Intel, Panther

Intel Panther Lake: Neuer Chip kommt – doch kaum verfügbar

25.01.2026 - 12:42:12

Intel startet mit seiner nächsten Prozessor-Generation in die Ära der Angström-Fertigung, kämpft aber mit massiven Lieferengpässen. Die ersten Laptops mit den neuen Core Ultra Series 3-Chips (Codename „Panther Lake“) kommen am 27. Januar in den Handel. Sie sind die ersten Verbraucherprodukte auf Intels fortschrittlichem 18A-Fertigungsprozess. Doch die Bestände sind extrem knapp, eine Besserung ist frühestens im zweiten Quartal 2026 in Sicht.

Der Launch ist mehr als ein einfaches Update. Mit dem 18A-Prozess führt Intel erstmals RibbonFET-Transistoren und PowerVia-Stromversorgung in Consumer-Chips ein. Diese Technologien sollen Energieeffizienz und Leistungsdichte deutlich verbessern. Der Fokus der über 200 angekündigten Laptop-Designs von großen Herstellern liegt auf KI-Fähigkeiten. Die verbesserten neuronalen Prozessoren (NPUs) sollen lokale KI-Anwendungen beschleunigen – ein Muss für den neuen Trend der „AI PCs“.

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Doch der Start wird von Verfügbarkeitsproblemen überschattet. Intels Finanzchef David Zinsner beschrieb die Lage nach dem Quartalsbericht als „äußerst prekär“. Die Chips werden quasi direkt aus der Fabrik ausgeliefert. Der Grund: Die Ausbeute (Yield) im 18A-Prozess liegt noch nicht auf dem gewünschten Niveau. Zudem priorisiert Intel strategisch die Produktion von lukrativeren Data-Center-Produkten vor Verbraucherchips.

Finanzielle Baustelle und Führungswechsel

Der Launch fällt in eine turbulente Phase für den Halbleiter-Riesen. Erst kürzlich übernahm Lip-Bu Tan die CEO-Nachfolge von Pat Gelsinger. Die jüngsten Quartalszahlen vom 22. Januar zeigen die Kosten des Umbruchs: Der Konzernumsatz sank im vierten Quartal 2025 im Vorjahresvergleich um 4 Prozent auf 13,7 Milliarden US-Dollar. Die neu ausgewiesene Intel Foundry-Sparte verbuchte einen operativen Verlust von 2,5 Milliarden Dollar, vor allem aufgrund der hohen Investitionen in die 18A-Produktion.

Die Börse reagierte gespalten. Zwar hatte die Ankündigung des 18A-Meilensteins die Aktie zuvor um fast 12 Prozent steigen lassen. Nach der enttäuschenden Prognose für das erste Quartal 2026 und der Bestätigung der Lieferengpässe gaben die Papiere jedoch rund 13 Prozent nach.

Wettlauf um die Fertigung

Für Intel steht 2026 ein entscheidendes Jahr an. Der Erfolg der Core Ultra Series 3 gilt als Lackmustest für das gesamte Foundry-Geschäftsmodell. Gelingt es dem Unternehmen, die 18A‑Massenproduktion wie versprochen bis Mitte 2026 hochzufahren, könnte dies die milliardenschweren Investitionen in heimische Fertigungskapazitäten rechtfertigen.

Der nächste Schritt ist bereits in Planung: Für Ende 2026 ist der Nachfolger „Nova Lake“ angekündigt. Doch zunächst muss Intel das aktuelle Versorgungstief überwinden. Branchenbeobachter betonen: Die Technologie der Series-3-Chips sei wettbewerbsfähig, doch die Mengenverfügbarkeit werde entscheiden, ob Intel in diesem Jahr Marktanteile im Premium-Laptop-Segment zurückgewinnen kann.

Für Verbraucher heißt das: Obwohl die neuen Laptops ab dieser Woche technisch erhältlich sind, könnte die Suche nach bestimmten Konfigurationen bis ins zweite Quartal hinein schwierig bleiben. Die Branche beobachtet nun gespannt, ob die Fertigungsausbeute schnell genug steigt, um die gestaute Nachfrage nach den Next-Gen-Geräten zu bedienen.

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