Infineon: Preiserhöhung ab 1. April noch nicht eingepreist
29.04.2026 - 18:01:57 | boerse-global.deInfineon notiert am Mittwoch auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro — ein Plus von rund 4,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 44 Prozent zugelegt. Der eigentliche Treiber steckt jedoch nicht im Kurszettel, sondern in einem strategischen Schritt, dessen volle Wirkung noch aussteht.
Preiserhöhungen als stille Reserve
Seit dem 1. April 2026 gelten für Infineons Power-Switches und Power-ICs höhere Preise. Begründung: steigende Fertigungskosten und die wachsende Nachfrage aus KI-Rechenzentren. Entscheidend ist, dass diese Preisanpassungen auch für bestehende Aufträge gelten — sofern die Lieferung nach dem 1. April erfolgt.
Analysten erwarten für das zweite Geschäftsquartal einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro. Die April-Preiserhöhungen sind in diesen Schätzungen noch nicht enthalten. Das schafft Spielraum für positive Überraschungen, wenn Infineon im Mai die Quartalszahlen vorlegt.
KI-Nachfrage treibt Investitionen
Der Umsatz mit Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sprang von 250 Millionen Euro im Jahr 2024 auf über 700 Millionen Euro im Folgejahr. Das Management peilt für 2026 einen KI-Umsatz von 1,5 Milliarden Euro an — und 2,5 Milliarden für 2027.
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Um diese Wachstumsziele zu erreichen, steigen die Investitionen im laufenden Jahr von 2,2 auf 2,7 Milliarden Euro. Das größte Einzelprojekt: die neue Smart Power Fab in Dresden. Fünf Milliarden Euro Gesamtvolumen, rund eine Milliarde davon vom Staat. Die Eröffnung ist für den 2. Juli geplant — früher als ursprünglich vorgesehen.
Kursziel bereits überholt
Infineon behauptet seine Führungsrolle im Automobilbereich: Laut einem aktuellen TechInsights-Bericht ist es das sechste Jahr in Folge als weltweiter Marktführer bei Automotive-Chips. Im Mikrocontroller-Segment hält der Konzern einen Marktanteil von 36 Prozent.
Jefferies-Analyst Janardan Menon bekräftigte am 27. April sein „Buy"-Rating — allerdings mit einem Kursziel von 52 Euro. Der aktuelle Kurs liegt bereits darüber. Das KGV für 2026 beträgt 39,3, deutlich über dem Zehnjahres-Durchschnitt von 33,4 und fast doppelt so hoch wie der Branchenmedian von 24,2.
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Die Bewertung ist ambitioniert. Ob sie sich rechtfertigt, hängt maßgeblich davon ab, ob die Preiserhöhungen die Margen im zweiten Quartal spürbar verbessern und das Management seinen Jahresausblick anhebt. Beides entscheidet sich im Mai.
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