Inpost Aktie: Allegro-Pakt für Polen
29.06.2026 - 04:29:00 | boerse-global.de
Rund 95.000 Abholpunkte in neun Ländern – und trotzdem ist der Heimatmarkt das wichtigste Pflaster für den Paketdienst Inpost. Jetzt untermauert das Unternehmen seine Position mit einer strategischen Partnerschaft.
Inpost und die E-Commerce-Plattform Allegro haben einen Letter of Intent unterzeichnet. Das Ziel: eine neue Rahmenvereinbarung für die Auslieferung außerhalb der eigenen Haustür – in Polen, dem Kerngeschäft von Inpost. Die Details sind noch nicht endgültig, aber die Richtung ist klar: Inpost will sein Netz an Automatischen Paketstationen (APMs) weiter gegen die Konkurrenz absichern.
Wachstum auf breiter Front
Das erste Quartal 2026 lief solide. 359 Millionen Pakete beförderte Inpost – ein Plus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 31 Prozent auf umgerechnet rund 3,9 Milliarden Zloty.
Das internationale Geschäft wächst schneller als das polnische. 53 Prozent der Erlöse kommen inzwischen aus dem Ausland. Der britische Markt legte sogar um 220 Prozent zu. Die Eurozone verzeichnete 28 Prozent mehr Volumen. Polen selbst wuchs nur um acht Prozent – solide, aber unter dem Schnitt.
Ein Wermutstropfen: Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) fiel um vier Prozent auf 902 Millionen Zloty. Grund ist der teure Umbau im britischen Paketsegment. In Polen und der Eurozone stieg die Profitabilität dagegen weiter.
Strategischer Ausblick
Für das zweite Quartal 2026 stellt Inpost ein Gruppenwachstum im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich in Aussicht. Polen soll im unteren bis mittleren einstelligen Bereich zulegen. Die internationalen Märkte peilen ein Wachstum von knapp 30 Prozent an.
Das Unternehmen hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 15.000 neue Paketautomaten aufgestellt. Damit kommt Inpost auf fast 95.000 Abholpunkte in Europa. In Frankreich, Polen und Großbritannien hält der Dienst die führende Position im APM-Markt.
Die neue Allegro-Partnerschaft festigt diese Stellung. Der Pakt soll den Paketversand für Allegro-Händler noch enger an Inpost binden – ein klassisches Win-Geschäft im boomenden E-Commerce-Logistikmarkt.
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