Intel priorisiert Server-Chips und drosselt PC-Prozessoren
23.01.2026 - 05:24:12Der KI-Boom zwingt Intel zu einer strategischen Produktionsverschiebung. Der Halbleiter-Riese lenkt Kapazitäten von der PC-Sparte zu hochprofitablen Server-Prozessoren um. Das könnte die Verfügbarkeit günstiger Computer beeinträchtigen.
Eigentlich sah die Prognose anders aus. Noch vor einem halben Jahr signalisierten Großkunden aus der Cloud-Branche, eher wenige Hochleistungs-Chips zu benötigen. Doch dann kam die Wende: Im dritten und vierten Quartal 2025 schnellten die Bestellungen für Intels Xeon-Serverprozessoren unerwartet in die Höhe. Der Grund ist der weltweite Aufbau von KI-Infrastruktur.
„Die Dynamik hat sich deutlich schneller verschärft, als wir erwartet hatten“, räumte das Management im jüngsten Quartalsgespräch ein. Die Nachfrage übertrifft die Produktionskapazitäten bei weitem. Jetzt muss Intel eine schwierige Wahl treffen: Die begrenzten eigenen Fertigungsressourcen werden vorrangig der profitablen Data-Center-Sparte (DCAI) zugewiesen – auf Kosten der PC-Chip-Produktion.
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Rekordwachstum bei Servern, Einbruch bei PCs
Die Zahlen zeigen, warum die Priorisierung für Intel wirtschaftlich zwingend ist. Das Geschäft mit Data Center und KI legte im vierten Quartal 2025 um satte 15 Prozent zum Vorquartal zu. Mit 4,7 Milliarden Euro erzielte die Sparte das stärkste Quartalswachstum seit einem Jahrzehnt. „Die Umsätze wären deutlich höher ausgefallen, wenn wir liefern könnten“, hieß es dazu.
Gleichzeitig schrumpfte das Client-Computing-Geschäft um sieben Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz des Konzerns sank zwar auf 13,7 Milliarden Euro. Dennoch übertraf Intel die Erwartungen der Analysten. Die Botschaft ist klar: Wo die Margen höher und die Nachfrage robuster sind, fließen die Ressourcen hin.
Drohen Engpässe und höhere Preise für PC-Käufer?
Was bedeutet das für Verbraucher? Intel wird sich bei der Eigenfertigung auf Mittel- und Oberklasse-Prozessoren konzentrieren. Die Produktion von Einsteiger-Chips für günstige PCs wird dagegen gedrosselt. Die Folge: Die Verfügbarkeit preiswerter Intel-Computer könnte knapper werden. Preissteigerungen in diesem Marktsegment sind wahrscheinlich.
Intel betont, den PC-Markt nicht aufzugeben. Doch die Dringlichkeit liegt aktuell bei Cloud-Giganten und Server-Herstellern. Deren Hunger nach Rechenleistung für KI-Anwendungen ist nahezu unstillbar. Die Lage wird durch weitere branchenweite Komponentenknappheiten verschärft. PC-Hersteller stehen vor einer herausfordernden Lieferanten-Situation.
Branchenweiter Engpass – und eine Chance für Intel
Der Engpass trifft nicht nur Intel. Auch Auftragsfertiger wie TSMC kämpfen mit der enormen Nachfrage nach KI-Chips. Für Intel ist die Krise aber auch eine große Chance. Die Xeon-6-Plattform des Konzerns ist ein Schlüsselbaustein in der wachsenden KI-Landschaft.
Die größten Lieferprobleme erwartet Intel im ersten Quartal 2026. Die Pufferbestände sind aufgebraucht. Die Prognose für diese Monate liegt bei 11,7 bis 12,7 Milliarden Euro Umsatz. Eine Entspannung der Lage soll im zweiten Quartal beginnen. Trotz der Turbulenzen hält Intel an seiner PC-Roadmap fest. Die nächste Prozessorgeneration „Nova Lake“ für Desktop-PCs soll planmäßig Ende 2026 erscheinen.
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