Intel Aktie: 2,4 Milliarden Verlust in Foundry
17.05.2026 - 19:31:43 | boerse-global.deStarke Kursgewinne, plötzliche Ernüchterung – bei Intel prallen derzeit Euphorie und harte Realität aufeinander. Ein ergebnisloser China-Besuch von Donald Trump drückte am Freitag den gesamten Halbleitersektor ins Minus. Die Intel-Aktie gab auf 93,71 Euro nach. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein massives Plus von knapp 180 Prozent auf der Kurstafel.
Dämpfer beim Apple-Deal
Der vorläufige Fertigungs-Deal mit Apple galt als politisch flankierter Meilenstein für Intels Foundry-Sparte. Inzwischen weicht die erste Begeisterung einer nüchternen Betrachtung. Berichten zufolge fokussiert sich die Vereinbarung primär auf ältere Chip-Generationen. Laut dem Analysten Ming-Chi Kuo zielen rund 80 Prozent des Ordervolumens auf iPhones ab. Erste Tests laufen noch in diesem Jahr, die Massenproduktion soll 2027 und 2028 hochfahren.
Milliarden-Investitionen und schnellere Fortschritte
Die Auftragsfertigung bleibt das teure Herzstück des Konzernumbaus. Im ersten Quartal 2026 verbuchte das Foundry-Geschäft einen operativen Verlust von 2,4 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu beschleunigt sich die technologische Entwicklung. Die Produktionsausbeute beim neuen 18A-Prozess übertrifft die internen Prognosen. CFO David Zinsner rechnet damit, die Jahresendziele bereits Mitte 2026 zu erreichen.
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Um die Kontrolle über die Produktionskapazitäten zu stärken, kaufte Intel im April Anteile an der irischen Fab 34 zurück. Für 14,2 Milliarden Dollar übernahm der Konzern die verbleibenden 49 Prozent von Apollo-verwalteten Fonds. Finanziert wurde der Schritt durch Barmittel und neue Schulden.
Analysten justieren nach
An der Wall Street führt die Nachrichtenlage zu drastischen Neubewertungen. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel für Intel innerhalb von drei Wochen von 45 auf 100 Dollar an, bleibt aber bei einer neutralen Einstufung. Die Bank of America positioniert sich deutlich skeptischer und rät weiterhin zur Untergewichtung.
Die BofA-Analysten warnen, dass sich der operative Breakeven der Foundry-Sparte um bis zu zwei Jahre verzögern könnte. Langfristig sehen sie jedoch Potenzial: Sichert sich Intel ein Viertel der Apple-Volumina, könnte dies bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich rund zehn Milliarden Dollar Umsatz beisteuern.
Am Montag steht CEO Lip-Bu Tan auf der J.P. Morgan Technologiekonferenz Rede und Antwort. Investoren erwarten dort konkrete Aussagen zum Umfang der Apple-Partnerschaft und zur Auslastung der neuen Fabriken. Die Antworten werden maßgeblich bestimmen, ob die Aktie ihren aktuellen Abstand von knapp 15 Prozent zum jüngsten Rekordhoch zügig schließen kann.
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