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Intel Panther Lake: Neue Laptops da, Handheld-Chips verzögert

09.02.2026 - 12:09:12

Intels neue Core Ultra Serie 3 Prozessoren sind in ersten Premium-Laptops erhältlich, während spezielle Chips für Gaming-Handhelds erst später kommen. Die Architektur überzeugt mit effizienter Leistung und starker integrierter Grafik.

Intels neue Core Ultra Serie 3 ist ab sofort in ersten Top-Laptops erhältlich. Doch für Gaming-Handhelds müssen Spieler länger warten.

Berlin – Intel hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die mit Spannung erwarteten Core Ultra Serie 3 Prozessoren, Codenamen „Panther Lake“, sind seit Anfang Februar 2026 im Handel. Die ersten Premium-Laptops mit der neuen 18A-Fertigungstechnologie sind verfügbar. Doch parallel mehren sich Berichte über eine Terminverschiebung bei den speziellen Chips für Gaming-Handhelds – ein Dämpfer für die junge Geräteklasse.

Erste Laptops mit Panther Lake-Chips im Handel

Nach der offiziellen Vorstellung Ende Januar tauchen die ersten Geräte mit Intels Core Ultra Serie 3 „Panther Lake-H“ Prozessoren bei großen Händlern auf. Dieser Launch markiert Intels ersten Masseneinsatz der fortschrittlichen 18A-Fertigung, ein Kernstück der Strategie, um in der Chip-Produktion wieder die Führung zu übernehmen.

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Seit dem 9. Februar sind mehrere Top-Modelle erhältlich. Fachmedien bestätigen die Verfügbarkeit von High-End-Systemen wie dem Asus Zenbook Duo (2026), dem Samsung Galaxy Book 6 Pro und dem MSI Prestige 14 AI+ Evo. Diese Geräte setzen auf die leistungsstarken H-Serie-Chips, darunter das Flaggschiff Core Ultra X9 388H und der Core Ultra 7 365.

Die Preise positionieren die Laptops klar im Premium-Segment. Während Top-Konfigurationen über 2.400 Euro kosten können, sollen Einstiegsmodelle der Serie erschwinglicher sein. Der Fokus liegt auf leistungsstarken, ultradünnen Notebooks, die von der Effizienz der neuen Architektur profitieren – für maximale Akkulaufzeit ohne Leistungseinbußen.

Benchmarks: Xe3-Grafik überzeugt, CPU effizient

Erste Tests und Benchmarks aus der Februar-Woche zeigen deutliche Architektur-Fortschritte, besonders bei der Grafikleistung. Die neue Xe3-Grafikarchitektur (Codenamen Battlemage) in den Panther Lake-Chips sticht hervor.

Technische Analysen belegen: Die Top-iGPU Arc B390 mit 12 Xe3-Kernen liefert einen deutlichen Sprung gegenüber der Vorgängergeneration. In Tests von Technik-Redaktionen hält die integrierte Grafiklösung mit Einsteiger-Dedicated-GPUs mit und macht 1080p-Gaming auf Ultrabooks ohne separate Grafikkarte möglich.

Auf der CPU-Seite fällt der Leistungszuwachs gemäßigter, aber effizient aus. Benchmarks deuten auf etwa 10 Prozent mehr Single-Core-Leistung und bis zu 50 Prozent Mehrleistung bei Multi-Thread-Workloads im Vergleich zu den Lunar Lake-Vorgängern hin. Der Multi-Core-Schub geht vor allem auf höhere Kernzahlen zurück: Top-Modelle bieten bis zu 16 Kerne (4 Performance, 8 Efficiency, 4 Low-Power Efficiency).

Auch unter Linux glänzt Panther Lake. Eine detaillierte Analyse des Open-Source-Portals Phoronix vom 3. Februar zeigte, dass der Core Ultra X7 358H unter Ubuntu starke Leistung-pro-Watt-Resultate liefert – und damit sowohl frühere Intel-Generationen als auch Konkurrenzplattformen in Effizienztests übertrifft.

Handheld-Dämpfer: Spezial-Chips „Core G3“ verschoben

Während der Laptop-Start läuft, deuten neue Entwicklungen vom Wochenende des 6. bis 8. Februars auf eine Verzögerung bei einer speziellen Chip-Variante hin. Mehrere Branchenberichte legen nahe, dass die für Gaming-Handhelds maßgeschneiderten „Core G3“-Prozessoren später kommen.

Lecks aus der Lieferkette zufolge waren diese Handheld-Chips ursprünglich für das späte erste Quartal 2026 geplant. Jetzt wird mit einem Start im zweiten Quartal 2026 gerechnet. Die „G3“- und „G3 Extreme“-Varianten sollen optimierte Leistungskurven und spezielle Xe3-GPU-Konfigurationen (10 oder 12 Kerne) für portable Spielgeräte bieten.

Diese Verzögerung bedeutet: Während Allround-Laptops mit Panther Lake schon da sind, wird die nächste Generation Intel-betriebener Gaming-Handhelds von Partnern wie MSI wohl erst Mitte 2026 in die Läden kommen.

Marktanalyse: Intel holt mit Effizienz auf

Der Panther-Lake-Start bringt Intel in direkten Wettbewerb mit AMDs bereits erhältlichen Ryzen AI 300 Serie „Strix Point“ Prozessoren. Branchenbeobachter sehen AMD bei der Rohleistung der integrierten Grafik in Top-Produkten wie „Strix Halo“ noch vorn. Doch Intels Panther Lake punktet mit einer überzeugenden Balance aus Effizienz und Medien-Engine-Fähigkeiten – genau das, was der Premium-Ultrabook-Markt sucht.

Der Wechsel zum 18A-Prozess ist technisch bedeutend. Indem Intel 18A in die Serienfertigung bringt, beweist das Unternehmen die Tragfähigkeit seiner „IDM 2.0“-Strategie. Die Unterstützung für On-Package-Speicher (LPDDR5x-9600) in einigen Konfigurationen hilft zudem bandbreitenhungrigen Anwendungen, besonders KI-Workloads mit der aktualisierten NPU.

Ausblick: Mehr Laptops, Handhelds warten auf Computex

Die Verfügbarkeit von Panther-Lake-Laptops wird in den kommenden Wochen deutlich zunehmen, wenn weitere Hersteller ihre aktualisierten Designs vorstellen. Verbraucher können mit einer breiteren Palette an Formfaktoren rechnen, darunter Convertible 2-in-1s und Mittelklasse-Produktivitätsnotebooks, die im Februar und März die Regale füllen.

Für den Gaming-Handheld-Markt richtet sich der Blick nun auf das zweite Quartal 2026. Alle Augen werden auf die Computex 2026 (Ende Mai/Anfang Juni) gerichtet sein. Dort rechnen Branchenkenner mit der vollständigen Vorstellung der verzögerten Core G3-Chips und einer neuen Welle von Handheld-Geräten, die AMDs Dominanz im portablen Gaming-Sektor herausfordern sollen. Bis dahin bleiben die Core Ultra Serie 3 Laptops das primäre Vehikel, um Intels neueste Architektur-Innovationen zu erleben.

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