Infineon XENSIV PAS CO2 Sensor: Raumluftqualität kompakt im Blick
11.06.2026 - 19:47:36 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Vor der Veroeffentlichung am 11.06.2026, 19:34:45 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Der XENSIV PAS CO2 Sensor von Infineon XENSIV PAS CO2 zielt auf Anwendungen, bei denen eine kontinuierliche Überwachung der Raumluftqualität gefragt ist, ohne dass große, stromhungrige Messeinheiten verbaut werden müssen. Herzstück ist ein photoakustischer Infrarotsensor, der den CO2-Gehalt der Luft misst und die Daten digital an Steuerungen oder IoT-Plattformen weitergibt. Das Modul ist für intelligente Lüftungsanlagen, Luftreiniger, Smart-Home-Zentralen und Gebäudeleittechnik ausgelegt und soll eine energiesparende, platzsparende Alternative zu klassischen NDIR-Sensoren bieten. Für Privatanwender und professionelle Integratoren ist der Sensor damit ein Baustein, um Luftqualität, Komfort und Energieeffizienz in Wohn- und Bürogebäuden gleichzeitig im Blick zu behalten.
XENSIV PAS CO2: Funktionsprinzip, Aufbau und Zielanwendungen
Infineon ordnet den XENSIV PAS CO2 in seine XENSIV-Sensorfamilie ein, die auf präzise, kompakte Sensorik für IoT- und Gebäudeanwendungen ausgerichtet ist. Das Modul basiert auf der photoakustischen Spektroskopie: Eine Infrarotlichtquelle bestrahlt das Gasgemisch, CO2 absorbiert definierte Wellenlängen, daraus entsteht eine periodische Druckschwankung, die ein Mikrofon im Sensor detektiert. Aus diesem Signal wird die CO2-Konzentration berechnet, typischerweise als Parts per Million (ppm), was eine direkte Bewertung der Luftqualität im Raum erlaubt. Im Unterschied zu klassischen NDIR-Sensoren (nichtdispersive Infrarotsensoren) arbeitet das PAS-Konzept mit deutlich kleinerer Messkammer, was die Baugröße reduziert und die Integration in kompakte Geräte erleichtert.
Der XENSIV PAS CO2 kommt laut Infineon im kompakten Surface-Mount-Gehäuse (SMD), sodass der Sensor direkt auf Standard-Leiterplatten im Reflow-Lötprozess verarbeitet werden kann. Das vereinfacht den Einsatz in Serienprodukten wie Luftreinigern, Smart-Thermostaten, CO2-Ampeln, Raumluftmonitoren oder in Modulen für die Gebäudeautomation. Über eine digitale Schnittstelle, typischerweise I2C oder UART, wird der Sensor an Mikrocontroller oder System-on-Chip-Plattformen angebunden, die dann die Messdaten auswerten und zur Visualisierung, Regelung oder Übertragung in die Cloud nutzen. Infineon stellt dafür Referenzdesigns und Software-Beispiele bereit, die die Einbindung in Embedded-Systeme erleichtern.
Ein wesentlicher Punkt ist die Kalibrierung: Der XENSIV PAS CO2 ist werkseitig kalibriert und auf typische Messbereiche im Innenraum ausgelegt. Laut Hersteller arbeitet der Sensor im Bereich von ungefähr 400 ppm bis zu mehreren tausend ppm CO2 und soll dabei eine Genauigkeit bieten, die für Anwendungen wie Smart-Ventilation, Luftqualitätsmonitoring und Präsenzdetektion ausreichend ist. Über softwaregestützte Algorithmen können Temperatur- und Druckeffekte kompensiert werden, damit sich die Messwerte auch bei wechselnden Umgebungsbedingungen stabil verhalten. In der Praxis ist das für Gebäude relevant, in denen sich Raumbelegung, Sonneneinstrahlung und Lüftungszustand permanent ändern.
Im Gebäudebereich spielt CO2-Messung zunehmend eine Rolle, weil sie als Indikator für verbrauchte Luft und potenziell erhöhte Aerosolbelastung genutzt wird. Lüftungsanlagen, die sich an CO2-Grenzwerten orientieren, können bedarfsgerecht frische Außenluft zuführen: Ist der CO2-Wert unterhalb eines definierten Schwellenwerts, bleibt die Ventilation gedrosselt, steigt er darüber, erhöht das System automatisch die Luftwechselrate. So lassen sich Energieverbräuche im Vergleich zu konstant laufenden Anlagen reduzieren, ohne dass Komfort oder Luftqualität leiden. Der XENSIV PAS CO2 ist auf solche Regelstrategien zugeschnitten, weil er kontinuierliche Messwerte mit ausreichend kurzer Reaktionszeit liefern soll.
