Informa plc Aktie: Lohnt sich der britische Messe- und Datenriese jetzt für DACH-Anleger?
28.02.2026 - 13:57:32 | ad-hoc-news.deBottom Line zuerst: Die Informa plc Aktie steht im Fokus, weil der britische Messe-, Event- und Datenkonzern nach der Pandemie seine Umsätze wieder klar steigert und massiv Cash an die Aktionäre zurückgibt. Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Aktie ein gezielter Spielzug auf das globale Messegeschäft und hochwertige B2B-Datenströme in Branchen wie Healthcare, Finanzen und Industrie.
Was Sie jetzt wissen müssen: Informa ist an der London Stock Exchange im Leitindex FTSE 100 gelistet, lässt sich aber problemlos über deutsche Broker im Xetra- und Frankfurt-Handel erwerben. Wer in der DACH-Region auf strukturelles Wachstum bei Fachmessen, Konferenzen und digitalen Informationsdiensten setzt, kommt um diese Aktie kaum herum.
Der Investment-Case ist klar: Wiederkehrende Umsätze aus Daten- und Informationsservices, zyklisches Upside aus Live-Events und eine Aktionärspolitik, die auf Dividenden und Aktienrückkäufe setzt. Gleichzeitig ist die Aktie vom GBP-Wechselkurs und vom britischen Kapitalmarktumfeld abhängig, was für Euro-Anleger Chancen und Risiken schafft.
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Analyse: Die Hintergründe
Informa plc mit der ISIN GB00BMJ6DW54 ist einer der weltweit größten Anbieter von Fachmessen, Kongressen und B2B-Informationsdiensten. Das Unternehmen organisiert unter anderem Leitmessen in Bereichen wie Gesundheit, Pharma, Finanzen, maritime Industrie und Technologie und betreibt spezialisierte Daten- und Informationsplattformen für professionelle Nutzer.
Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist besonders interessant, dass viele der von Informa ausgerichteten Formate starke Schnittstellen zu Kernindustrien in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben. Dazu gehören etwa Life-Sciences- und MedTech-Veranstaltungen, die direkt auf Pharma-Cluster wie Nordrhein-Westfalen, Bayern, Wien oder die Region Basel ausstrahlen.
Struktureller Rückenwind: Seit der vollständigen Wiedereröffnung nach der Pandemie verzeichnet die globale Messebranche eine deutliche Erholung. Unternehmen investieren wieder in Präsenzveranstaltungen, Lead-Generierung und Networking. Informa profitiert davon als einer der größten Player weltweit mit Skaleneffekten bei Marketing, Technologie und Kundenzugang.
Gleichzeitig baut der Konzern sein Geschäft mit digitalen Informationsdiensten und Datenabonnements aus. Diese Segmente sind für Anleger besonders spannend, weil sie typischerweise wiederkehrende Erlöse mit hohen Margen liefern und deutlich weniger konjunkturabhängig sind als das Eventgeschäft.
Warum das für DACH-Investoren relevant ist:
- Viele Kunden von Informa sind DAX-, MDAX- und SDAX-Konzerne, aber auch große Mittelständler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die weltweit ausstellen oder Fachinformationen beziehen.
- Das Messegeschäft in Deutschland mit Standorten wie Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln oder Hamburg steht im Wettbewerb und in Kooperation mit internationalen Formaten von Informa, was die strategische Rolle des Konzerns im globalen B2B-Marketing unterstreicht.
- DACH-Anleger erhalten über Informa einen Hebel auf globale Branchenentwicklungen, ohne ausschließlich auf den heimischen Messebetreiber-Markt angewiesen zu sein.
Für Anleger aus Deutschland ist zudem wichtig, dass Informa in GBP bilanziert und ausschüttet. Das bedeutet: Euro- oder CHF-Investoren tragen ein Währungsrisiko, können aber auch von einer Aufwertung des britischen Pfunds gegenüber Euro oder Schweizer Franken profitieren.
Handelbarkeit in der DACH-Region: Die Informa Aktie ist über gängige Onlinebroker in Deutschland, Österreich und der Schweiz handelbar. Deutsche Privatanleger können sie zum Beispiel an der LSE in London in Originalwährung oder an deutschen Handelsplätzen erwerben. Steuerlich wird die Aktie im Rahmen der in Deutschland geltenden Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge behandelt, inklusive Anrechnung ausländischer Quellensteuer nach den Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Großbritannien.
Für österreichische und Schweizer Investoren gelten die länderspezifischen Regelungen zur Besteuerung von Dividenden und Kursgewinnen, meist mit vergleichbarer Anrechnung ausländischer Quellensteuern. Es lohnt sich, vor einem Einstieg die jeweilige nationale steuerliche Behandlung im Detail zu prüfen, insbesondere bei Dividendenstrategien.
Ein weiterer Aspekt für DACH-Anleger: Durch die starke institutionelle Verankerung im FTSE 100 ist Informa Bestandteil zahlreicher internationaler Fonds und ETFs. Wer globale Dividenden- oder Qualitäts-ETFs hält, kann indirekt bereits Anteile am Unternehmen besitzen, ohne es zu wissen. Ein Direktinvestment bietet dagegen die Chance, das Exposure gezielt zu steuern.
