Interactive Brokers Aktie: Rekordquartal beim Broker
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 00:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Interactive Brokers hat sein bislang stärkstes Quartal hingelegt. Der Gewinn je Aktie kletterte im zweiten Quartal auf 0,69 US-Dollar, ein Anstieg von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 0,51 US-Dollar. Der Nettogewinn stieg von 224 Millionen auf 312 Millionen Dollar.
Angetrieben wurde das Wachstum von deutlich höheren Handelsvolumina der Kunden. Der Nettoumsatz kletterte auf 1,90 Milliarden Dollar, nach 1,48 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Die Vorsteuermarge verbesserte sich von 75 auf 77 Prozent — ein Zeichen dafür, dass das zusätzliche Geschäft überproportional in den Gewinn durchschlug.
Provisionen und Zinsen treiben das Geschäft
Die Provisionserlöse legten um 30 Prozent auf 673 Millionen Dollar zu, getragen von mehr gehandelten Optionen, Aktien und Futures. Der Zinsüberschuss wuchs um 23 Prozent auf 1,06 Milliarden Dollar, vor allem wegen höherer Margin-Kredite und Kundenguthaben. Sonstige Gebühren und Dienstleistungen stiegen um 40 Prozent auf 87 Millionen Dollar, unter anderem durch höhere Zahlungen für Orderflow und Marktdaten.
Kundenbasis wächst zweistellig
Die Zahl der Kundenkonten stieg um 34 Prozent auf 5,19 Millionen. Das verwaltete Kundenvermögen legte um 40 Prozent auf 930,3 Milliarden Dollar zu, während die täglichen Handelsaufträge (DARTs) um 36 Prozent auf 4,82 Millionen anzogen.
Auch bei der Kreditvergabe zeigt sich der Trend: Die Margin-Kredite der Kunden wuchsen um 67 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar, die Kundenguthaben um 27 Prozent auf 182,4 Milliarden Dollar. Das Eigenkapital des Unternehmens erreichte 22,3 Milliarden Dollar.
Der Vorstand hat eine Quartalsdividende von 0,0875 US-Dollar je Aktie beschlossen. Die Auszahlung erfolgt am 14. September 2026 an Aktionäre, die am 1. September 2026 im Bestand sind.
Ein kleiner Dämpfer kam aus der Währungsstrategie des Unternehmens: Da Interactive Brokers sein Eigenkapital in einem Korb aus zehn Währungen hält, drückte der leichte Rückgang dieses Währungskorbs um rund 0,21 Prozent das sonstige Comprehensive Income um 57 Millionen Dollar. Auf das operative Ergebnis hatte dieser Effekt jedoch keinen nennenswerten Einfluss — das Kerngeschäft aus Handel, Zinsen und Gebühren bleibt der klare Wachstumstreiber.
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