IBM Corp., US4592001014

International Business Machines Corporation-Aktie (US4592001014): IBM forciert KI- und Cloud-Offensive

19.05.2026 - 07:15:05 | ad-hoc-news.de

IBM rückt mit neuen KI- und Cloud-Angeboten wieder stärker in den Fokus. Aktuell profitiert die International Business Machines Corporation von der hohen Nachfrage nach hybrider Cloud und generativer KI, bleibt aber im Wettbewerb mit Hyperscalern und Softwareriesen gefordert.

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Die International Business Machines Corporation-Aktie steht erneut im Fokus, weil IBM den Ausbau seines KI- und Cloud-Geschäfts vorantreibt und damit versucht, das Wachstum nach Jahren der Transformation zu beschleunigen. Jüngste Produktankündigungen und Partnerschaften unterstreichen den strategischen Schwenk hin zu hybrider Cloud, Automatisierung und generativer KI, wie sie in aktuellen Berichten zu IBM hervorgehoben werden, etwa bei ad-hoc-news.de Stand 18.05.2026.

Im Aktienhandel notierte IBM zuletzt am Börsenplatz Stuttgart bei 190,86 Euro, was einem Tagesanstieg von rund 1,14 Prozent zum Schlusskurs vom 18.05.2026 entspricht, laut Daten von finanzen.net Stand 18.05.2026. Damit liegt der Kurs im Bereich der jüngsten Jahreshochs, während Marktbeobachter darauf achten, ob die neuen KI- und Cloud-Initiativen das Umsatzwachstum nachhaltig beschleunigen können.

Stand: 19.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: IBM
  • Sektor/Branche: IT-Dienstleistungen, Unternehmenssoftware, Cloud
  • Sitz/Land: Armonk, USA
  • Kernmärkte: Weltweit mit Fokus auf Nordamerika, Europa und Asien
  • Wichtige Umsatztreiber: Hybrid-Cloud-Plattform, Software, Consulting, Mainframe-Systeme, KI-Lösungen
  • Heimatbörse/Handelsplatz: New York Stock Exchange (Ticker IBM), Handel auch in Deutschland unter anderem in Frankfurt und Stuttgart
  • Handelswährung: US-Dollar an der Heimatbörse, Euro an deutschen Handelsplätzen

International Business Machines Corporation: Kerngeschäftsmodell

International Business Machines Corporation gehört zu den traditionsreichsten Technologiekonzernen der Welt und hat sich in den vergangenen Jahren von einem primär hardwaregetriebenen Anbieter hin zu einem Anbieter von Software, Cloud-Services und Beratungsleistungen entwickelt. Das Kerngeschäft beruht heute in erster Linie auf hybrider Cloud-Infrastruktur, Unternehmenssoftware, Datenmanagement und KI-basierten Lösungen, die insbesondere an Großkunden aus Unternehmen und dem öffentlichen Sektor adressiert sind. IBM verfolgt dabei das Ziel, kritische Workloads seiner Kunden sicher und skalierbar in Multi-Cloud-Umgebungen zu integrieren.

Das Unternehmen organisiert sein Geschäft in verschiedene Segmente, zu denen Software, Consulting und Infrastruktur gehören. Im Software-Bereich bündelt IBM unter anderem Middleware, Datenbanken, Security-Software und KI-Plattformen, die häufig als Abonnementmodell angeboten werden. Das Consulting-Segment unterstützt Kunden bei der digitalen Transformation, bei der Migration in die Cloud sowie bei der Implementierung von KI-gestützten Automatisierungslösungen. Die Infrastruktur-Sparte umfasst klassische Mainframe-Systeme, Speicherlösungen und entsprechende Wartungs- und Supportleistungen, die insbesondere bei banken- und versicherungsnahen Anwendungen mit hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen weiter gefragt sind.