Corona-Nachwirkungen und Neuausrichtung: Die Pandemie hatte das Eventgeschäft von Informa massiv getroffen. Seither hat das Management den Konzern gestrafft, Portfolios bereinigt und den Fokus stärker auf margenstarke Bereiche gelegt. Das Ergebnis: Schlankere Kostenstruktur, robustere Bilanz und ein klarer Fokus auf wachstumsstarke Segmente wie spezialisierte B2B-Daten.
Für langfristig orientierte Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist vor allem interessant, dass Informa die Krise genutzt hat, um sich stärker als Plattformanbieter zu positionieren: Live-Events, digitale Formate, Content, Daten und Community-Building greifen zunehmend ineinander. Damit nähert sich das Geschäftsmodell mehr einem wiederkehrenden Plattformumsatz an, statt rein zyklisch von Messezyklen abhängig zu sein.
Makro-Faktoren im Blick: Der europäische Zinszyklus, die Entwicklung des britischen Pfunds und die globale Investitionsbereitschaft von Unternehmen in Marketing und Vertrieb spielen für Informa eine zentrale Rolle. Steigende Zinsen verteuern zwar die Refinanzierung, können aber gleichzeitig Value-orientierte, dividendenstarke Geschäftsmodelle wie Informa attraktiver machen, insbesondere im Vergleich zu hoch bewerteten Wachstumswerten.
Für die DACH-Region ist zudem relevant, dass exportstarke Industrien wie Maschinenbau, Chemie, Automobil und Medizintechnik auf globale Branchenplattformen angewiesen sind, um Kunden zu erreichen. Informa ist als Veranstalter und Informationsanbieter hier ein wichtiger Infrastrukturanbieter, auch wenn der Name vielen Privatanlegern weniger präsent ist als die eigenen Heimatmessen.
Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:
- Deutsche YouTube-Analysen zur Informa Aktie: Fundamentaldaten, Chancen und Risiken im Vergleich zu DAX-Werten
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Das sagen die Profis (Kursziele)
Für institutionelle Investoren und gut informierte Privatanleger in der DACH-Region sind die Einschätzungen großer Analysehäuser ein wichtiger Orientierungsrahmen. Bei Informa plc liegt der Fokus vieler Analysten auf der Kombination aus wachsendem B2B-Daten- und Informationsgeschäft, der Normalisierung des Messegeschäfts und der freien Cashflow-Generierung.
Typische Argumentationslinien der Analysten:
- Positiv bewertet wird die starke Marktstellung im globalen Messe- und Konferenzmarkt, insbesondere in attraktiven Nischen, in denen Informa als Standardplattform gilt.
- Der Ausbau der wiederkehrenden Umsätze im Informations- und Datenbereich wird als wesentlicher Treiber nachhaltiger Margenverbesserung gesehen.
- Kapitalrückführungen an Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen werden von vielen Häusern als klares Plus für langfristig orientierte Investoren gewertet.
- Risiken sehen Analysten vor allem im Währungsumfeld (GBP/EUR), in möglichen konjunkturellen Dellen, die Marketing- und Messebudgets treffen, sowie im Wettbewerb mit rein digitalen Anbietern von B2B-Content und Daten.
Deutsche Banken und Brokerhäuser ordnen Informa häufig im Segment der internationalen Qualitäts- und Dividendenwerte ein, die dem Depot eine gewisse Stabilität geben sollen, jedoch mit zyklischen Komponenten. Im Vergleich zu rein defensiven Versorgern oder Konsumgütern ist das Chance-Risiko-Profil dynamischer, bleibt aber klar fundamentaldatengetrieben.
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die bereits ein Basisportfolio aus heimischen Blue Chips und globalen Indizes besitzen, kann Informa eine gezielte Beimischung sein: ein Exposure in einen strukturell wachsenden B2B-Markt, der sich nicht eins zu eins im DAX oder ATX widerspiegelt.
Wie Privatanleger in der DACH-Region vorgehen können:
- Prüfen, ob bereits indirektes Engagement über globale Fonds oder ETFs besteht und in welcher Gewichtung.
- Bei Direktinvestments den Einfluss des GBP auf die persönliche Renditeerwartung berücksichtigen und gegebenenfalls eine gestaffelte Einstiegstrategie wählen.
- Regelmäßig die Investor-Relations-Unterlagen von Informa verfolgen, insbesondere Präsentationen und Berichte zum Messe- und Datenbereich.
- Vergleich mit heimischen Messe- und Informationsanbietern anstellen, um das relative Bewertungsniveau besser einordnen zu können.
Unabhängig vom individuellen Kursziel der Analysten bleibt entscheidend, ob Informa seine strategische Transformation hin zu einem noch stärker daten- und plattformgetriebenen Geschäftsmodell konsequent durchzieht. Für DACH-Anleger, die auf solide Cashflows, Dividenden und globale Branchenexponierung setzen, kann die Aktie ein Baustein im internationalen Depot sein, sofern Währungs- und Branchenrisiken bewusst gesteuert werden.
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