Intel Aktie: Apple-Deal für 18A-P-Prozess
16.05.2026 - 17:17:08 | boerse-global.deEine Aktie, die seit Jahresbeginn fast 180 Prozent zugelegt hat, gerät unter Druck — und trotzdem stimmen die Aktionäre dem Management geschlossen zu. Bei Intel laufen gerade zwei sehr unterschiedliche Geschichten parallel.
Hauptversammlung stärkt Führung
Auf der Jahreshauptversammlung am 13. Mai 2026 votierten die Aktionäre klar für Kontinuität. Alle elf Direktoren wurden wiedergewählt, der Vergütungsplan des Vorstands erhielt breite Zustimmung. Rund 79 Prozent der ausstehenden Aktien waren vertreten — eine hohe Beteiligung für eine Versammlung, die eigentlich keine großen Überraschungen brachte.
Drei Aktionärsanträge scheiterten deutlich: Ein Bericht zu China-Risiken, ein Bericht zu Menschenrechtsthemen und — besonders beachtet — der Antrag, die Rollen von Vorstandsvorsitzendem und Aufsichtsratschef zu trennen. Das aktuelle Führungsmodell bleibt damit unangetastet, während Intel seine IDM-2.0-Strategie weiter verfolgt.
Apple-Deal als Wendepunkt für das Foundry-Geschäft
Mehr Aufmerksamkeit zog eine Meldung vom 15. Mai: Intel soll eine vorläufige Vereinbarung mit Apple über Chipfertigung geschlossen haben. Berichten zufolge nutzt Apple Intels 18A-P-Prozess sowie die Foveros-Packaging-Technologie für Einsteigerprozessoren in iPhones, iPads und Macs. Der A21-Chip soll 2028 folgen, der M7 bereits 2027.
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Das ist strategisch bedeutsam. Intels Foundry-Sparte verbuchte im ersten Quartal 2026 einen operativen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar — der Apple-Auftrag wäre ein erster echter Beweis, dass externe Kunden das Fertigungsangebot ernstnehmen. TSMC bleibt für Apples Hochleistungschips gesetzt, aber der Einstieg bei Mittelklasse-Prozessoren ist ein Anfang.
Kursdruck trotz positiver Nachrichten
An der Börse kam der Apple-Deal schlecht an — zumindest im Timing. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel am Freitag um 4,1 Prozent, belastet durch einen drohenden Samsung-Streik und Ölpreise nahe 109 Dollar je Barrel. Intel schloss die Woche mit einem Minus von 5,75 Prozent bei 93,71 Euro, rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 109,88 Euro.
Der Marktanteil im Server-CPU-Segment gibt zusätzlich zu denken. Laut UBS fiel er im ersten Quartal auf 54,9 Prozent — ein Rückgang von 370 Basispunkten gegenüber dem Vorquartal. AMD legte auf 27,4 Prozent zu, Arm-basierte Prozessoren kommen bereits auf 17,7 Prozent.
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Analysten gespalten nach Rally
Nach einer Kursrally von fast 180 Prozent seit Jahresbeginn ist die Bewertungsfrage drängend. Unter 41 Analysten lautet das Konsensurteil "Halten", das durchschnittliche Kursziel liegt bei 77,38 Dollar — deutlich unter dem aktuellen Niveau. Mizuho hob sein Ziel am 12. Mai auf 124 Dollar an und verwies auf steigende Nachfrage nach KI-Serverinfrastruktur. Benchmark blieb mit 105 Dollar zurückhaltender.
Im zweiten Quartal erwartet Intel einen Gewinn je Aktie von 0,20 Dollar. Wie das Foundry-Geschäft mit dem Apple-Auftrag skaliert und ob der Marktanteilsverlust im Serverbereich gestoppt werden kann, wird die Quartalszahlen zum entscheidenden Gradmesser machen.
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