Target-Anwendungen, die Infineon für den PAS-CO2-Sensor nennt, reichen von Smart-Home-Lösungen über Gebäudeleittechnik bis hin zu HVAC-Systemen (Heating, Ventilation, Air Conditioning) im Nichtwohnungsbau. In Wohnungen und Einfamilienhäusern kann der Sensor in intelligente Raumthermostate, Luftreiniger, Luftentfeuchter oder eigenständige CO2-Monitore integriert werden, die die gemessenen Werte etwa per App anzeigen oder in Smart-Home-Plattformen einbinden. In Bürogebäuden, Schulen und öffentlichen Einrichtungen geht es vor allem darum, belegungsabhängige Lüftung umzusetzen, um sowohl Komfort als auch Energieeffizienz zu erreichen. Darüber hinaus lassen sich CO2-Daten in IoT-Plattformen mit anderen Sensorwerten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder VOC-Konzentrationen kombinieren, um ein umfassendes Bild der Raumluftqualität zu erhalten.
Technisch ist der XENSIV PAS CO2 darauf ausgelegt, mit niedrigem Stromverbrauch auszukommen, damit auch batteriebetriebene Geräte unterstützt werden. Der Sensor lässt sich in verschiedenen Betriebsmodi konfigurieren, etwa mit kontinuierlicher Messung oder in Intervallen, um Energie zu sparen. In batteriebetriebenen CO2-Monitoren oder vernetzten Sensor-Knoten kann die Messfrequenz abhängig von der Anwendung angepasst werden: Kürzere Intervalle für Echtzeit-Regelung, längere Intervalle für Trendmonitoring in Smart-Home- oder Cloud-Anwendungen. Infineon stellt Entwicklerunterlagen und Appnotes bereit, die typische Design-Trades-offs und empfohlene Konfigurationen beschreiben.
Infineon positioniert den XENSIV PAS CO2 auch als Option für Hersteller, die bisher auf größere NDIR-Sensoren gesetzt haben und nun Platz oder Kosten einsparen wollen. Durch den Einsatz eines MEMS-Mikrofons als Detektor in der photoakustischen Messzelle lassen sich die Abmessungen im Vergleich zu traditionellen Messkammern deutlich reduzieren. Gleichzeitig kann der Hersteller die Sensorik mit eigenem Know-how aus dem Bereich MEMS-Mikrofone und Leistungselektronik kombinieren, um ein integriertes Modul anzubieten. Für B2B-Kunden bedeutet das, dass sie ein vorkonfiguriertes Bauteil kaufen, statt sich selbst um Optik, Strahlengänge und Reflexionskammern kümmern zu müssen.
Wo früher oft ein einzelner CO2-Sensor in größeren Lüftungsanlagen installiert wurde, erlauben kompaktere Module wie der XENSIV PAS CO2 eine dezentralere Architektur. Hersteller können mehrere Sensoren in einem Gebäudeteil verteilen, etwa in jedem Klassenraum oder Besprechungszimmer, und damit feinere Regelstrategien umsetzen. Die Messdaten lassen sich über Bus-Systeme in die Gebäudeleittechnik einspeisen oder via Funkprotokolle wie Zigbee, Thread oder WLAN in die Cloud übertragen, sofern die Integratoren passende Gateways vorsehen. Damit verschiebt sich die CO2-Messung von großen, zentralen Anlagen hin zu vernetzten Sensorpunkten in vielen Räumen.
Für Entwickler, die sich mit dem XENSIV PAS CO2 beschäftigen, bietet Infineon auf der Produktseite Evaluierungskits und Softwarebeispiele, mit denen sich die Einbindung in Prototypen und Seriengeräte testen lässt. In der Regel umfasst das Evaluierungsangebot eine kombinierte Hardware mit dem Sensor, einem Mikrocontroller und Schnittstellen zur PC-Software, inklusive Beispielcode zur Anbindung. So soll die Integration auch für kleinere Gerätehersteller und Start-ups erleichtert werden, die nicht von Grund auf eigene CO2-Sensorplattformen entwickeln wollen. Ergänzend stellt Infineon Application Notes bereit, die typische Fehlerquellen in der CO2-Messung, wie Strömungseffekte oder Kondensatbildung, thematisieren.
