Intel, Aktie

Intel Aktie: Brutaler Absturz!

24.01.2026 - 00:00:31

Der Chiphersteller verfehlt mit seiner Umsatzprognose die Erwartungen deutlich. Lieferengpässe und Produktionsprobleme bremsen die Erholung und lassen jüngste Kursgewinne schmelzen.

Die Intel-Aktie erlebt einen ihrer schwärzesten Börsentage seit Monaten. Mit einem Minus von über 16 Prozent auf 45,51 Dollar löst sich ein erheblicher Teil der Jahresgewinne in Luft auf. Was war passiert? Der Chipriese schockte Anleger am Freitag mit einem schwachen Umsatzausblick für das laufende Quartal – und entlarvte damit die jüngste Kursrally als verfrüht.

Lieferengpässe torpedieren die Erholung

Die angekündigten Erlöse von 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar verfehlen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Finanzchef David Zinsner räumte in der Analystenkonferenz ein: Das Unternehmen braucht Zeit, um die Produktionskapazitäten der neuen Chipgeneration hochzufahren. Besonders bitter: Intel hatte die Nachfrage nach Rechenzentrum-Technik massiv unterschätzt und muss nun Prioritäten setzen. Die Konsequenz? Andere Bereiche bleiben auf der Strecke.

Analyst Jay Goldberg von Seaport Research machte auf ein zusätzliches Problem aufmerksam: Die Knappheit bei Speicherchips bremst die PC-Produktion. Der Grund liegt im explodierenden Bedarf für KI-Rechenzentren, der die globalen Produktionskapazitäten an ihre Grenzen treibt. Intel sitzt damit in der Falle zwischen steigender Nachfrage und begrenzter Lieferfähigkeit.

JPMorgan sieht Rally als übertrieben

Harlan Sur von JPMorgan blieb bei seiner “Underweight”-Einschätzung und hob das Kursziel lediglich von 30 auf 35 Dollar an. Seine Botschaft ist klar: Die Quartalszahlen waren zwar besser als befürchtet, der Ausblick enttäuscht jedoch auf ganzer Linie. Seit Jahresbeginn 2026 hatte die Aktie zuvor knapp 50 Prozent zugelegt – eine Rally, die der Analyst offenbar für deutlich überzogen hielt.

Auch Stacy Rasgon von Bernstein Research mahnte zur Vorsicht: Nach dem steilen Kursanstieg müsse Intel nun liefern. Die Server-Nachfrage sei real, doch die Produktion komme einfach nicht hinterher.

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Rote Zahlen trotz besserer Erwartungen

Im vierten Quartal schrumpften die Umsätze um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand ein Verlust von 591 Millionen Dollar – deutlich mehr als die 126 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Dass diese Zahlen dennoch die Analystenerwartungen übertrafen, zeigt vor allem, wie tief die Messlatte bereits lag.

Die Sanierungsstrategie unter CEO Lip-Bu Tan umfasst massive Kostensenkungen. Das geplante Werk in Magdeburg wurde komplett gestrichen. Im August stieg der US-Staat mit rund zehn Prozent bei Intel ein – als Gegenleistung für Milliarden-Subventionen. Seitdem hatte sich der Kurs verdoppelt. Doch nun zeigt sich: Die Probleme sind längst nicht gelöst.

Der einstige Halbleiter-Dominator kämpft seit Jahren mit strukturellen Herausforderungen. Während NVIDIA im KI-Chip-Geschäft davonzieht, gerät Intel auch im angestammten PC- und Rechenzentrum-Segment unter Druck. Die aktuellen Lieferengpässe verschärfen die Lage zusätzlich. Anleger fragen sich: War die jüngste Euphorie nur eine Luftnummer?

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