In Unternehmensberichten betonte IBM in den letzten Jahren immer wieder, dass wiederkehrende Umsätze aus Software-Subskriptionen und Cloud-Services einen wachsenden Anteil am Gesamtumsatz ausmachen. So hob das Management im Rahmen früherer Quartalsberichte hervor, dass sich die Hybrid-Cloud-Umsätze seit der Übernahme von Red Hat dynamisch entwickelt haben, wie aus den veröffentlichten Quartalszahlen für 2023 und 2024 hervorging, die jeweils kurz nach den Berichtszeiträumen publiziert wurden, etwa im Januar und April der jeweiligen Folgejahre. Konkrete Zahlen variieren je Quartal, zeigen jedoch über mehrere Perioden hinweg einen Trend hin zu mehr Software- und Dienstleistungsumsätzen gegenüber klassischer Hardware.

Ein zentrales Element des Geschäftsmodells ist die enge Kundenbindung. Viele Großkunden nutzen IBM-Technologie seit Jahrzehnten, was den Konzern in eine starke Verhandlungsposition bringt, aber zugleich hohe Erwartungen an Stabilität, Sicherheit und Innovationsfähigkeit schafft. Der Aufbau von branchenspezifischen Lösungen, etwa für Finanzdienstleister, den Gesundheitssektor oder die Industrie, soll dafür sorgen, dass IBM im Wettbewerb um digitale Transformationsprojekte nicht nur als Technologieanbieter, sondern auch als strategischer Partner wahrgenommen wird. Die Kombination aus technischer Plattform und Beratungs-Know-how bildet somit das Fundament der langfristigen Strategie.

Für Anleger ist besonders relevant, dass IBM seit vielen Jahren eine verlässliche Dividendenpolitik verfolgt. Das Unternehmen weist eine lange Historie regelmäßiger Ausschüttungen auf, die in den Geschäfts- und Quartalsberichten rund um die jeweiligen Beschlüsse der Unternehmensgremien veröffentlicht werden. Diese Ausschüttungen stellen für einkommensorientierte Investoren einen wichtigen Bestandteil des Gesamtertrags dar, erhöhen aber im Gegenzug den Druck auf das Management, stabile Cashflows zu erwirtschaften und die Profitabilität laufend zu verbessern.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von International Business Machines Corporation

Zu den wichtigsten Umsatztreibern von International Business Machines Corporation zählt die Hybrid-Cloud-Plattform, die seit der Übernahme von Red Hat stark an Bedeutung gewonnen hat. IBM positioniert sich im Markt als Anbieter offener Lösungen, die den kombinierten Einsatz verschiedener Public-Cloud-Anbieter mit eigenen Rechenzentren der Kunden ermöglichen. Im Rahmen von Marktberichten zur Cloud-Branche, etwa von Analystenhäusern wie Gartner oder IDC, wurde in den vergangenen Jahren mehrfach darauf hingewiesen, dass hybride Ansätze für regulierte Branchen und Unternehmen mit komplexen Legacy-Systemen eine zentrale Rolle spielen. Davon profitiert IBM, da viele Bestandskunden ihre vorhandenen Systeme schrittweise in moderne Cloud-Architekturen integrieren.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist der Bereich Software und Datenplattformen. IBM entwickelt und vertreibt Lösungen für Datenanalyse, KI, Security und Automatisierung, die sich an Unternehmen richten, die große Datenmengen sicher verarbeiten und geschäftlich nutzbar machen wollen. Produkte im Umfeld von generativer KI und Large Language Models wurden in den letzten Quartalen verstärkt in den Vordergrund gestellt, was in aktuellen Übersichten zu IBM erneut aufgegriffen wird, etwa bei ad-hoc-news.de Stand 10.05.2026. Dort wird auf die Rolle von KI-Impulsen für die Wahrnehmung der IBM-Aktie durch den Markt hingewiesen.

