Immobilienmarkt: Preise steigen 2026 um 3,1 Prozent
08.02.2026 - 08:31:11Der deutsche Immobilienmarkt stabilisiert sich. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) prognostiziert für dieses Jahr einen moderaten Preisanstieg für selbstgenutzte Wohnimmobilien um 3,1 Prozent. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits Ende 2024 begann. Getrieben wird die Entwicklung von einer hohen Nachfrage, stabilen Zinsen und einem dramatischen Mangel an Neubauten.
Angebotslücke treibt die Preise
Der zentrale Preistreiber bleibt ein extremes Ungleichgewicht. Die Bautätigkeit hinkt der Nachfrage massiv hinterher. Laut BVR wird der Wohnraumbedarf 2026 voraussichtlich nur zu 58 Prozent gedeckt. Diese riesige Lücke stützt die Preise für Bestandsimmobilien und treibt sie weiter nach oben.
Gestiegene Baukosten und langwierige Genehmigungsverfahren verschärfen die Krise. Experten fordern daher einfachere Baustandards und schnellere Planungsprozesse, um mehr Wohnungen zu schaffen.
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Stabile Zinsen beleben die Nachfrage
Das Finanzierungsumfeld hat sich nach den Turbulenzen der Vorjahre beruhigt. Zinssenkungen der EZB in 2024 und 2025 haben die Kredite wieder erschwinglicher gemacht. Aktuell bewegen sich Bauzinsen für eine zehnjährige Zinsbindung zwischen 3,1 und 3,9 Prozent.
Für die erste Jahreshälfte rechnen Experten mit einer Seitwärtsbewegung. Diese Planungssicherheit ermöglicht es mehr Haushalten, den Kauf von Wohneigentum wieder ernsthaft zu prüfen.
Lage und Energieeffizienz entscheiden
Der Trend verläuft regional sehr unterschiedlich:
* Metropolregionen und ihr Umland dürften überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichnen.
* Strukturschwache ländliche Gebiete könnten dagegen stagnieren.
Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die Energieeffizienz. Immobilien mit guter Bilanz sind stark gefragt und erzielen Aufschläge. Sanierungsbedürftige Objekte geraten dagegen unter Druck. Die bis Mai umzusetzende EU-Gebäuderichtlinie wird diesen Trend noch verstärken.
Markt hat sich neu justiert
Die Prognose des BVR spiegelt einen breiten Marktkonsens wider. Nach der Korrekturphase hat sich der Markt auf ein realistischeres Niveau eingependelt. Das Wachstum speist sich nun nicht mehr aus billigen Krediten, sondern aus Fundamentaldaten wie der Wohnungsknappheit.
Für die gesamtwirtschaftlich nur moderat wachsende deutsche Wirtschaft ist ein stabiler Immobilienmarkt ein wichtiger Anker. Er stützt private Vermögen und damit auch den Konsum.
Was bedeutet das für Käufer und Verkäufer? Potenzielle Käufer könnten das aktuelle Zinsumfeld nutzen, um sich langfristig günstige Konditionen zu sichern. Verkäufer von modernen Immobilien in Top-Lagen können mit einer soliden Nachfrage rechnen. Die größte Herausforderung bleibt jedoch unverändert: Ohne einen massiven Schub im Neubau wird der Preisdruck in den Ballungszentren weiter hoch bleiben.
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