Interhyp, Bauzinsen

Interhyp warnt: Bauzinsen starten 2026 stabil – dann droht der Anstieg

02.01.2026 - 21:53:12

Deutschlands größter Baufinanzierungsvermittler sieht kurze Phase der Planungssicherheit, warnt jedoch vor steigenden Zinsen durch hohen Staatsfinanzierungsbedarf.

Zum Jahresauftakt 2026 bietet sich Bauherren ein kurzes Zeitfenster der Planungssicherheit. Deutschlands größter Baufinanzierungsvermittler Interhyp erwartet zunächst stabile Zinsen, warnt aber vor einem späteren Anstieg.

Die Konditionen für zehnjährige Baudarlehen haben sich auf einem Niveau zwischen 3,6 und 3,7 Prozent eingependelt. Diese Seitwärtsbewegung folgt auf einen volatilen Jahresendspurt 2025. Für Kaufinteressenten bedeutet das: Die Finanzierungskosten sind kurzfristig kalkulierbar.

Eine trügerische Ruhe zu Jahresbeginn

Die aktuelle Stabilität sollte nicht über die mittelfristigen Risiken hinwegtäuschen. Marktanalysen deuten darauf hin, dass makroökonomische Faktoren die Zinskurve im Laufe des Jahres wieder nach oben drücken werden. Die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zu Zinsen unter drei Prozent gilt unter Experten als unrealistisch.

„Der Markt hat sich auf ein neues Normal eingependelt“, so die Einschätzung. Dieses Niveau liegt historisch betrachtet zwar moderat, im Vergleich zur jahrelangen Niedrigzinsphase jedoch spürbar höher.

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Warum die Zinsen wieder steigen könnten

Ein wesentlicher Treiber ist der enorme Finanzierungsbedarf des Staates. Steigende Haushaltsdefizite zwingen die öffentliche Hand zu mehr Anleihe-Emissionen. Das hat direkte Folgen für Häuslebauer: Höhere Staatsausgaben treiben die Renditen für Bundesanleihen in die Höhe.

Da sich Bauzinsen stark an diesen Pfandbriefrenditen orientieren, werden auch Baukredite teurer. Analysten warnen, dass dieser Effekt 2026 stärker durchschlagen und die Zinsen in Richtung der 4-Prozent-Marke schieben könnte.

Experten erwarten kaum Entspannung

Die Stimmung in der Branche bestätigt diesen Trend. Im monatlichen Interhyp-Bauzins-Trendbarometer geht eine deutliche Mehrheit der befragten Bankinstitute von steigenden Zinsen in den nächsten sechs Monaten aus.

  • Rund zwei Drittel der Experten rechnen mit einem Anziehen der Konditionen.
  • Kaum ein Marktteilnehmer setzt noch auf sinkende Zinsen.

Gleichzeitig ziehen in vielen Metropolregionen die Immobilienpreise wieder an. Die Kombination aus stabilen Zinsen und steigenden Kaufpreisen verringert die Erschwinglichkeit für viele Interessenten.

Das Handlungsfenster nutzen

Finanzierungsexperten raten zur Nüchternheit. Wer eine passende Immobilie gefunden hat und die Finanzierung zum aktuellen Niveau darstellen kann, sollte nicht auf weitere Zinssenkungen spekulieren.

Die Prognose für 2026 ist klar: Die Zinsen werden sich voraussichtlich verteuern. Der Januar bietet mit seiner stabilen Phase die Chance zur geordneten Finanzierungsplanung – bevor der Wind an den Kapitalmärkten wieder rauer wird.

@ boerse-global.de