Der Consulting-Bereich trägt ebenfalls wesentlich zu den Erlösen bei. IBM unterstützt Kunden bei der Planung und Umsetzung digitaler Transformationsprojekte, von der Modernisierung von Kernanwendungen bis hin zur Einführung von Automatisierungs- und KI-Lösungen in Geschäftsprozessen. Dieser Bereich gilt als relativ personalintensiv, bietet aber zugleich Chancen für margenstärkere Angebote, wenn Kunden komplexe, langfristige Projekte vergeben. In früheren Quartalsberichten wurde von IBM hervorgehoben, dass der Auftragsbestand im Consulting-Geschäft über mehrere Quartale hinweg solide geblieben ist, was einen gewissen Planungshorizont für künftige Umsätze eröffnet.

Trotz des Fokus auf Software und Dienstleistungen bleibt das Infrastrukturgeschäft ein stabilisierender Faktor. Insbesondere Mainframe-Systeme der jüngsten Generationen werden weiterhin von Banken, Versicherungen und staatlichen Einrichtungen genutzt, die Wert auf hohe Transaktionssicherheit und Verfügbarkeit legen. In Berichten zu Produktneuerungen wurde betont, dass die aktuellen Mainframe-Generationen stärker mit Cloud- und KI-Funktionen verzahnt sind, sodass sie in hybride IT-Landschaften eingebunden werden können. Dies erlaubt IBM, auch in einem reifen Segment zusätzliche Service- und Softwareerlöse zu generieren.

Ein nicht zu unterschätzender Treiber sind zudem Wartungs- und Supportverträge sowie langfristige Service-Agreements. Diese wiederkehrenden Erlöse sorgen für relativ stabile Cashflows, die in Kombination mit der Dividendenpolitik und möglichen Aktienrückkäufen für Anleger von Interesse sind. In verschiedenen Mitteilungen an die Aktionäre, die jeweils im Umfeld der Bekanntgabe von Quartalszahlen veröffentlicht wurden, stellte IBM wiederholt den Anteil dieser planbaren Erlöse heraus. Dadurch versucht das Unternehmen, die visuelle Wahrnehmung am Kapitalmarkt von einem früher stark zyklischen Hardwareanbieter hin zu einem berechenbareren Software- und Servicehaus zu verschieben.

Die strategische Bedeutung von KI zeigt sich auch daran, dass IBM laufend neue Partnerschaften und Kundenprojekte im Bereich generative KI und Automatisierung kommuniziert. Diese Ankündigungen werden häufig im Rahmen von Branchenveranstaltungen oder eigenen Events publik gemacht und sollen demonstrieren, dass die KI-Plattformen von IBM nicht nur im Labor, sondern in produktiven Unternehmensprozessen eingesetzt werden. Für die Umsatzentwicklung ist dabei entscheidend, inwieweit es gelingt, über Pilotprojekte hinaus zu skalieren und wiederkehrende Nutzungsentgelte zu etablieren, die sich in den kommenden Jahren in den Zahlen niederschlagen könnten.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

International Business Machines Corporation agiert in einem Marktumfeld, das von intensiver Konkurrenz und hoher Innovationsgeschwindigkeit geprägt ist. Im Cloud-Geschäft steht das Unternehmen im Wettbewerb mit Hyperscalern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud, die massiv in Infrastruktur und KI-Funktionen investieren. Zugleich konkurriert IBM im Softwarebereich mit Anbietern von Unternehmenssoftware und Datenplattformen. In Branchenanalysen zu Cloud und KI, etwa von IDC oder Gartner, wurde in den vergangenen Jahren betont, dass sich der Markt stark auf wenige große Plattformanbieter konzentriert, während etablierte IT-Konzerne wie IBM ihre Rolle über hybride Angebote und branchenspezifische Lösungen definieren.

Ein Vorteil von IBM liegt in der großen installierten Basis bei Unternehmenskunden und der tiefen Verankerung in regulierten Branchen, die hohe Anforderungen an Sicherheit und Compliance haben. Diese Kunden sind tendenziell weniger bereit, kritische Workloads vollständig in Public Clouds zu verlagern, was hybriden Modellen Auftrieb gibt. IBM versucht, diese Stärke durch offene Technologien, Container-Plattformen und umfassende Migrationsservices in Umsatzwachstum umzuwandeln. Die Herausforderung besteht darin, die Plattform so attraktiv zu gestalten, dass Unternehmen neue Workloads ausgerechnet auf IBM-Technologie aufsetzen und nicht ausschließlich auf Angebote der Hyperscaler setzen.

