Infineon, Peking

Infineon: Peking bestätigt Innoscience-Patente

29.04.2026 - 10:31:40 | boerse-global.de

Pekinger Gericht bestätigt GaN-Patente von Innoscience. Infineon erleidet Rückschlag im asiatischen Rechtsstreit um Schlüsseltechnologie.

Infineon: Peking bestätigt Innoscience-Patente - Foto: über boerse-global.de
Infineon: Peking bestätigt Innoscience-Patente - Foto: über boerse-global.de

An der Börse jagt Infineon derzeit von Hoch zu Hoch. Die Aktie notiert mit knapp 53 Euro dicht unter ihrem 52-Wochen-Hoch und verzeichnet ein Plus von fast 44 Prozent auf Monatssicht. Vor Gericht in China muss der Münchner Halbleiterkonzern nun einen Dämpfer hinnehmen. Im erbitterten Streit um eine wichtige Zukunftstechnologie hat ein Gericht in Peking gegen die Deutschen entschieden.

Rückschlag auf dem asiatischen Markt

Das Pekinger Gericht für geistiges Eigentum wies die Ungültigkeitsanträge von Infineon vollumfänglich ab. Damit bleiben zwei zentrale Kerninventionspatente des chinesischen Konkurrenten Innoscience zur Galliumnitrid-Technologie (GaN) bestehen. Die Richter stützten eine vorherige Entscheidung der nationalen Patentbehörde aus dem November 2025. Innoscience nutzt exakt diese Patente bereits für inländische Verletzungsklagen gegen den DAX-Konzern.

Der juristische Schlagabtausch beschränkt sich längst nicht auf Asien. Seit über zwei Jahren überziehen sich die beiden GaN-Spezialisten auf mehreren Kontinenten mit Klagen. In Deutschland verbuchte Infineon kürzlich einen Teilerfolg. Das Landgericht München I verhängte ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für bestimmte Innoscience-Produkte wegen Patentverletzungen.

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Im US-Verfahren fiel das Bild gemischter aus. Die zuständige Handelsbehörde ITC erkannte zwar Verstöße bei älteren Hochvoltprodukten der Chinesen. Das aktuelle Produktdesign stufte sie allerdings als unbedenklich ein.

Kampf um ein strategisches Wachstumsfeld

Der harte juristische Kurs hat einen klaren Grund. Galliumnitrid gilt als strategischer Wachstumsmarkt in der Halbleiterindustrie. Die Bauteile schalten schneller, bleiben kühler und sparen Platz — Eigenschaften, die in Elektroautos und KI-Rechenzentren dringend benötigt werden. Infineon beansprucht mit rund 450 Patentfamilien das umfangreichste Schutzrecht-Portfolio der Branche für sich.

Ungeachtet der juristischen Auseinandersetzungen läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Im ersten Geschäftsquartal erwirtschaftete Infineon einen Umsatz von knapp 3,7 Milliarden Euro bei einer Marge von rund 18 Prozent.

Im Mai legt der Vorstand die Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten rechnen mit Erlösen von rund 3,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Markt einen Umsatzsprung auf knapp 16 Milliarden Euro sowie eine Verdopplung des Gewinns je Aktie. Bei der anstehenden Präsentation rückt neben den reinen Finanzkennzahlen vor allem die Preisentwicklung der umkämpften GaN- und KI-Komponenten in den Vordergrund.

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