InnovizSMART: Automobil-LiDAR jetzt für die breite Industrie verfügbar
27.01.2026 - 16:21:12
Innoviz bringt sein hochwertiges LiDAR-System als Standardprodukt auf den Markt und will damit Smart-City-Projekte und Industrieautomatisierung beschleunigen. Das israelische Unternehmen, ein bekannter Zulieferer für BMW und Volkswagen, öffnet mit dem Schritt seine Kerntechnologie für neue Märkte.
InnovizSMART ist ab sofort mit kurzen Lieferzeiten bestellbar. Der Sensor entspricht den strengen Automobilstandards für Haltbarkeit und Zuverlässigkeit und ist für den 24/7-Einsatz unter widrigen Bedingungen ausgelegt. Ziel ist es, die bisher langen Vorlaufzeiten und den hohen Individualisierungsaufwand für solche Systeme abzuschaffen.
Bislang war hochperformante LiDAR-Technologie vor allem ein maßgeschneidertes und teures Bauteil für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge. InnovizSMART soll diesen Status quo brechen. „Wir machen Hochleistungs-LiDAR zu einem Standardprodukt“, lautet die Botschaft des Unternehmens aus Tel Aviv.
Der Clou: Die Technik ist für die Integration in bestehende Infrastruktur wie Ampelmasten konzipiert. Durch Power-over-Ethernet (PoE) benötigt sie nur ein einziges Kabel für Strom und Daten. Das senkt die Installationskosten erheblich und macht den Sensor für Kommunen und Systemintegratoren attraktiv. Zudem erfasst das System räumliche Daten, ohne persönliche Merkmale zu identifizieren – ein wichtiger Punkt für den Datenschutz im öffentlichen Raum.
Passend zum Thema Edge‑AI und Sensorik: Seit August 2024 gelten in der EU neue Regeln für KI‑Systeme – Hersteller, Integratoren und Betreiber riskieren sonst empfindliche Strafen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt konkret, welche Pflichten für Edge‑KI gelten, wie Sie Risikoklassen bestimmen und welche Dokumentationsanforderungen zu erfüllen sind. Ideal für Hersteller, Systemintegratoren und Kommunen, die LiDAR‑ und Sensor‑KI einsetzen wollen. Plus: Praktische Hinweise zur Dokumentation und Compliance. Kostenlosen KI‑Verordnungsleitfaden herunterladen
450 Meter Reichweite für Verkehr und Sicherheit
Das Herzstück ist die leistungsstarke Detektionsfähigkeit. Der Sensor erkennt Objekte wie Fußgänger und Fahrzeuge präzise auf bis zu 450 Meter Entfernung. Diese Performance, ursprünglich für das autonome Fahren entwickelt, soll nun anderen Branchen zugutekommen.
Für das Verkehrsmanagement bedeutet das detaillierte Echtzeitdaten zur Optimung des Flusses und zur Erhöhung der Sicherheit an Kreuzungen. Im Sicherheitsbereich ermöglicht es eine zuverlässige Perimeterüberwachung, die weniger anfällig für Fehlalarme ist als herkömmliche Technologien. Auch für Robotik und Drohnen liefert es die notwendige 3D-Umgebungserkennung.
Strategische Diversifizierung mit Automobil-Know-how
Die Markteinführung ist ein zentraler Baustein der Smart-Infrastructure-Strategie von Innoviz. Das Unternehmen nutzt seine Kernkompetenz und Skalierungserfahrung aus der Automobilbranche, um in Märkte mit kürzeren Entwicklungszyklen vorzudringen. Die Serienproduktion läuft über den Partner Fabrinet.
Analysten sehen in diesem Schritt einen logischen Trend: Technologien aus dem hochregulierten Automobilsektor, die Robustheit und sinkende Kosten vereinen, werden zunehmend für industrielle Anwendungen attraktiv. Die Ausweitung einer Kerntechnologie auf mehrere Märkte kann Skaleneffekte und weitere Kostensenkungen bringen.
Was kommt als Nächstes? KI direkt am Sensor
Innoviz denkt bereits einen Schritt weiter. Das Nachfolgemodell InnovizSMARTer wurde bereits angekündigt. Es soll im zweiten Quartal 2026 verfügbar sein und auf der NVIDIA Jetson Orin Nano-Plattform basieren. Diese nächste Generation integriert KI-Rechenleistung direkt am Gerät (Edge AI), um komplexere Datenanalysen vor Ort zu ermöglichen.
Die allgemeine Verfügbarkeit eines serienmäßigen Automobil-LiDARs markiert einen Reifepunkt im Sensor-Markt. Sie könnte die Entwicklung von Smart Cities und der Industrieautomatisierung spürbar beschleunigen, wo präzise Echtzeitdaten über die Umgebung entscheidend sind. Die Ära des zugänglichen Hochleistungs-LiDAR hat begonnen.
PS: Wer KI direkt am Sensor ausführt, muss Kennzeichnung, Risikobewertung und umfassende Dokumentation sicherstellen, sonst drohen Rechtsrisiken. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung fasst Übergangsfristen, Kennzeichnungspflichten und konkrete To‑dos kompakt zusammen – inklusive praktischer Checklisten für Edge‑AI‑Geräte und einer Schritt‑für‑Schritt‑Prüfliste für die Compliance Ihrer Smart‑City‑Projekte. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI‑Verordnung sichern