Im KI-Segment sieht sich IBM neben den Cloudriesen auch spezialisierten Anbietern und Open-Source-Modellen gegenüber. Während einige Wettbewerber vor allem auf große Sprachmodelle setzen, positioniert sich IBM stärker als Anbieter von KI-Lösungen für Unternehmen mit Fokus auf Governance, Datensicherheit und Integration in Geschäftsprozesse. In den vergangenen Jahren zeigte sich laut Branchenbeobachtern, dass viele Unternehmen zwar mit generativer KI experimentieren, aber Anforderungen an Datenschutz und Nachvollziehbarkeit besonders ernst nehmen. Dies eröffnet IBM Chancen, mit einem eher konservativen, auf Unternehmensanforderungen zugeschnittenen Ansatz zu punkten.

In den Beratungs- und Servicemärkten tritt IBM gegen globale Beratungshäuser und Systemintegratoren an. Die Fähigkeit, Technologie- und Beratungsleistungen aus einer Hand zu bieten, wird vom Management immer wieder als Differenzierungsmerkmal hervorgehoben, beispielsweise in Präsentationen auf Kapitalmarkttagen und Technologie-Konferenzen, die typischerweise im Jahresverlauf stattfinden und detaillierte Einblicke in die strategische Ausrichtung geben. Für die Wettbewerbsposition ist langfristig entscheidend, inwiefern IBM seine Rolle als strategischer Partner auch bei neuen Themen wie KI-Governance, Automatisierung von Wissensarbeit und Branchenplattformen behaupten kann.

Warum International Business Machines Corporation für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Anleger ist die International Business Machines Corporation-Aktie aus mehreren Gründen von Interesse. Zum einen wird IBM an der New York Stock Exchange gehandelt und ist damit ein Vertreter des US-Technologiesektors, zugleich ist die Aktie aber auch an deutschen Handelsplätzen wie Frankfurt und Stuttgart in Euro handelbar. Die Kursstellung in Deutschland erleichtert den Zugang für Privatanleger, die nicht direkt in den US-Markt investieren möchten. Zudem wird IBM in zahlreichen internationalen Indizes geführt, was dazu führt, dass die Aktie in vielen global ausgerichteten Fonds und ETFs enthalten ist, die auch in Deutschland vertrieben werden.

Zum anderen spielt IBM in der deutschen Wirtschaft eine Rolle als Technologie- und Beratungspartner. Der Konzern betreibt mehrere Standorte in Deutschland und arbeitet mit Unternehmen aus Industrie, Finanzdienstleistungen und dem öffentlichen Sektor zusammen. Projekte zur Digitalisierung, zur Modernisierung von IT-Infrastrukturen und zur Einführung von KI-Anwendungen beeinflussen damit indirekt auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Für Anleger kann es daher interessant sein, wie IBM in diesem Umfeld positioniert ist und in welchem Umfang das Unternehmen von Investitionen in die digitale Transformation in Deutschland und Europa profitiert.

Schließlich ist IBM für einkommensorientierte Investoren relevant, die auf regelmäßige Dividenden achten. Die Dividendenpolitik des Konzerns, die in den jährlichen Geschäftsberichten und in Ad-hoc-Mitteilungen zum Zeitpunkt der jeweiligen Beschlussfassungen dokumentiert wird, richtet sich traditionell an Aktionäre, die Wert auf planbare Ausschüttungen legen. Für Anleger in Deutschland kann diese Kombination aus Technologie-Exposure, internationaler Diversifikation und Dividendenhistorie einen eigenen Reiz entfalten, wobei stets individuelle Risikopräferenzen und steuerliche Aspekte zu berücksichtigen sind.

