? die Kernmerkmale einer kPTBS.
Zusätzlich bewerten Patienten, wie sehr die Symptome ihr Alltagsleben beeinträchtigen. Ein Wert von 2 oder höher auf der fünfstufigen Skala deutet auf ein klinisch relevantes Symptom hin.
Forschung belegt: Exzellente Messgenauigkeit
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Konfirmatorische Faktoranalysen bestätigen die theoretische Struktur des Fragebogens. Die interne Konsistenz ist herausragend hoch ? ein Zeichen für die Zuverlässigkeit des Instruments.
Besonders wertvoll für Therapeuten ist die Differenzierungsfähigkeit. Der ITQ kann klar zwischen den Symptomprofilen von PTBS und kPTBS unterscheiden. Studien zeigen:
* PTBS-Symptome korrelieren stärker mit Angststörungen.
* DSO-Symptome hängen eng mit negativen Überzeugungen und schweren Depressionen zusammen.
Diese Unterscheidung ist die Grundlage für eine passgenaue Therapieplanung.
Ein Fragebogen für die ganze Welt
Ein großer Vorteil des ITQ ist seine globale Anwendbarkeit. Er wurde bereits in über 30 Sprachen übersetzt und validiert ? von Chile über den Iran bis China. Jüngste Studien belegen seine robusten psychometrischen Eigenschaften auch in nicht-westlichen Kulturen.
Für den deutschsprachigen Raum liegt eine umfassende Validierung vor. Die deutsche Version ist dem englischen Original in ihrer Qualität ebenbürtig. Diese Standardisierung macht Forschungsergebnisse international vergleichbar und verbessert die klinische Versorgung weltweit.
Paradigmenwechsel in der Traumadiagnostik
Die Einführung der kPTBS in der ICD-11 und der dazugehörige ITQ markieren einen Wendepunkt. Komplexe Traumafolgestörungen, etwa nach wiederholter Gewalt in der Kindheit, wurden zuvor oft nicht präzise erfasst.
Der ITQ schließt diese Lücke. Er ist ein zeitökonomisches Werkzeug für Screening, Diagnose und Therapieverlauf. Studien zeigen, dass er sensibel auf Behandlungserfolge reagiert. Therapeuten können ihre Ansätze nun gezielter auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Patienten abstimmen.
Was kommt als Nächstes?
Die Forschung geht weiter. Aktuelle Schwerpunkte sind:
* Die Entwicklung von Versionen für Kinder und Jugendliche (ITQ-CA).
* Die Erprobung von Fremdbeurteilungsversionen für Betreuungspersonen.
* Die Integration sogenannter ?klinischer Überprüfungen?, um die Genauigkeit der Selbsteinschätzung zu erhöhen.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung soll sicherstellen, dass der ITQ ein präzises Instrument für die Hilfe von Trauma-Überlebenden bleibt.
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