Indexmieten: Inflation treibt Mieten nach oben
30.01.2026 - 16:26:12Die Inflation in Deutschland steigt stärker als erwartet und bringt Indexmieten in Bewegung. Das Statistische Bundesamt gab heute eine Rate von 2,1 Prozent für Januar bekannt. Damit haben Vermieter die rechtliche Grundlage, die Mieten für Millionen Haushalte zu erhöhen.
Die vorläufige Teuerungsrate übertrifft die Prognosen und liegt über dem Dezember-Wert von 1,8 Prozent. Besonders bemerkenswert: Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, liegt bei 2,5 Prozent. Sie zeigt einen breiten Preisdruck in der Wirtschaft.
Für Mieter mit einem Indexvertrag wird es jetzt konkret teurer. Bei einer Kaltmiete von 1.000 Euro bedeutet die aktuelle Rate eine monatliche Mehrbelastung von 21 Euro.
Wie der Automatismus Mieter belastet
Indexmieten sind direkt an den Verbraucherpreisindex gekoppelt. Steigt die Inflation, steigt auch die Miete – in der Regel einmal jährlich. Was bei niedrigen Raten als fair galt, wird nun zur finanziellen Bürde.
Passend zum Thema Indexmieten und steigende Inflationsraten: Viele Mieterhöhungen 2025 scheitern an unzureichenden Begründungen – das kostet Vermieter Zeit und Geld. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten, rechtssichere Formulierungen und die entscheidende Tabelle, mit der Sie Anpassungen stichhaltig begründen. Nutzen Sie die Checkliste für korrekte Dokumentation und vermeiden Sie teure Widersprüche. Download per E‑Mail, gratis. Ideal vor jeder Mieterhöhung. Gratis Mietspiegel-Report für Vermieter anfordern
- Die Miete passt sich automatisch an die Teuerung an.
- Vermieterverbände wie Haus & Grund sehen darin einen reinen Inflationsausgleich.
- Mieterschützer warnen vor unkalkulierbaren Kosten, besonders in ohnehin teuren Metropolen.
Obwohl Indexmieten bundesweit einen geringen Marktanteil haben, sind sie im Neubau und in Großstädten verbreitet. Dort treffen die Erhöhungen auf ein bereits hohes Preisniveau.
Politik diskutiert Deckelung
Die steigenden Zahlen befeuern die politische Debatte. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte bereits Ende 2025 an, extreme Sprünge begrenzen zu wollen. Ein Vorschlag sieht eine jährliche Obergrenze von 3,5 Prozent vor.
Auch der Bundestag ist aktiv: Ein Antrag der Linken für ein Verbot neuer Indexverträge wurde kürzlich in die Ausschüsse überwiesen. Der Deutsche Mieterbund unterstützt die Pläne der Ministerin, fordert aber schärfere Maßnahmen. Die Organisation will Indexmieten bei Neuvermietungen ganz verbieten.
Ein faires Modell oder unkalkulierbares Risiko?
Ursprünglich sollte die Indexmiete Transparenz schaffen und aufwendige Vergleichsverfahren ersetzen. In Zeiten stabiler Preise konnten sogar Mieter profitieren. Die hohe Inflation der vergangenen Jahre hat dieses Bild jedoch gekippt.
Kritiker argumentieren, der Automatismus ignoriere die reale Lohnentwicklung. Die Immobilienwirtschaft hält dagegen: Indexmieten seien ein Nischeninstrument und für die Wirtschaftlichkeit von Neubauprojekten angesichts hoher Baukosten wichtig.
Die endgültigen Inflationszahlen folgen Mitte Februar. Unabhängig von kleinen Korrekturen ist der politische Druck jetzt da. In den kommenden Monaten wird ein konkreter Gesetzentwurf erwartet. Die Frage lautet: Wie lässt sich bezahlbarer Wohnraum sichern, ohne Investitionen zu gefährden?
PS: In Zeiten steigender Preise ist eine rechtssichere Begründung oft entscheidend. Der Mietspiegel-Report 2025 fasst in fünf Minuten zusammen, welche Vergleichsmieten gelten, wie Sie Fristen und Formulierungen richtig setzen und typische Fallstricke vermeiden. So setzen Sie Mieterhöhungen durch, ohne unnötige Rechtsstreitigkeiten zu provozieren. Download gratis per E‑Mail; sofort verfügbar. Empfohlen für private und professionelle Vermieter, inklusive Praxis-Tipps und Mustervorlagen. Mietspiegel-Report 2025 jetzt herunterladen