Welcher Anlegertyp könnte International Business Machines Corporation in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Die International Business Machines Corporation-Aktie könnte vor allem für Anleger interessant sein, die an der langfristigen Entwicklung des globalen Marktes für Unternehmenssoftware, Cloud und KI partizipieren möchten, ohne ausschließlich auf wachstumsstärkere, aber volatilere jüngere Technologieunternehmen zu setzen. Der vergleichsweise etablierte Charakter von IBM, die breite Kundenbasis und die Dividendenhistorie sprechen tendenziell Investoren an, die einen Mix aus Substanzwert und Technologieorientierung anstreben. Diese Anleger akzeptieren in der Regel, dass das Wachstum eines reifen Technologiekonzerns häufig niedriger ausfällt als bei kleineren, schnell wachsenden Anbietern, erwarten dafür jedoch eine gewisse Stabilität im Geschäftsmodell.

Vorsicht ist hingegen für Anleger geboten, die rein auf kurzfristige Kursbewegungen in hochdynamischen Zukunftsthemen setzen. Obwohl IBM intensiv in KI und Cloud investiert, steht der Konzern im Wettbewerb mit Anbietern, die in manchen Marktsegmenten höhere Wachstumsraten aufweisen. Zudem kann die Transformation eines historisch geprägten Unternehmens mit komplexer Struktur dazu führen, dass Restrukturierungsmaßnahmen, Portfolioanpassungen oder schwankende Quartalsergebnisse die Aktie zeitweise belasten. Investoren, die stark auf Momentum und hohe Wachstumsraten fokussiert sind, sollten diese Aspekte berücksichtigen.

Auch die Abhängigkeit von Großkunden und von konjunkturabhängigen IT-Budgets ist ein Faktor, den risikobewusste Anleger im Blick behalten. In Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit sind Unternehmen mitunter zurückhaltender bei der Vergabe großer Transformationsprojekte oder verschieben Investitionen in neue IT-Infrastrukturen. Dies kann sich auf die Auftragssituation im Consulting- und Cloud-Geschäft auswirken. Anleger mit sehr kurzer Anlagedauer und geringer Risikotoleranz sollten sich bewusst machen, dass die IBM-Aktie trotz ihrer Tradition als Technologietitel deutlichen Schwankungen unterliegen kann.

Risiken und offene Fragen

Zu den wesentlichen Risiken für International Business Machines Corporation zählt die anhaltend intensive Konkurrenz im Cloud- und KI-Markt. Sollte es IBM nicht gelingen, seine Hybrid-Cloud-Plattform und die KI-Angebote klar zu differenzieren und in wesentlichen Kundensegmenten zu skalieren, könnte das Umsatzwachstum hinter den Erwartungen der Kapitalmärkte zurückbleiben. In einem solchen Szenario bestünde die Gefahr, dass Investoren IBM eher als Nachzügler im KI-Boom betrachten und das Bewertungsniveau entsprechend anpassen. Die Herausforderung für das Management liegt daher darin, laufend neue Referenzprojekte und Partnerschaften zu präsentieren, die den strategischen Anspruch untermauern.

Ein weiteres Risiko betrifft die Komplexität des Konzerns und die Umsetzung von Transformationen. Große IT-Unternehmen haben in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass strukturelle Veränderungen, Portfolioanpassungen und die Integration von Zukäufen langwierig sein können. Verzögerungen bei der Implementierung neuer Strategien, höhere als erwartete Kosten oder operative Probleme in einzelnen Segmenten können die Marge beeinträchtigen und zu temporären Enttäuschungen an der Börse führen. In Berichten zu früheren Restrukturierungen wurde deutlich, dass solche Phasen zwar zur Neuausrichtung beitragen, kurzfristig aber mit Belastungen verbunden sein können.

