ImmunityBio Aktie: Podcast kostet Milliarden
31.03.2026 - 10:34:53 | boerse-global.deEin unbedachter Satz in einem Podcast kommt ImmunityBio teuer zu stehen. Weil der Verwaltungsratschef die Wirksamkeit des Krebsmittels Anktiva öffentlich übertrieb, schritt die US-Gesundheitsbehörde FDA ein und löste einen massiven Kursrutsch aus. Während sich nun die Sammelklagen häufen, liefert die klinische Forschung des Unternehmens eigentlich handfeste Erfolgsmeldungen.
Juristischer Druck wächst
Der Auslöser der aktuellen juristischen Probleme liegt im Januar 2026. In einem an Verbraucher gerichteten Podcast behauptete der Verwaltungsratschef, das eigentlich nur für Blasenkrebs zugelassene Medikament Anktiva könne "alle Krebsarten behandeln". Die FDA reagierte Mitte März mit einem scharfen Warnbrief wegen irreführender Werbung und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz.
Als dieses Einschreiten der Behörde am 24. März öffentlich wurde, brach die Aktie um 21 Prozent ein und vernichtete fast zwei Milliarden US-Dollar an Marktwert. Gestern setzte sich die Talfahrt mit einem Minus von weiteren 8,6 Prozent auf 6,74 US-Dollar fort. Mittlerweile rufen mehrere Anwaltskanzleien, darunter Robbins Geller Rudman & Dowd sowie Hagens Berman, geschädigte Investoren dazu auf, sich bis zum 26. Mai 2026 einer Sammelklage anzuschließen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ImmunityBio?
Studiendaten als Lichtblick
Abseits der juristischen Schauplätze macht die Pipeline des Unternehmens beachtliche Fortschritte. Ein unabhängiges Datenüberwachungskomitee (IDMC) bestätigte im März, dass die laufende QUILT-2.005-Studie ausreichend aussagekräftig ist, um klinisch relevante Unterschiede zu belegen. Die im Februar vollständig rekrutierte Studie untersucht die Kombination von Anktiva und BCG bei Patienten mit Blasenkrebs, die zuvor noch keine BCG-Therapie erhalten haben.
Diese sogenannte BCG-naive Patientengruppe stellt ein deutlich früheres Behandlungsstadium dar als die aktuell zugelassene Indikation. Ein Erfolg in diesem Bereich würde die potenzielle Zielgruppe für das Medikament erheblich vergrößern. Das Unternehmen plant auf Basis dieser Daten einen ergänzenden Zulassungsantrag für Ende 2026.
Zwei parallele Zeitpläne
Wirtschaftlich befand sich ImmunityBio zuletzt auf einem steilen Wachstumspfad. Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 113 Millionen US-Dollar mit Anktiva, was einer Steigerung von rund 700 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem reichte das Management bereits am 9. März einen weiteren Zulassungsantrag für eine spezifische Untergruppe von Blasenkrebs-Patienten ein, den die FDA ohne Forderung nach neuen Studien zur Prüfung annahm.
In den kommenden Monaten bewegen sich Investoren somit zwischen zwei völlig unterschiedlichen Zeitplänen. Bis zum 26. Mai formiert sich die Klägerseite für die bevorstehenden Gerichtsprozesse, während das Unternehmen operativ auf die nächste wichtige FDA-Einreichung im vierten Quartal 2026 hinarbeitet.
ImmunityBio-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ImmunityBio-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:
Die neusten ImmunityBio-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ImmunityBio-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ImmunityBio: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis ImmunityBio Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.

