Imperial Brands Aktie: Dart reduziert auf 2,91 Prozent
Veröffentlicht: 05.07.2026 um 13:28 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein Großaktionär zieht sich zurück – und das Unternehmen kauft fast zeitgleich eigene Aktien im großen Stil. Imperial Brands liefert damit ein spannendes Bild zwischen Vertrauensbeweis und Desinvestition.
Kenneth Dart, einer der bekanntesten langjährigen Investoren der Branche, hat seinen Anteil an Imperial Brands im Juli 2026 deutlich reduziert. Sein Investmentvehikel Spring Mountain Investments verkaufte 8,7 Millionen Aktien. Der Anteil fiel von 3,99 auf 2,91 Prozent. Zum Vergleich: Anfang 2024 hielt Dart noch 7,04 Prozent. Nach dem Verkauf besitzt Spring Mountain noch rund 22,4 Millionen Aktien.
Aktienrückkauf als Stütze
Parallel dazu setzt Imperial Brands sein milliardenschweres Rückkaufprogramm fort. Am 3. Juli erwarb das Unternehmen 133.510 eigene Aktien zum Durchschnittspreis von 2.800,52 Pence pro Stück und vernichtete sie anschließend. Die Zahl der ausstehenden Aktien sank dadurch auf 769.229.261.
Auffällig: Die Rückkäufe fielen an diesem Tag besonders ins Gewicht. Wegen geringer Handelsvolumina machten die zurückgekauften Papiere rund ein Fünftel bis ein Viertel des gesamten Tagesumsatzes aus. Trotz dieser Maßnahme schloss die Aktie am Freitag mit minus 0,43 Prozent auf 32,74 Euro – und blieb damit hinter dem FTSE 100 zurück.
Jahresausblick: NGPs als Wachstumstreiber
Imperial Brands bekräftigte seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr: niedrige einstellige Umsatzsteigerung bei traditionellen Tabakprodukten, zweistellige Zuwächse im Bereich Next Generation Products. Die Akquisition von Black Buffalo, einem Anbieter moderner Nikotinprodukte, für 150 Millionen Dollar im Mai 2026 untermauert diese Strategie.
Die nächsten Termine sind bereits gesetzt: Der Ex-Dividenden-Tag fällt in den August 2026, die zweite Zwischendividende wird im September erwartet. Die Zahlen für das Gesamtjahr erscheinen im November.
Darts anhaltender Rückzug ist ein Zeichen – aber kein akutes Alarmzeichen. Sein Anteil liegt noch immer im niedrigen Prozentbereich, das Unternehmen kauft parallel eigene Aktien. Das dürfte die Dividendenrendite stabilisieren. Für Impulse muss allerdings der NGP-Bereich liefern.
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