Hinzu kommen Währungsrisiken und makroökonomische Unsicherheiten, die für einen weltweit tätigen Konzern wie IBM relevant sind. Da ein erheblicher Teil der Umsätze ausserhalb der USA erwirtschaftet wird, können Wechselkursbewegungen die in US-Dollar berichteten Zahlen beeinflussen. Zudem kann eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums zu einer zurückhaltenderen Investitionsbereitschaft bei Unternehmenskunden führen. Investitionen in Großprojekte für digitale Transformation, Cloud und KI werden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mitunter verschoben oder gestreckt, was sich auf Auftragseingang und Umsatzdynamik auswirkt.

Offene Fragen betreffen darüber hinaus die langfristige Entwicklung der Profitabilität im Zuge der Verlagerung hin zu Cloud- und KI-Geschäften. Während Software- und Plattformmodelle grundsätzlich attraktive Margen versprechen, ist der Wettbewerb in diesen Segmenten besonders intensiv. Wie sich das Verhältnis von Umsatzwachstum, Margen und notwendigen Investitionen in Forschung und Entwicklung langfristig gestaltet, bleibt ein zentraler Beobachtungspunkt für den Kapitalmarkt. Regelmäßige Updates in Quartals- und Jahresberichten, die jeweils kurz nach Ende der Berichtszeiträume veröffentlicht werden, liefern hierzu wichtige Hinweise, die von Marktteilnehmern genau verfolgt werden.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die Kursentwicklung der International Business Machines Corporation-Aktie spielen die Veröffentlichungstermine der Quartalszahlen eine zentrale Rolle. IBM publiziert in der Regel viermal im Jahr Ergebnisse, die jeweils wenige Wochen nach Ende der Berichtsquartale erscheinen. In diesen Mitteilungen werden Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn je Aktie, Segmententwicklungen und Ausblick kommuniziert. Abweichungen von den Erwartungen der Analysten, die in Vorabberichten zahlreicher Banken und Research-Häuser festgehalten werden, können kurzfristig zu deutlichen Kursbewegungen führen. Besonders stark wird der Markt auf Aussagen zum Wachstum im Cloud- und KI-Geschäft sowie auf Hinweise zur Nachfrage im Consulting- und Infrastruktursegment reagieren.

Darüber hinaus zählen Kapitalmarkttage, Technologie-Konferenzen und Ankündigungen neuer Partnerschaften zu wichtigen Katalysatoren. Bei diesen Veranstaltungen präsentiert das Management häufig detaillierte Strategien zu Wachstumsthemen, Produktroadmaps und Investitionsprioritäten. Auch Informationen zur Dividendenpolitik oder zu möglichen Aktienrückkäufen können im Rahmen solcher Termine oder im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Jahreszahlen bekanntgegeben werden. Anleger beobachten diese Ereignisse genau, um einzuschätzen, ob IBM seine Ziele in Bezug auf Umsatzwachstum, Margen und Cashflows erreichen kann. Daten zu konkreten Terminen werden im Vorfeld in den Investor-Relations-Bereichen auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht, etwa auf der Seite von IBM Investor Relations.

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Fazit

Die International Business Machines Corporation-Aktie steht exemplarisch für den Wandel eines langjährig etablierten IT-Konzerns hin zu einem Anbieter von Hybrid-Cloud-, Software- und KI-Lösungen. Der aktuelle Fokus auf den Ausbau des KI- und Cloud-Geschäfts, wie er in jüngsten Berichten hervorgehoben wird, unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Segmente für das künftige Wachstum. Gleichzeitig bleibt IBM mit einer breiten Kundenbasis in regulierten Branchen und einem starken Standbein im Infrastruktur- und Servicegeschäft ein wichtiger Akteur in der Unternehmens-IT. Für Anleger ist entscheidend, wie konsequent der Konzern die Transformation umsetzt und inwieweit es gelingt, aus der hohen Aufmerksamkeit rund um KI und Automatisierung langfristig profitable, wiederkehrende Erlöse zu entwickeln. Der weitere Verlauf von Quartalszahlen, Produktankündigungen und Marktreaktionen dürfte maßgeblich bestimmen, wie der Kapitalmarkt die Balance zwischen Tradition und Zukunftsorientierung bei IBM bewertet.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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