Immobilienmarkt, Preise

Immobilienmarkt: Preise in Metropolen ziehen wieder an

08.04.2026 - 05:39:30 | boerse-global.de

Innenstadtlagen in Großstädten verteuern sich stärker als das Umland, während neue Förderprogramme für Umbau und sozialen Wohnungsbau starten. Der Neubau bleibt jedoch eine Kostenfalle.

Immobilienmarkt: Preise in Metropolen ziehen wieder an - Foto: über boerse-global.de

Die Preise für Wohnungen in deutschen Großstädten steigen wieder spürbar. Gleichzeitig startet heute ein neues Förderprogramm für barrierefreien Umbau.

Urbaner Kern als Preistreiber

Die Phase, in der Immobilien im Umland stärker im Wert stiegen als in den Zentren, ist vorbei. Aktuelle Daten des Kieler IfW-Instituts zeigen: In den Top-Lagen der Metropolen verteuern sich Immobilien wieder schneller. Der Aufschlag für Innenstadtlagen gegenüber dem Umland stieg von rund 25 Prozent im Jahr 2024 auf etwa 27 Prozent.

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Besonders deutlich zeigt sich das in den größten Städten. Im ersten Quartal verzeichneten acht der zehn wichtigsten Standorte steigende Preise. Spitzenreiter war Düsseldorf mit einem Zuwachs von sieben Prozent, gefolgt von Essen mit plus fünf Prozent. Berlin festigt seine Position unter den teuersten EU-Hauptstädten auf Platz acht. Eine typische Dreizimmerwohnung kostet hier inzwischen im Schnitt über 850.000 Euro.

Politik setzt auf Umbau und Neubau

Um dem Wohnungsmangel zu begegnen, hat Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) eine Novelle des Baugesetzbuchs initiiert. Ein Kabinettsbeschluss wird für Ende Mai erwartet. Ein zentraler Baustein ist das neue Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“, das am 1. Juli startet. Mit 300 Millionen Euro in diesem Jahr unterstützt der Bund den Umbau leerstehender Büroflächen in Wohnraum.

Das Programm sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit vor. Parallel stellt der Bund bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit. Die Dringlichkeit ist hoch: Die Zahl der Sozialwohnungen hat sich seit 2006 auf etwa 1,05 Millionen fast halbiert.

Neubau bleibt die Kostenfalle

Trotz der Preiswende bleibt die Lage im Neubau angespannt. Eine aktuelle Studie beziffert die Erstellungskosten in Großstädten mittlerweile auf über 4.630 Euro pro Quadratmeter. Mit Grundstück sind es rund 5.400 Euro. Um wirtschaftlich zu arbeiten, müssten Kaltmieten von mindestens 18 Euro pro Quadratmeter erzielt werden – für viele unbezahlbar.

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Die Folge: Die Zahl fertiggestellter Wohnungen bleibt weit hinter dem Bedarf zurück. Experten rechnen dieses Jahr mit weniger als 200.000 neuen Einheiten. Der tatsächliche Bedarf wird auf 400.000 geschätzt. Analysten fordern daher einfachere Bauweisen, um bezahlbaren Wohnraum wieder möglich zu machen.

Förderung für barrierefreien Umbau startet

Ein bedeutender Impuls für private Eigentümer startet heute: Die KfW nimmt die Förderung für barrierefreien Umbau wieder auf. Das Programm ist mit 50 Millionen Euro dotiert. Eigentümer können für Einzelmaßnahmen Zuschüsse von zehn Prozent der Kosten erhalten.

Der Sozialverband VdK begrüßte den Schritt, merkte aber an, das Volumen reiche kaum aus. Er forderte eine Aufstockung auf mindestens 390 Millionen Euro.

Ausblick: Stabilisierung auf hohem Niveau

Marktexperten prognostizieren für dieses Jahr eine Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends. Die Bauzinsen haben sich zwischen 3,1 und 3,7 Prozent stabilisiert. Das gibt Käufern wieder mehr Planungssicherheit.

Deutschlandweit rechnen Analysten mit einem Preisanstieg von etwa drei Prozent. In gefragten Ballungszentren könnten die Zuwächse punktuell bei vier bis fünf Prozent liegen. Die Kombination aus steigenden Mieten, stabilen Zinsen und staatlichen Förderanreizen dürfte den Markt weiter beleben. Die größte Herausforderung bleibt das strukturelle Defizit beim Neubau.

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