Im Wettbewerbsumfeld muss sich der XENSIV PAS CO2 gegen etablierte CO2-Sensoren anderer Anbieter behaupten. Viele Marktteilnehmer setzen ebenfalls auf NDIR- oder photoakustische Verfahren, so dass sich die Differenzierung vor allem über Formfaktor, Stromverbrauch, Integrationsaufwand und Systemunterstützung ergibt. Infineon setzt hier auf die Kombination aus kompakter Bauform, digitaler Schnittstelle, werkseitiger Kalibrierung und umfangreicher Dokumentation. Für Gerätehersteller kann der Support im Design-in-Prozess ein entscheidender Faktor sein, wenn neue Sensorik in bestehende Produktlinien integriert werden soll.
Ein weiterer Treiber für CO2-Sensorik ist die Regulierung in Gebäuden. In mehreren Ländern wird über strengere Vorgaben zur Luftqualität in Schulen und Büros diskutiert, teilweise sind CO2-Grenzwerte oder Empfehlungen bereits in Richtlinien verankert. Sensorik wie der XENSIV PAS CO2 kann dabei helfen, diese Anforderungen technisch umzusetzen, indem sie kontinuierliche Messdaten liefert, auf deren Basis sich Lüftungsstrategien optimieren lassen. Gerade im Kontext von Energieeffizienz und Klimazielen steht die Gebäudeautomation unter Druck, Verbrauch zu senken, ohne Komfortverluste zu verursachen.
Mit Blick auf das Infineon-Portfolio fügt sich der XENSIV PAS CO2 in eine breitere Strategie ein, Sensorik, Mikrocontroller und Leistungselektronik zu kombinieren. So können Kunden im Idealfall komplette Systemlösungen aus einer Hand beziehen, etwa CO2-Sensoren für die Umweltwahrnehmung, Mikrocontroller für die Auswertung und Leistungsbauelemente für die Ansteuerung von Lüftern oder Ventilen. Diese Systemperspektive spielt auch im Bereich Smart Building und IoT eine Rolle, wo Partner und Integratoren häufig nach vorkonfigurierten Plattformen suchen statt nach Einzelkomponenten. Für Infineon ist der CO2-Sensor damit nicht nur ein Einzelprodukt, sondern ein Baustein in einem übergreifenden Lösungsangebot.
Für Anleger ist vor diesem Hintergrund relevant, dass die Nachfrage nach Sensorik für Smart Buildings und IoT als Wachstumsfeld gilt, in dem sich Halbleiterunternehmen zusätzliche Umsatzquellen erschließen können. Der XENSIV PAS CO2 trägt zur Positionierung Infineons in diesem Segment bei, auch wenn seine konkrete Umsatzbedeutung im Vergleich zu großen Geschäftsfeldern wie Automotive oder Leistungselektronik moderat bleibt. Die Aktie von Infineon Technologies AG (DE0006231004) notiert am 11.06.2026 auf Xetra laut finanzen.net bei rund 76,70 Euro.
Kurzprofil: Infineon XENSIV PAS CO2 Sensor
- Produkt: XENSIV PAS CO2 Sensor
- Hersteller: Infineon Technologies AG
- Kategorie: Software/Service/Abo-nahes Sensormodul für Smart Building
- Markteinfuehrung: Produktfamilie XENSIV PAS CO2 seit Anfang der 2020er Jahre im Markt
- UVP / Preis: Modulpreise variieren je nach Distributionspartner und Abnahmemenge; im Fachhandel werden Stückpreise im unteren zweistelligen Eurobereich genannt (Stand 2026)
- Verfuegbarkeit: U?ber Elektronikdistributoren und Online-Fachhandel auch fu?r den deutschen Markt erha?ltlich
- Zielgruppe: Gerätehersteller und Integratoren im Bereich Smart Home, Luftreiniger, HVAC und Gebäudeautomation
- Besonderheit / USP: Kompakter, photoakustischer CO2-Sensor mit digitaler Schnittstelle und werkseitiger Kalibrierung fu?r energieeffiziente Raumluftüberwachung
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