ING, Aktie

ING Aktie: Plan B gesucht

10.04.2026 - 03:55:14 | boerse-global.de

Der geplante Verkauf der ING-Tochter in Russland ist an regulatorischen Hürden gescheitert. Trotzdem zeigt die Bank eine robuste Kapitalbasis und schließt ihr Aktienrückkaufprogramm ab.

ING Aktie: Plan B gesucht - Foto: über boerse-global.de

Der geplante Rückzug der ING Groep aus Russland gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nachdem der Verkauf der Tochtergesellschaft an regulatorischen Hürden scheiterte, muss die Bank nun neue Wege finden. Trotz dieses Rückschlags zeigt sich die Bilanz des Finanzriesen widerstandsfähig.

Regulatorische Hürden stoppen Verkauf

Die ING Bank (Eurasia) bleibt vorerst Teil des Konzerns. Der bereits im Januar 2025 angekündigte Deal mit der Global Development JSC wurde in dieser Woche offiziell abgesagt. Managementangaben zufolge gab es keine realistische Aussicht mehr auf die notwendigen Genehmigungen durch die Behörden, um den Transfer abzuschließen.

Operativ hat sich die Bank bereits weitgehend aus der Region zurückgezogen. Das Engagement bei russischen Kunden außerhalb des Landes sank seit Anfang 2022 um rund 90 Prozent. Ende 2025 belief sich dieses Restrisiko noch auf etwa 0,6 Milliarden Euro, wovon die Hälfte durch Versicherungen oder Exportkredite abgesichert ist.

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Finanzielle Stabilität und Aktienrückkäufe

Für die Kapitalquote der Bank hat das Scheitern des Verkaufs kaum Folgen. Die Belastung für die harte Kernkapitalquote (CET1) wird auf lediglich sieben Basispunkte geschätzt. Damit bleibt der finanzielle Spielraum für die laufenden Aktionärsvergütungen gewahrt. Das Institut profitiert dabei von einer soliden Basis: Für das Gesamtjahr 2025 wies die ING einen Nettogewinn von rund 6,3 Milliarden Euro aus.

Aktuell steht die Bank kurz vor dem Abschluss ihres 1,1 Milliarden Euro schweren Aktienrückkaufprogramms. Über 92 Prozent des Volumens sind bereits abgearbeitet. Parallel dazu treibt das Unternehmen die Effizienzsteigerung voran. In den Niederlanden wird die Belegschaft durch den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz und automatisierten Prozessen gestrafft.

An der Börse wird die Nachricht gelassen aufgenommen. Mit einem Schlusskurs von 24,46 Euro am Donnerstag notiert das Papier weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau, was einem Zuwachs von rund 56 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate entspricht. Die Suche nach einem alternativen Ausstiegsszenario für das Russland-Geschäft läuft bereits. Anleger blicken nun auf die kommenden Wochen, in denen der vollständige Abschluss des aktuellen Rückkaufprogramms erwartet wird.

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