Indien setzt mit globaler KI-Charta neue Agenda
22.02.2026 - 09:31:11 | boerse-global.deIndien hat mit dem ersten globalen KI-Gipfel des Globalen Südens die Tech-Diplomatie neu ausgerichtet. Die New-Delhi-Deklaration wurde von 88 Nationen unterzeichnet – darunter alle großen geopolitischen Blöcke. Der Fokus liegt erstmals nicht auf Risikobegrenzung, sondern auf gerechter Verteilung der Chancen.
Vom Konsumenten zum Entwickler: Eine neue Philosophie
Das Abkommen, das am Wochenende in der indischen Hauptstadt verabschiedet wurde, markiert einen historischen Kurswechsel. Bisherige Gipfel wie in Großbritannien oder Frankreich konzentrierten sich vor allem auf Sicherheit und Kontrolle. Die Indien AI Impact Summit 2026 lenkte die Debatte hingegen auf die sozioökonomische Integration und die Überwindung der digitalen Kluft.
Kern der Deklaration sind sieben Säulen – von den Gastgebern als „Sieben Chakras“ bezeichnet. Sie reichen von der Demokratisierung von KI-Ressourcen über sichere Systeme bis zum Aufbau widerstandsfähiger Infrastruktur. Die unterzeichnenden Staaten, darunter die USA, China, die EU und Russland, einigten sich auf einen menschenzentrierten Ansatz, der Wohlstand und Wohlergehen aller Bevölkerungen in den Mittelpunkt stellt.
Konkrete Initiativen und ein milliardenschwerer Impuls
Jenseits der Absichtserklärungen brachte der Gipfel handfeste multilaterale Projekte auf den Weg. Dazu zählt die Charta für die demokratische Verbreitung von KI, die den erschwinglichen Zugang zu Rechenleistung fördern soll. Zudem wurden eine globale Wissensdatenbank für erfolgreiche Anwendungen und ein Repository für Sicherheitsstandards geschaffen.
Indien präsentierte mit dem MANAV-Rahmenwerk ein eigenes Modell für eine ethische Governance. Es fordert moralische Systeme, rechenschaftspflichtige Aufsicht und die Achtung der nationalen Datensouveränität. Marktbeobachter prognostizieren, dass die Gipfeldiskussionen weltweit KI-Infrastrukturinvestitionen von über 100 Milliarden Euro beeinflussen könnten.
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Technologisches Schaufenster und die Brückenfunktion Indiens
Parallel zum Gipfel demonstrierte die India AI Impact Expo die praktische Anwendung. Über 300 Aussteller zeigten mehr als 170 Use-Cases in Gesundheit, Energie und Landwirtschaft. Ein Höhepunkt war die Vorstellung des ersten in Indien entwickelten KI-gesteuerten Lufttaxis, das urbane Staus reduzieren soll.
Die Einigung der technologischen Rivalen USA und China auf ein gemeinsames Dokument unterstreicht eine seltene diplomatische Übereinkunft. Experten sehen Indien nun in der Rolle eines entscheidenden Vermittlers zwischen dem Globalen Norden und Süden. Die große Frage bleibt: Können die freiwilligen Verpflichtungen in nationale Politik umgesetzt werden? Der Erfolg wird sich daran messen, ob Schwellenländer in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten eigene Rechenkapazitäten aufbauen können.
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