Intel Aktie: 3,14 Milliarden Verlust im Q1
16.05.2026 - 23:50:48 | boerse-global.deAuf dem Papier feiert Intel ein gigantisches Comeback. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs fast verdreifacht. In der Realität verbrennt das Chip-Unternehmen jedoch massiv Kapital. Diese Diskrepanz holt den Konzern nun an der Börse ein.
Allein am Freitag verlor das Papier fast sechs Prozent und schloss bei 93,71 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf über elf Prozent. Damit entfernt sich der Kurs deutlich vom jüngsten Jahreshoch. Der Grund für den Abverkauf liegt in der Bilanz.
Im ersten Quartal verbuchte Intel einen operativen Verlust von 3,14 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow lag bei minus 3,87 Milliarden US-Dollar. Die hauseigene Chip-Fertigung verschlingt während ihres Umbaus enorme Summen.
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Margendruck und neue Prozessoren
Das Management rechnet für das zweite Quartal mit sinkenden Bruttomargen. Der Wert soll auf etwa 39 Prozent fallen. Profitabilität bleibt im Tagesgeschäft vorerst ein Fremdwort.
Parallel dazu sickern Details zur künftigen Produktstrategie durch. Die für 2027 geplante Prozessorgeneration "Razor Lake-AX" soll mit bis zu 32 Grafikkernen auf den Markt kommen. Intel integriert dabei den Arbeitsspeicher direkt auf dem Chip. Das Ziel: mehr Leistung für mobile Geräte.
Aktienpakete für den Aufsichtsrat
Abseits des operativen Geschäfts gab es Bewegung in der Führungsetage. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder erhielten Mitte Mai neue Aktienpakete. Direktoren wie James J. Goetz und Craig H. Barratt bekamen jeweils 2.782 gesperrte Aktien zugeteilt. Diese Papiere werden frühestens im kommenden Jahr fällig.
Trotz der aktuellen Korrektur steht seit Januar ein Kursplus von rund 179 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Markt hat viel Fantasie für Intels Neuausrichtung eingepreist. Nun muss der Konzern beweisen, dass er die massiven Verluste in der Fertigungssparte stoppen kann.
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