Instagram-Masche nutzt Freundschaften für Betrug
23.02.2026 - 20:49:15 | boerse-global.deEine neue Betrugsmasche auf Instagram zielt auf das Vertrauen in Freundeskreise ab. Die Landespolizeiinspektion Saalfeld warnte am Wochenende vor der perfiden Methode. Kriminelle kontaktieren Nutzer über gekaperte oder gefälschte Profile von Bekannten.
So funktioniert der Handy-Sperre-Trick
Die Masche beginnt mit einer Nachricht von einem scheinbar bekannten Konto. Der Absender behauptet, sein eigenes Handy sei gesperrt und bittet um Hilfe. Im nächsten Schritt fragt er nach der Handynummer des Opfers.
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Kurz darauf erhält das Opfer einen SMS-Code. Die Betrüger bitten unter einem Vorwand um diese Zahlenkombination. Wer den Code weitergibt, spielt den Schlüssel aus: Kriminelle können damit im Namen des Opfers Bezahlkarten freischalten oder Dienste autorisieren. Die Folge sind direkte finanzielle Verluste.
Die Polizei rät dringend, niemals Bestätigungscodes weiterzugeben. Verifizieren Sie verdächtige Anfragen immer über einen zweiten, bekannten Kommunikationsweg – etwa einen Anruf.
Deepfakes treiben Betrugsschäden in die Milliarden
Während diese Masche auf klassischer Täuschung beruht, verschärfen neue Technologien das Problem. Eine aktuelle Analyse von Cybersicherheitsexperten zeigt alarmierende Zahlen: Deepfake-Betrug verursachte 2025 Schäden von over 1,1 Milliarden US-Dollar.
Das ist eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Besonders erschreckend: 83 Prozent dieser Schäden hatten ihren Ursprung in sozialen Medien. Facebook führte die Liste der missbrauchten Plattformen mit gemeldeten Verlusten von 491 Millionen Dollar an.
Kriminelle nutzen KI, um täuschend echte Videos von Prominenten zu erstellen. Diese werben dann für betrügerische Investment-Angebote. Diese Methode war für satte 80 Prozent aller Deepfake-Verluste verantwortlich.
Vom Love Scam bis zum Fake-Shop
Neben Deepfakes blühen weitere Betrugsarten. In Nieder-Olm verlor ein 60-Jähriger fast 30.000 Euro durch eine angebliche Festgeldanlage. Die Täter lockten ihn über eine Facebook-Anzeige und überredeten ihn zu mehreren Überweisungen.
Auch der klassische Liebesbetrug wird durch KI gefährlicher. Betrüger erstellen überzeugende Fake-Profile und bauen monatelang emotionale Bindungen auf, bevor sie um Geld bitten. Weitere verbreitete Maschen sind Phishing über Direktnachrichten und betrügerische Online-Shops.
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Warum Social Media perfekt für Betrüger ist
Experten sehen mehrere Gründe, warum soziale Medien zum idealen Tatort geworden sind. Die riesigen Nutzerzahlen bieten Kriminellen eine enorme Reichweite. Gleichzeitig teilen viele Menschen freiwillig persönliche Daten – die perfekte Grundlage für maßgeschneiderte Angriffe.
Hinzu kommt der psychologische Faktor: Eine Nachricht von einem Freund wird seltener hinterfragt. Dieses Vertrauensverhältnis nutzen Betrüger systematisch aus. Selbst wenn das Konto eines Bekannten bereits gekapert wurde.
So schützen Sie sich vor digitalen Betrügern
Die Entwicklung lässt befürchten, dass Betrugsversuche künftig noch schwerer zu erkennen sein werden. Cybersicherheitsexperten empfehlen daher konkrete Schutzmaßnahmen.
Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) bei allen wichtigen Diensten. Diese zusätzliche Sicherheitsebene verhindert den Zugriff mit gestohlenen Passwörtern allein.
Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlichen Nachrichten, besonders bei Geldforderungen. Geben Sie niemals Bestätigungscodes weiter – sie sind wie ein digitaler Schlüssel. Nutzen Sie starke, einzigartige Passwörter für jeden Dienst.
Prüfen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen und schränken Sie die Sichtbarkeit persönlicher Daten ein. Wer Opfer eines Betrugs wird, sollte umgehend Anzeige erstatten, die Plattform informieren und die Bank kontaktieren.
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