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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 07.10.2025 - 17.00 Uhr

07.10.2025 - 17:06:54

Industrieaufträge enttäuschen - Dennoch 'Hoffnungsschimmer'WIESBADEN - Die deutsche Industrie bekommt die US-Zollpolitik zu spüren: Die Betriebe mussten im August überraschend einen weiteren Auftragsdämpfer hinnehmen.

ROUNDUP/Deutschland: Industrieaufträge enttäuschen - Dennoch 'Hoffnungsschimmer'

WIESBADEN - Die deutsche Industrie bekommt die US-Zollpolitik zu spüren: Die Betriebe mussten im August überraschend einen weiteren Auftragsdämpfer hinnehmen. Die Entwicklung zeige, dass die positive Dynamik in der deutschen Industrie in den ersten Monaten des Jahres fast ausschließlich auf vorgezogene US-Geschäfte zurückzuführen gewesen sei, erklärte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Bank ING. Trotz der Enttäuschung sei immerhin der Anstieg der Inlandsaufträge ein Hoffnungsschimmer. Die geplanten staatlichen Milliardeninvestitionen in Infrastruktur und Rüstung schienen so langsam bei den Unternehmen anzukommen.

ROUNDUP: Präsident Macron in Regierungskrise immer mehr unter Druck

PARIS - In der Regierungskrise in Frankreich gerät Präsident Emmanuel Macron immer stärker unter Druck. Während der zurückgetretene Premier Sébastien Lecornu mit den Parteispitzen Beratungen über einen Ausweg aus der Krise aufnahm, gehen bisherige Vertraute vom Präsidenten klar auf Distanz zu ihm. So rief Macrons früherer Premierminister Édouard Philippe (2017-2020) den Präsidenten zum Rücktritt auf. Die seit sechs Monaten andauernde Krise dürfe nicht bis zur Präsidentschaftswahl in eineinhalb Jahren verlängert werden, sagte Philippe, der selbst bei der Wahl 2027 antreten will, dem Sender RTL.

ROUNDUP: SPD und Union setzen auf Entscheidungen bei Koalitionsausschuss

BERLIN - Union und SPD peilen beim Treffen der Koalitionsspitzen an diesem Mittwoch Entscheidungen in einigen wichtigen Themenfeldern an. Er hoffe auf einen "Koalitionsausschuss der Ergebnisse", sagte der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Hoffmann. Zuletzt seien viele Dinge entwickelt worden, jetzt sollten einzelne Dissenspunkte mit Einbindung der Parteichefs gelöst werden. Im Blick stehen sollen unter anderem die Reform des Bürgergelds und die Finanzierung von Bauprojekten im Verkehrsnetz.

Energieagentur: US-Politik bremst Wachstum bei Erneuerbaren

PARIS - Die weltweite Kapazität an erneuerbaren Energien wird sich nach Vorhersage der Internationalen Energieagentur (IEA) bis 2030 voraussichtlich verdoppeln. Gebremst werde das Wachstum aber durch den Kursschwenk in der US-Energiepolitik, Abhängigkeiten bei Lieferketten sowie Problemen bei der Netzintegration und der Finanzierung, teilte die IEA in Paris mit.

Entwicklungspolitik setzt auf Unternehmen

BERLIN - Die Bundesregierung will die deutsche Wirtschaft bei der Entwicklungszusammenarbeit stärker in die Pflicht nehmen. Das sieht ein Aktionsplan von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan vor, den die SPD-Politikerin bei einer Konferenz in Berlin vorgestellt hat.

Griechenland kürzt Sozialleistungen für Asylberechtigte massiv

ATHEN - Die griechische Regierung will Sozialleistungen für anerkannte Flüchtlinge massiv kürzen. Nach Angaben des Migrationsministeriums sollen die Gesamtmittel für Asylleistungen um fast 30 Prozent reduziert werden - von 400 Millionen auf 288 Millionen Euro jährlich, wie die Behörde mitteilte.

Institute: Leichtes Wachstum beendet Rezession in Österreich

WIEN - Nach dem längsten Abschwung in der jüngeren Geschichte Österreichs steht das Land nach Überzeugung von Wirtschaftsforschungsinstituten vor einem moderaten Wachstum.

Russland nimmt erneut ukrainische Infrastruktur ins Visier

KIEW - Bei russischen Angriffen auf Infrastrukturobjekte in der Ukraine ist mindestens ein Mensch getötet worden. Der 65 Jahre alte Mann kam nach Angaben der örtlichen Staatsanwaltschaft bei einer Drohnenattacke auf eine Haltestelle im südukrainischen Cherson ums Leben. Ein 70-Jähriger sei verletzt worden.

KI-Boom und Zölle: Welthandel legt überraschend stark zu

GENF - Der weltweite Warenhandel ist nach einer Analyse der Welthandelsorganisation (WTO) im ersten Halbjahr 2025 überraschend deutlich gestiegen. Gründe seien unter anderem hohe Einfuhren in die USA, wo viele Firmen sich vor den Zollerhöhungen noch eindecken wollten, wie aus einer Welthandelsprognose der WTO hervorgeht. Zudem sei der Welthandel mit allem deutlich gestiegen, was im Bereich künstliche Intelligenz gebraucht werde: Halbleiter, Server und Telekommunikationsausrüstung.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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