Toter bei Anschlag auf Chef russischer Drohnenfirma
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 17:11 Uhr | dpa.deTkatschuk sei schwer verletzt, aber in stabilem Zustand; sein Fahrer sei getötet worden, teilte der Telegram-Kanal des Unternehmers mit. Russische Staatsmedien meldeten nach Behördenangaben, dass die Ermittlungen zu dem am Dienstag begangenen Attentat liefen.
Das Auto sei in dem Ort Bolschoi Istok in der Nähe von Jekaterinburg in die Luft gegangen, berichteten Medien. Kremlnahe Telegram-Kanäle meldeten, dass der Sprengsatz unter dem Auto angebracht gewesen sein soll. Eine offizielle Mitteilung der Behörden gab es dazu nicht.
Werk spezialisiert sich auf Kamikazedrohnen für Krieg gegen Ukraine
Das in Jekaterinburg 2023 gegründete Werk hat sich auf die Serienproduktion von Kamikaze-Drohnen spezialisiert. Die Flugobjekte mit dem Namen Upyr (auf Deutsch: Vampir) setzt Russland massenhaft in seinem Krieg gegen die Ukraine ein. Sie gelten als vergleichsweise günstig und dennoch schlagkräftig.
Tkatschuks Telegram-Kanal warf der Ukraine vor, hinter dem Anschlag zu stecken und kündigte Rache an. Auf die Produktion der Drohnen hat der Anschlag demnach keine Auswirkung. Tkatschuks Unternehmen ist mit westlichen Sanktionen belegt. Persönliche Daten des Russen sind auch auf einer ukrainischen Seite für Feinde der Ukraine gelistet - mit der Information, dass sein Auto explodiert sei, er aber überlebt habe.
In Russland gibt es immer wieder Sprengstoffanschläge gegen Kriegsunterstützer und ranghohe Militärs. Russland sieht die Ukraine hinter den von den Ermittlern so bezeichneten Terroranschlägen. Erst am Wochenende starben bei einer Bombenexplosion in einem Moskauer Restaurant mindestens fünf Menschen.
