Immobilienwirtschaft warnt vor kritischem Wendepunkt
17.01.2026 - 00:45:12Die österreichische Immobilienwirtschaft schlägt Alarm. Führende Vertreter der Wirtschaftskammer Österreich warnen vor einem kritischen Wendepunkt für den Wohnungsmarkt. Neue Gesetze und eine anhaltende Finanzierungsklemme setzen den Markt massiv unter Druck.
Neue Gesetze schaffen Rechtsunsicherheit
Im Zentrum der Kritik stehen gesetzliche Neuerungen, die zu Jahresbeginn in Kraft traten. Das neue Mietenwertsicherungsgesetz (MieWeG) und geänderte Befristungsregelungen sorgen für erhebliche Verunsicherung bei Investoren. Roman Oberndorfer, Obmann des zuständigen Fachverbandes in der WKÖ, kritisiert die hohe Komplexität und den bürokratischen Aufwand.
Verschärft wird die Lage durch eine zusätzlich geplante, umfassende Mietrechtsreform. Diese Kombination aus umgesetzten und anstehenden Maßnahmen macht langfristige Investitionen im Wohnungssektor schwer kalkulierbar. Dabei sind Stabilität und Verlässlichkeit die Grundvoraussetzungen für solche Entscheidungen.
Viele Vermieter scheitern bei Mieterhöhungen oder riskieren teure Rechtsstreitigkeiten – gerade jetzt, wo neue Mietregeln und politische Unsicherheit Investitionen erschweren. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten für deutsche Städte, rechtssichere Begründungshilfen, Musterformulierungen für Ihr Schreiben an Mieter und konkrete Tipps, wie Sie steigenden Druck in Ballungszentren rechtssicher begegnen. In nur 5 Minuten als PDF per E‑Mail downloadbar. Gratis Mietspiegel-Report 2025 herunterladen
Finanzierung bleibt größte Hürde
Der zentrale Engpass für die Branche ist weiterhin die Finanzierung. Restriktive Kreditvergaberichtlinien, hohe Eigenkapitalanforderungen und die Zurückhaltung der Banken bremsen selbst solide Projekte aus. Diese Finanzierungsklemme ist ein Hauptgrund für den historischen Tiefstand bei den Neubauzahlen.
Eine weitere Verschärfung droht: Das Finanzmarktstabilitätsgremium empfahl die Einführung eines sektoralen Systemrisikopuffers für gewerbliche Immobilienfinanzierungen. Diese Maßnahme würde ab Juli die Eigenkapitalanforderungen für Banken erhöhen. Die Folge: teurere und weniger verfügbare Kredite für Bauträger.
Bauflaute verschärft Wohnungsmangel
Die schwierigen Rahmenbedingungen haben direkte Folgen. Prognosen deuten darauf hin, dass die Zahl fertiggestellter Neubauwohnungen 2026 einen Tiefpunkt erreichen wird. Dieser drastische Rückgang trifft auf eine ungebrochen starke Nachfrage.
Experten warnen vor einer massiven Verstärkung des Drucks auf die ohnehin angespannten Ballungszentren. Die Verknappung des Angebots könnte unweigerlich zu steigenden Preisen führen. Der Mangel an leistbarem Wohnraum würde sich so weiter verschärfen.
Ein Markt in der Schwebe
Der österreichische Immobilienmarkt befindet sich in einer heiklen Phase. Zwar ist eine moderate Abflachung der Preiskurve zu beobachten, von Entspannung kann jedoch keine Rede sein. Die Herausforderungen sind vielschichtig:
* Regulatorische Unsicherheiten dämpfen die Investitionsbereitschaft.
* Strenge Finanzierungsvorgaben bremsen Projekte aus.
* Politische Ankurbelungsversuche entfalten laut Kritikern nicht die gewünschte Wirkung.
Die Branche steht im Spannungsfeld zwischen dem Bedarf an neuem Wohnraum und den erschwerten Bedingungen, diesen zu schaffen.
Ruf nach stabilen Rahmenbedingungen
Für die Zukunft fordert die Wirtschaftskammer klare und langfristig stabile Rahmenbedingungen. Eine zentrale Forderung richtet sich an die Politik: Die anstehende Mietrechtsreform muss eine ausgewogene Lösung finden, die Investitionen nicht weiter hemmt.
Zudem wird eine Anpassung der restriktiven Kreditvergaberichtlinien angemahnt. Ohne verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten, so der Tenor, kann es weder ausreichend Neubau noch die notwendigen Sanierungen geben. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Weichen richtig gestellt werden können.
PS: Wenn Neubauzahlen fallen und der Druck auf Bestandsmieten steigt, sollten Vermieter jetzt genau wissen, wieviel Miete rechtlich durchsetzbar ist. Der Mietspiegel-Report 2025 zeigt kompakt die zulässigen Vergleichsmieten, liefert Begründungshilfen für Mieterhöhungen und vermeidet typische Formfehler, die Verfahren unnötig in die Länge ziehen. Kostenloser PDF-Download per E‑Mail – ideal für Vermieter, die kurzfristig Rechtssicherheit brauchen. Jetzt Mietspiegel-Report kostenlos anfordern


